Umweltfreundliche Heizsysteme für Industrie und Wirtschaft

Medienmitteilung vom 28. September 2020

Der Dienstleistungssektor in der Schweiz hat einen Wärmebedarf von 37 TWH (16% des schweizerischen Gesamtenergieverbrauchs), eine Energiemenge, die z.B. die Stadt Zürich in etwa 4 Jahren verbraucht. Diese Energie wird unter anderem für Raumwärme und Warmwasseraufbereitung benötigt. Heute werden dafür hauptsächlich noch fossile Brennstoffe verbrannt, was grosse Mengen an CO2 produziert. Ein neues Projekt soll mit CO2-neutraler Wärme Abhilfe schaffen.

Im Hinblick auf die Energiewende muss die Wärmeversorgung rasch dekarbonisiert werden. Solarthermische Kollektoren sind eine zuverlässige Technologie, liefern CO2-neutrale Wärme und sind somit der ideale Kandidat für zukünftige umweltfreundliche Heizsysteme. Ziel des Projekts Solind2Service ist es, das Potenzial zu erschliessen und den Einsatz im Dienstleistungssektor und auch in der Industrie voranzutreiben. Das Projekt wird von Energieschweiz, der Energieagentur St. Gallen und dem Kanton Waadt unterstützt. Das Projekt Solind2Service startete Anfang September 2020 und läuft bis Februar 2022. Verfolgt werden mehrere Ziele:

Erhöhung der Sichtbarkeit und Informationsverbreitung
Eine Wissenstransfer- und Kommunikationskampagne über solarthermische Lösungen für den Industrie-, Dienstleistungs- und Handelssektor soll das Interesse der Wirtschaft für Investitionen in diese CO2-neutrale Heizsysteme erhöhen.

Einfache Machbarkeitsabschätzung
Das bestehende frei verfügbare SOLIND-Tool zur Durchführung schneller Machbarkeitsstudien über solarthermische Systeme im Dienstleistungs- und Industriesektor soll verbessert und erweitert werden.

Markt + Chancen
Identifizierung von Geschäftsmodellen und Finanzierungsmöglichkeiten, um die Einführung der Solarthermie in Industrie und Dienstleistungssektoren zu fördern.

Realisierung
Anstoss zur Umsetzung von Pilotprojekten für solarthermische Anlagen für Wärmebereitstellung im Dienstleistungssektor und der Industrie für die zur Senkung des schweizerischen CO2-Ausstosses.

Das Solind2Service Projektteam setzt sich aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des SPF Institut für Solartechnik an der OST Ostschweizer Fachhochschule, dem Institut für Energie Lesbat an der Fachhochschule  HEIG-VD, dem Fachverband für Solarenergie Swissolar und dem Energieberatungsunternehmen Weisskopf Partner GmbH zusammen.


Für weitere Informationen über Solind2Service folgen Sie dem Projektteam auf LinkedIn.

Weitere Informationen / Further Information:

Dr. Mercedes Hannelore Rittmann-Frank

Projektleiterin SPF Institut für Solartechnik

055 222 4823

mercedes.rittmann(at)ost.ch