Bodenseetagung 2020: Soziale Arbeit 2030 – nachhaltig und umfassend

Donnerstag, 26. November 2020, 8.30 Uhr

  

«Think global, act local» ist einer von vielen Slogans, die uns in der Gemüseabteilung vor genussreifen Avocados die Zutaten für das Nachtessen nochmals überdenken lassen. Die öffentliche Debatte um Nachhaltigkeit ist geprägt durch den Klimawandel, das Schwinden der Artenvielfalt und die Frage, wieviel Gift unsere Gewässer und Ackerflächen noch vertragen. Doch was hat das mit Sozialer Arbeit zu tun? Bei aller «Allzuständigkeit» – warum sollten sich Fachpersonen und Organisationen Sozialer Arbeit auch noch um Biodiversität kümmern und bei ihrer Arbeit eine CO2-Bilanz ausweisen müssen?

Diese Fragen greifen wir an der diesjährigen Bodenseetagung auf. Eine nachhaltige Entwicklung aus der Perspektive Sozialer Arbeit rückt dabei die soziale Dimension in den Fokus, ohne dabei die ökologische und ökonomische Dimension ausser Acht zu lassen. Dieses Verständnis kommt auch in der vom Bund unterzeichneten Agenda 2030 der UNO durch die 17 Sustainable Development Goals – kurz SDGs – zum Ausdruck.

An der Bodenseetagung diskutieren wir darüber, ob Nachhaltigkeit in der Sozialen Arbeit auf das Beenden von Armut beschränkt ist, oder ob weitere Ziele anzustreben sind. Wir tauschen uns darüber aus, wie nachhaltige Entwicklung in der Praxis der Sozialen Arbeit bereits gelebt und angestrebt wird, wie diese im Studium an der Fachhochschule verankert werden kann und inwiefern sich die aktuelle Forschung damit auseinandersetzt. Es geht aber auch um die Frage, wie Soziale Arbeit ihre Arbeit vor dem Primat der Nachhaltigkeit weiterentwickeln kann und was konkret noch getan oder auch verbessert werden kann.

Wir freuen uns, Sie im November in Arbon zu begrüssen und in den Dialog zu treten!

Das Projektteam des Fachbereichs Soziale Arbeit und Vertreter*innen aus der Praxis

Alma Mähr, Andrea Thoma, Axel Pohl, Dani Fels, Menno Labruyère, Reto Stacher, Thomas Knill

Programm


08.30 Uhr – Start Bodenseetagung

Eintreffen und Kaffee

08.45 Uhr – Begrüssung und Einstieg

Der Fachbereich Soziale Arbeit heisst die Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich willkommen

ab 09.45 Uhr – Denkinseln

Die Übersicht der Denkinseln finden Sie hier.

12.15 Uhr – Mittagessen

Geniessen Sie ein Mittagessen im Presswerk

14.00 Uhr – Keynote SDGs – Nachhaltigkeit International

Priska Fleischlin, UN-Beauftragte des Internationalen Berufsverbands für Soziale Arbeit, liefert Inputs zum Thema

15.00 Uhr – Kaffee und Kuchen

Zeit für Austausch, Gespräche und Vernetzung

15.20 Uhr – Podium

mit Expertinnen und Experten aus der Praxis zu den Fragen:
Was heisst das für die Praxis, Forschung und Lehre?
Wo besteht Handlungsbedarf?
Welche Chancen erwachsen aus der Auseinandersetzung des heutigen Tages?

16.20 Uhr – Abschluss der Tagung

durch das Projektteam

16.30 Uhr – offizielles Ende der Tagung

Raum für Vernetzung und Gespräche

Presswerk Arbon

Die Tagungskosten betragen CHF 150.– (inkl. Unterlagen und Verpflegung). Davon gehen CHF 50.– an innovative Sozialprojekte in der Ostschweiz. AvenirSocial-Mitglieder und FHS Alumni-Mitglieder zahlen CHF 100.– und FHS Studierende CHF 50.–.

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung per Mail an tagungssekretariat@ost.ch. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Die Anmeldungen werden nach Eingang berücksichtigt. Anmeldeschluss ist der 19. November 2020.

Alma Mähr, Geschäftsführerin förderraum St.Gallen
Andrea Thoma, wissenschaftliche Mitarbeiterin Institut für Soziale Arbeit und Räume, OST
Axel Pohl, Co-Leiter Schwerpunkt Integration und Arbeit, Institut für Soziale Arbeit und Räume, OST
Dani Fels, Dozent, Projektleiter Kompetenzzentrum Soziale Räume, OST
Menno Labruyère, Sozialarbeiter, Filmproduzent und Moderator, Smovie Film GmbH
Reto Stacher, Vertretung AvenirSocial Sektion Ostschweiz, Bereichsleiter Gesellschaft Stadt Arbon
Thomas Knill, Dozent, Lehre Fachbereich Soziale Arbeit, OST

Die OST – Ostschweizer Fachhochschule führt die Bodenseetagung in Kooperation mit dem Berufsverband AvenirSocial Sektion Ostschweiz und der FHS Alumni durch.