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Themenschwerpunkte

Die Digitalisierung stellt für Unternehmen eine Veränderung der Rahmenbedingungen dar und wird gegenwärtig unter verschiedenen Stichworten wie digitale Transformation, Industrie 4.0 bzw. Industrie 2025 oder etwa smarte Produkte diskutiert. Neue Technologien können grundlegend verändern, wie Unternehmen intern oder auf dem Markt funktionieren. Intern werden Management oder Prozesse neu geordnet und oft durch veränderte Mechanismen ersetzt. Oft kann so effizienter und kostensparender gehandelt werden. Auf dem Markt werden etablierte Strukturen wie Branchen massgeblich umgewälzt oder es bilden sich neue Strukturen wie beispielsweise Business Ecosystems. Die zunehmende Nutzung digitaler Technologien (z.B. Cloud-Lösungen, Big Data, Social Media Plattformen) in allen Wirtschafts- und Lebensbereichen eröffnet einerseits ganz neue Möglichkeiten, birgt aber gleichzeitig auch viele Unsicherheiten und Gefahren. Das Kompetenzzentrum Strategie und Management beschäftigt sich unter anderem mit der Fragestellung, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die Strategie, das Management oder das Geschäftsmodell von Unternehmen hat und wie Unternehmen diese Möglichkeiten nutzen können.

Ob Elektromobilität, grüne Energie oder Gesundheitsdienstleistungen: Viele Beispiele aus unterschiedlichsten Branchen haben gezeigt, dass es oftmals nicht ausreicht, ein innovatives Produkt oder eine neue Dienstleistung nach bewährtem Muster im bestehenden Geschäftsmodell zu vermarkten. Gründe für das Scheitern einer Innovation auf dem Markt liegen häufig im fehlenden Verständnis dafür, welche Marktakteure wie stark betroffen sind und inwieweit sich die Rollen und Bedeutungen von Kunden, Lieferanten, Distributionspartnern oder anderen Beteiligten verändern. Die Suche nach dem «richtigen Geschäftsmodell» wird dann zur entscheidenden strategischen Aufgabenstellung. Das Kompetenzzentrum Strategie und Management untersucht das Zusammenspiel zwischen innovativen Produkten oder Services und neuen Geschäftsmodellansätzen. Dies beinhaltet unter anderem die Frage, wie Unternehmen das passende Geschäftsmodell für ihr Produkt- und Serviceangebot entwickeln und umsetzen können.

Unternehmen sind heute mit einer Umwelt konfrontiert, die sich kaum mehr mit der Situation vor 10 oder 20 Jahren vergleichen lässt. Neue technische Möglichkeiten, der demografische Wandel oder auch die Globalisierung bieten zahlreiche Chancen, aber auch Herausforderungen. Um konstruktiv mit beidem umzugehen, müssen Unternehmen sich selbst neu aufstellen. Denn wie Unternehmen funktionieren, kann die Grundlage für nachhaltige strategische Wettbewerbsvorteile begründen. Unternehmen haben die Möglichkeit, sich stärker an den Bedürfnissen der Mitarbeitende und der Anforderungen an Arbeit heute ausrichten. Dies erfordert Innovationen im Management, die oft auch als «New Work» bezeichnet werden. Dazu gehören flexible Arbeitsmodelle, agile oder demokratische Organisationsstrukturen oder auch die Möglichkeit, Räume neu zu denken. Was wir unter «Arbeit» verstehen, verändert sich vor diesem Hintergrund grundlegend. Das Kompetenzzentrum für Strategie und Management untersucht, welchen Anforderungen das Management von Unternehmen heute und in der Zukunft genügen müssen und wie diese konkret umgesetzt werden können.

Etablierte Unternehmen und junge Start-ups zeichnen sich oftmals durch sehr komplementäre Eigenschaften aus. Start-ups sind in der Regel sehr gut in der Entwicklung von innovativen Ideen und Prototypen, haben aber selten Erfahrung mit der Skalierung und Industrialisierung ihres Geschäftsmodells. Etablierten Unternehmen gelingt es hingegen zumeist nicht, radikal neue Ideen und Vorhaben in der eigenen Organisation zu entwickeln und erfolgreich umzusetzen. Allerdings verfügen sie über den Marktzugang, finanzielle Mittel sowie Personal mit den verschiedensten Qualifikationen. Kooperationen zwischen etablierten Unternehmen und jungen Start-ups sind daher äusserst vielversprechend. Das Kompetenzzentrum Strategie und Management beschäftigt sich mit den besonderen Eigenschaften dieser Kooperationen wie zum Beispiel intransparente Märkte oder asymmetrische Beziehungen. Eine Kernfrage lautet, wie das Matching zwischen den Unternehmen effizient hergestellt und der strategische Fit effektiv gemessen werden kann. Ausserdem geht es darum, welche Kooperationsformen geeignet sind und wie der Prozess für die Initiierung, den Aufbau und die Pflege dieser Kooperationen auf Seiten der etablierten Unternehmen und der Start-ups aussehen kann.

Neue Technologien reduzieren Transaktionskosten und Informationsasymmetrien. Dies nutzen junge Unternehmen, um Märkte nachhaltig zu verändern oder zu entwickeln, indem automatisierte, datengetriebene Lösungen Kosten reduzieren und Kundennutzen schaffen. Die grossvolumigen Branchen des Handels und der Immobilien bieten enorme Potenziale für solche RetailTechs und PropTechs. Im Schwerpunkt der Forschung des Kompetenzzentrums Strategie und Management stehen die Analyse der Auswirkungen auf die traditionellen Handels- und Immobilienwelten, die Ableitung von Potenzialen und die Evaluierung geeigneter Business Cases zur Kommerzialisierung innovativer Ideen und Produkte. Auf Basis dieser Expertise werden sowohl Jungunternehmen beim Roll-out ihres Geschäftsmodells begleitet als auch für etablierte Unternehmen geeignete Adaptions- und Innovationsstrategien entwickelt und bis zur operativen Umsetzung herunter gebrochen.