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Der Weg zur klimaverträglichen Raumplanung

Energieexperte teilte im Gastvortrag an der OST seine Erfahrungen zur kommunalen Energieplanung mit angehenden Raumplaner*innen

Matthias Schlegel von Amstein + Walthert hielt einen Gastvortrag im Studiengang Stadt-, Verkehrs- und Raumplanung an der OST.

«Wärme kann – im Gegensatz zu Strom – nicht beliebig transportiert werden», so Matthias Schlegel, Senior Consultant bei Amstein + Walthert (A+W) in seinem Gastreferat. Es bestehen daher je nach (Gemeinde-)Gebiet Einschränkungen bei der Nutzung von Wärme sowie Unterschiede bei Wärmequellen. Dies zu berücksichtigen ist ein wichtiger Aspekt bei der Erstellung von Energierichtplänen für Gemeinden.

Energierichtplan in der Praxis

Anhand von Beispielen erläuterte Schlegel den Bachelor-Studierenden, wie ein Energierichtplan in der Praxis entsteht. Im Wesentlichen umfasse das Vorgehen vier Arbeitsschwerpunkte, erklärte Schlegel: Man stellt zuerst die Planungsgrundsätze unter Einbezug aller Akteure wie Behörden und Energieversorger auf. Danach wird die bestehende Energieinfrastruktur abgebildet und sog. «Prioritätsgebiete» bestimmt. Zum Schluss werden die ortsgebundenen Massnahmen abgeleitet, die dann beispielsweise in Masterplänen zu Wärmeverbünden konkretisiert werden können.

Die Studierenden diskutierten im Anschluss unter anderem die rechtliche Bindung der Energieplanung. Das Gastreferat fand im Rahmen der Vorlesung «Grundlagen Planungsinstrumente» statt, wo die Studierenden an Praxisbeispielen betrachten, wie planerische Konzepte in Zusammenarbeit mit Fachpersonen und Betroffenen entstehen und wie sie umgesetzt werden, um letztendlich behörden- oder allgemeinverbindlich festgesetzt zu werden.
 

Weitere Infos zum Vortrag im Blog-Beitrag von A+W