Studieninhalte und -aufbau

Studienrichtungen, Fragebereiche und Vertiefungen

Mit der Entscheidung für die Studienrichtung wählen Sie einen Themenschwerpunkt in der Sozialpädagogik oder Sozialarbeit. Die Studieninhalte orientieren sich an vier Fragebereichen. In diesen werden bedeutende Fragen der Sozialen Arbeit behandelt. In den Vertiefungen setzen Sie Ihrem Studium einen individuellen Akzent.

 

Studienrichtungen

Schwerpunktthemen der Sozialarbeit:

  • methodisches Handeln in der Sozialarbeit
  • Hilfsprozess und Fallführung
  • konkrete Formen von Hilfe und Intervention
  • gesetzliche Sozialarbeit
  • Case Management
  • Methoden der Gesprächsführung
  • Grossgruppentechniken und Moderation
  • Armuts- und Wohlfahrtstheorien
  • Sozialraumarbeit/Gemeinwesenarbeit
  • Stadtsoziologie/Gemeinwesenökonomie

 

Schwerpunktthemen der Sozialpädagogik:

  • methodisches Handeln in der Sozialpädagogik
  • Entwicklung und Lebensalter
  • Partizipation und Kooperation
  • Hilfsprozess und Fallführung
  • Medienpädagogik
  • Sozialpolitik im Sozialstaat
  • rechtliche und ökonomische Rahmung und Verortung der sozialpädagogischen Handlungsfelder
  • Bildung und Erziehung in den Traditionslinien der Sozialpädagogik
  • konkrete Formen von Hilfe und Intervention

 

Fragebereiche

  • Soziale Arbeit als Disziplin und Profession
  • professionelles Verstehen und Gestalten von Entwicklungsprozessen
  • professionelles Gestalten in Kontexten sozialer Ungleichheit
  • Soziale Arbeit im Sozialstaat

 

Vertiefungen

  • professionelle Herausforderungen angesichts gefährdeter/verletzter Integrität von Individuen
  • professionelle Herausforderungen im Zusammenhang mit globalen und lokalen gesellschaftlichen Transformationen

Das Studium in Sozialer Arbeit gliedert sich in eine Bachelor- und eine Master-Stufe. Das Bachelor-Studium ist generalistisch und interdisziplinär ausgerichtet und befähigt Sie zu einer wissenschaftlich fundierten und praxisorientierten Professionalität. Als Alternative zum Vollzeitstudium bieten Ihnen das Teilzeitstudium und das praxisbegleitende Teilzeitstudium Möglichkeiten, berufstätig zu bleiben, Familienarbeit zu leisten oder den Spitzensport weiter zu verfolgen.

 

Das Grund- und Hauptstudium

Das Bachelor-Studium ist modular aufgebaut und gliedert sich in ein Grund- und ein Hauptstudium. Im Grundstudium vermitteln wir Ihnen die wissenschaftsbasierten Grundlagen der Sozialen Arbeit. In dieser Zeit entscheiden Sie sich neben der Studienrichtung (Sozialarbeit oder Sozialpädagogik) auch für eine Vertiefungsrichtung. Die Praktika (Praxismodul I und II) können Sie in verschiedenen Formen und Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit absolvieren.

 

Das Master-Studium

Der weiterführende Master-Studiengang ermöglicht die Vertiefung und Erweiterung der erworbenen theoretischen und methodischen Kenntnisse. Sie können den Master als Vollzeit- oder Teilzeitstudium absolvieren.

 

Studentische Portfolioarbeit

Mit der Studentischen Portfolioarbeit als eine inhaltsübergeordnete Struktur im Bachelor-Studium werden die Reflexion und Integration aller Teilbereiche des Studiums unterstützt. Sie dient den Studierenden als Möglichkeit, sich von Studienbeginn an aktiv mit den Modulinhalten und Praxiserfahrungen auseinanderzusetzen und die eigene professionelle Entwicklung bis über den Studienabschluss hinaus zu steuern.

 

Interdisziplinäres Kontextstudium

Neben den Pflichtmodulen Ethik und Politik stehen verschiedene fachbereichsübergreifende Lehrangebote zur Wahl (Wahlpflichtmodule). Diese ermöglichen Ihnen, Themen und Kompetenzen aus interdisziplinären Perspektiven zu betrachten und sie vor Hintergründen verschiedener Bezugswissenschaften zu vertiefen.

Das Bachelor-Studium können Sie in drei verschiedenen Formen absolvieren. Es dauert je nach Studienintensität zwischen drei und maximal sechs Jahren.

 

Vollzeitstudium

In Vollzeit dauert das Bachelor-Studium in Sozialer Arbeit mindestens sechs Semester. Die Studierenden sind in der Regel vier Tage pro Woche an der Fachhochschule präsent (entweder von Montag bis Donnerstag oder Montag und Dienstag sowie Donnerstag und Freitag). Ein weiterer Wochentag wird für das Selbststudium benötigt. Neben dem Studium ist keine Erwerbstätigkeit vorgesehen.

 

Teilzeitstudium

Das Teilzeitstudium dauert in der Regel acht bis zehn Semester und erlaubt neben dem Studium Erwerbs- oder Familienarbeit. Studieren Sie Teilzeit, sind Sie zwei bis drei Tage pro Woche an der Fachhochschule. Ein weiterer Halbtag wird für das Selbststudium benötigt. Planen Sie neben den Lehrveranstaltungen an Ihren Studientagen die Teilnahme von ein bis zwei Blockwochen pro Semester. Während den Praxissemestern sind Sie zusätzlich zu den Schultagen zu mindestens 50% in einer Praxisorganisation tätig.

 

Praxisbegleitendes Teilzeitstudium

Arbeiten Sie parallel zum Studium mindestens 50% in der Funktion einer Sozialarbeiterin, eines Sozialarbeiters oder einer Sozialpädgogin, eines Sozialpädagogen in Ausbildung, können Sie das Studium praxisbegleitend absolvieren. Voraussetzung ist, dass Ihr Arbeitgeber eine von der Hochschule anerkannte Praxisorganisation ist und Sie von einer anerkannten Praxisausbildungsperson begleitet werden. Die Studienzeit beträgt in der Regel acht Semester. Im praxisbegleitenden Teilzeitstudium sind Sie in der Regel zwei Tage pro Woche (Studientage: Montag und Dienstag oder Donnerstag und Freitag) an der Fachhochschule. Ein weiterer Halbtag wird für das Selbststudium benötigt.

Planen Sie neben den Lehrveranstaltungen an Ihren Studientagen die Teilnahme von ein bis zwei Blockwochen pro Semester.

Studienbeginn

  • Studienbeginn Herbstsemester: KW 38
  • Studienbeginn Frühlingssemester: KW 08

Für neu eintretende Studierende beginnt das Studium mit der Einführungswoche. Diese findet im Herbstsemester in der KW 37 und im Frühlingssemester in der KW 07 statt.

 

Studientage

  • Vollzeitstudium: jeweils vier Tage pro Woche (entweder von Montag bis Donnerstag oder Montag/Dienstag sowie Donnerstag/Freitag)
  • Teilzeitstudium oder praxisbegleitend: zwei bis drei Tage pro Woche (entweder Montag/Dienstag oder Donnerstag/Freitag)

An den von den Studierenden gewählten Studientagen ist von einer Anwesenheit an der Hochschule auszugehen.

 

Vorlesungsfreie Zeit

Die vorlesungsfreie Zeit wird für das Selbststudium, für die Erstellung von Seminar- und Bachelor-Arbeiten, für die Bearbeitung von Praxisprojekten, für Praxismodule sowie zur Prüfungsvorbereitung genutzt.

 

Praxismodule

Die Praxismodule (Praktika) starten in den KW 33 und 05 und dauern in Vollzeit 18 bis 20 Wochen (in Teilzeit entsprechend länger). Praxisbegleitend Studierende absolvieren ihre Praxismodule ebenfalls in Form von zwei qualifizierenden Praxisphasen – in der Regel zu den bewilligten Anstellungsprozenten.

 

Prüfungen

Die Prüfungen finden in der Regel in den Kalenderwochen 02 und 03 sowie 24 und 25 statt.

 

Präsenzpflicht

In einigen Modulen und einzelnen Lehrveranstaltungen besteht Präsenzpflicht.

Qualifiziert für das breite Feld der Sozialen Arbeit

Das Bachelor-Studium wird mit einem «Bachelor of Science OST in Sozialer Arbeit mit Studienrichtung Sozialarbeit bzw. Sozialpädagogik» abgeschlossen. Nach Abschluss des Bachelor-Studiums verfügen Sie über zentrale Einstiegskompetenzen für das breite Feld der Sozialen Arbeit. Ausserdem haben Sie Zugang zum weiterführenden Master-Studium. Auf Master-Stufe vertiefen Sie die bereits erworbenen Grundlagen und erweitern diese wissenschaftsbasiert und anwendungsorientiert.

 

Zentrale Einstiegskompetenzen

Nach Abschluss des Bachelor-Studiums verfügen Sie über zentrale Einstiegskompetenzen für das breite Feld der Sozialen Arbeit:

  • Sie bringen eine generalistische Ausbildung mit, haben sich durch die Wahl der Studienrichtung und der Vertiefung aber auch inhaltlich spezialisiert.
  • Sie haben gelernt, Praxissituationen zu analysieren – immer mit Blick auf die Bedürfnisse der Adressatinnen und Adressaten sowie auf gesellschaftliche und organisationale Rahmenbedingungen.
  • Ausserdem können Sie auf verschiedene professionelle Handlungsmodelle und -konzepte zurückgreifen, um in unterschiedlichen Kontexten situationsangemessen entscheiden und handeln zu können.
  • Sie sind in der Lage, soziale Entwicklungen wahrzunehmen und Erkenntnisse in neue Handlungsansätze umzusetzen.

 

Berufliche Perspektiven

Absolventinnen und Absolventen der OST sind im Arbeitsmarkt gefragte Fachkräfte. Der Bachelor-Abschluss in Sozialer Arbeit öffnet Ihnen Türen für interessante berufliche Laufbahnen. Mit dem Besuch spezifischer Weiterbildungsangebote auf Fachhochschulstufe können Sie sich bei Bedarf weiter qualifizieren, sei dies, um sich thematisch zu spezialisieren oder um weitere Funktionen, wie Projekt- oder Teamleitungen zu übernehmen.

Mit dem Bachelor-Abschluss haben Sie Zugang zum weiterführenden Master-Studium, das auf den bereits erworbenen Kompetenzen aufbaut. Es qualifiziert zur Übernahme von mehr Verantwortung in komplexeren Projekten und Aufgaben. Von besonderer Bedeutung erweisen sich hierzu – neben der fachlichen Expertise – analytisch-konzeptionelle Fähigkeiten. So erwerben Sie während des Master-Studiums auch Forschungskompetenzen, die Sie für wissenschaftliche Aufgaben qualifizieren und Ihnen eine akademische Laufbahn ermöglichen. Mit einem Master-Abschluss können Sie sich zudem für ein Doktoratsstudium bewerben.