Studienaufbau

Das Master-Studium ist in vier Modulbereiche unterteilt:

  • Kernmodule
  • Profilbildende und allgemeine Wahlpflichtmodule
  • Wissenschaftliches Arbeiten und Projekte
  • Master Thesis

Jeder Bereich umfasst mehrere Modulgruppen, die wiederum thematisch zusammenhängende Unterrichtsmodule beinhalten.

Kernmodule

In diesem Bereich sind jene Module enthalten, die nach aktuellem Verständnis der Wirtschaftsinformatik unbedingt notwendige Kompetenzen auf Master-Stufe vermitteln. Die Module in diesem Bereich haben einen Umfang von 3 oder 6 ECTS-Punkten und sind in folgende Modulgruppen gegliedert:

Digital Transformation

Die Module in dieser Gruppe vermitteln Kompetenzen zur Entwicklung und Gestaltung digitaler Geschäftsmodelle. Themen bzw. Module sind hier z.B. «Entrepreneurship», «Management von Unternehmensnetzwerken» oder «Innovations- und Technologiemanagement».

Digital Enterprise Management

In dieser Modulgruppe finden sich die «klassischen» Wirtschaftsinformatik-Kompetenzen, entsprechend dem Niveau der Master-Stufe. Die entsprechenden Themen befassen sich mit Methoden und Werkzeugen bzgl. des Managements von IT-Infrastrukturen in und zwischen Unternehmen oder mit der Gestaltung und dem Management prozessorientierter Unternehmensorgani­sationen. Hier finden sich z.B. die Module «IT Governance, Risk & -Compliance», «IT-Management», «Unternehmensprozessmanagement», «Programm- und Portfolio-Management», aber auch «IT-Security- und IT-Architektur-Management».

Data Driven Enterprise

Diese Modulgruppe umfasst die Module bzgl. Methoden und Technologien zur Gestaltung und zum Management analytischer Informationssysteme und des Wissensmanagements. Module sind hier z.B. «Data Science», «Big Data» oder «Business Intelligence».

In diesem Bereich sind die Modulgruppen subsummiert, die von den Studierenden innerhalb bestimmter Regeln individuell zusammengestellt werden können. Die Modulgruppen sind nach Themen­komplexen gegliedert: Durch die Wahl der zu einem Themenkomplex gehörende Module wird eine thematische Vertiefung in Gesundheit (Digital Health), Produktion (Digital Manufacturing), Finanz-Dienstleistungen (Digital Finance) oder in Informatik(General Business IT) ermöglicht.

In Abhängigkeit vom jeweiligen Bachelor-Abschluss und sonstigen Vorbildungen können bestimmte profilbildende Module entweder als verpflichtend oder aber als nicht zulässig deklariert werden. So müssen z.B. Stu­die­ren­de mit einer Bachelor-Ausbildung in Betriebsökonomie bestimmte oder eventuell sogar alle Module aus dem Themenkomplex «General Busi­ness IT» belegen. Umgekehrt können z.B. Absolvierende eines BSc-Studiums in Informatik oder Wirtschaftsinforma­tik bestimmte Module im Themenkomplex «General Business Technology» nicht wählen. In einem obligatorischen Eintrittsgespräch mit der Studiengangsleitung wird festgelegt, welche Wahlpflichtmodule verpflichtend sind bzw. nicht belegt werden dürfen.

Modulgruppe Digital Health

Das Gesundheitswesen bietet grosse Digitalisierungspotenziale, sowohl innerhalb als auch zwischen Unternehmen im Gesundheitssektor. Die Vertiefung im Themenkomplex «Digital Health» soll die Studierenden befähigen, diese Potenziale zu erkennen und darauf aufbauend Lösungen zu konzipieren. In dieser Modulgruppe werden u.a. die Besonderheiten des Gesundheitsmarktes in der Schweiz und Grundlagen des und Anforderungen an das digitale Gesundheitswesen vermittelt. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die unterschiedlichen Interoperabilitätsstandards sowie ein Überblick über verbreitete Applikationen im Gesundheitswesen.

Modulgruppe Digital Manufacturing

Das Schlagwort Industrie 4.0 steht für die Idee, die industrielle Produktion mit Hilfe digitaler Vernetzung und intelligenter Informations- und Kommunikationssysteme flexibler, effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Der Einbezug von Kunden und Lieferanten in eine gemeinsame, flexible Wertschöpfungskette bietet vor allem Unternehmen in «teuren» Produktionsstandorten viele neue strategische Optionen. In dieser Modulgruppe werden Konzepte, Verfahren und Werkzeuge der interaktiven Wertschöpfung und der kundenindividuellen Massenproduktion betrachtet.

Modulgruppe Digital Finance

Der Finanzsektor ist hinsichtlich Digitalisierung sicher einer der fortge­schrit­tenen Bereiche. Gleichwohl ergeben sich durch moderne Informations- und Kommunikations­technologien, z.B. Einsatz intelligenter Systeme in der Kundenberatung oder Blockchain-Technologie, neue Anwendungs­gebiete, aber auch neue Herausforderungen. Diese Modulgruppe bietet einen Überblick über die Potenziale und Herausforderungen der Digitalisierung im Finanzsektor sowie über aktuell und zukünftig relevante Technologien.

Modulgruppe General Business IT

Die Module in dieser Modulgruppe richten sich primär an Studierende, die über keinen BSc-Abschluss in Wirtschaftsinformatik verfügen. Ziel dieser Modulgruppe ist, den Studierenden auf Master-Niveau unverzichtbare Kompetenzen in den Themen Requirements Engineering und -Management, Prozessmodellierung und -analyse, Software Engineering sowie Datenbanken zu vermitteln.

Wahlpflichtmodule Wirtschaftsinformatik

Diese Modulgruppe beinhaltet Module, die ergänzend zu oder anstelle von profilbildenden Modulen gewählt werden können. Hier finden sich Themen wie z.B. Human Computer Interaction Design oder Cyber Security.

Die Module in diesem Modulbereich dienen einerseits der praktischen Anwendung des erworbenen theoretischen Wissens aus den Kern- oder profilbildenden Modulen. Andererseits werden hier wissenschaftliche Methoden geübt und konkret in Forschungs- und Innovationsprojekten umgesetzt.

Die in diesem Bereich enthaltenen Module haben einen geringen Präsenzanteil. Unterstützt von Dozierenden arbeiten die Studierenden in Gruppen, die sich innerhalb der zeitlichen Rahmenbedingungen weitgehend selbst organisieren.

Die Master Thesis ist eine individuell anzufertigende Arbeit. Damit erbringen die Studierenden den Nachweis, dass sie in der Lage sind, die im Studium erworbenen Fach- und Methodenkompetenzen korrekt und zielgerichtet anzuwenden.