CAS Rehabilitation und Gesundheitsförderung

Die soziodemographische Entwicklung und die damit verbunde Zunahme chronischer Erkrankungen erfordert im Pflegebereich innovative Konzepte und erweitertes Wissen. Ziel ist es, das Selbstmanagement der Betroffenen zu fördern. Im CAS Rehabilitation und Gesundheitsförderung entwickeln, realisieren und vertiefen die Teilnehmenden die ganzheitliche Betreuung und Versorgung chronisch kranker Personen.

Die Versorgung chronisch kranker und multimorbider Patientinnen und Patienten bedarf neuer innovativer Versorgungsansätze. Dabei rücken Prävention, Gesundheitsförderung und rehabilitative Pflege und Behandlung zunehmend in den Vordergrund.

Der Zertifikatslehrgang (CAS) Rehabilitation und Gesundheitsförderung vermittelt das Rüstzeug, um gesundheitsfördernde und rehabilitative Konzepte in der Praxis umzusetzen und neue Versorgungsansätze zu entwickeln und zu steuern, die das Selbstmanagement der Betroffenen fördern. Dieser modular aufgebaute Lehrgang beleuchtet das gesamte Versorgungskontinuum – vom stationären über den ambulanten Bereich bis hin zur Langzeitversorgung.

Auf einen Blick

Abschluss

Certificate of Advanced Studies CAS in Rehabilitation und Gesundheitsförderung (15 ECTS)

Schwerpunkte

  • Theorien und Modelle der Gesundheitsförderung und Prävention
  • Diskussion und Vertiefung von Rehabilitationskonzepten
  • Selbstmanagement
  • Care und Case Management
  • Organisations- und Versorgungsmodelle
  • Digitalisierung und Technologien
  • Rollen- und Karriere
  • Forschungsanwendung und Praxisentwicklung

Dauer

18 Präsenztage, berufsbegleitend (Anzahl Präsenztage variiert je nach Lehr- und Lernform. Verbindlich ist der aktuelle Terminplan.)

Kosten

CHF 7 800.–, inkl. Unterlagen, Leistungsnachweisen und Zertifikat (Preisänderungen vorbehalten)

Zulassung

Anerkannter Tertiärabschluss, mehrjährige qualifizierte Berufserfahrung, Tätigkeit in einem entsprechenden Arbeitsfeld

Durchführungsort

Campus St.Gallen

Beginn

Die nächste Durchführung ist in Planung auf 2022.

Der Lehrgang ist modular aufgebaut. Dabei wird das gesamte Versorgungskontinuum vom stationären über den ambulanten Bereich bis hin zur Langzeitversorgung in den Fokus genommen.

Modul 1: Selbstmanagement im Kontext der Gesundheitsförderung und Rehabilitation

  • Theorien und Modelle der Gesundheitsförderung und Prävention
  • Diskussion und Vertiefung von Rehabilitationskonzepten
  • Pflegerische Schwerpunkte (Bewegungsförderung, Kontinenzförderung)
  • Selbstmanagement und Edukation
  • Ressourcenorientierte Pflegeplanung

Modul 2: Interprofessionelle Rehabilitationspflege

  • Care und Case Management
  • Organisations- und Versorgungsmodelle
  • Cancer Survivorship
  • Transition
  • Digitalisierung und Technologien
  • Evidenzbasierte Pflege (EBN)

Modul 3: Praxisentwicklung und Forschung in der Rehabilitation

  • Rollen- und Karriere 
  • Klinisches Assessment
  • Interprofessionelle Forschung
     
  • Modul 3a: Für Teilnehmende mit MScN-Abschluss: Vertiefung APN, Forschung mit Fokus auf Entwicklung von komplexen Interventionen und deren Implementierung
  • Modul 3b: Für Teilenehmende ohne MScN-Abschluss: Praxisentwicklung und Forschungsanwendung

Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an Pflegefachpersonen aus unterschiedlichsten Bereichen des Gesundheitswesens (Akutspital, Rehabilitation, ambulante Pflege, Langzeitpflege) die berufsspezifischen Qualifikationen für den steigenden Versorgungsanspruch erreichen möchten.

Oder auch an Pflegepersonen mit einem MScN Abschluss, die sich vor (zur Erreichung der notwendigen Zulassung von Fachhochschul-Masterabsolventinnen und -absolventen zu universitären Doktoratsausbildungen) oder während dem Doktoratsstudium spezifische Fach- und Sozialkompetenzen aneignen möchten.

Zulassung

Zugelassen sind Personen

  • mit einem anerkannten Tertiärabschluss (Universität, Fachhochschule, Höhere Fachschule oder Höhere Berufs-/Fachprüfung);
  • mit qualifizierter Berufserfahrung;
  • mit einer Tätigkeit in einem Arbeitsfeld, in dem sie das Gelernte umsetzen können (Prinzip Transferorientierung).

Zulassung Modul 3
Für Modul 3a «Vertiefung APN, Forschung mit Fokus auf Entwicklung von komplexen Interventionen» und deren Implementierung ist ein Master of Science in Pflege oder ein vergleichbarer Abschluss Voraussetzung. Alle Teilnehmenden ohne Master of Science in Pflege Abschluss absolvieren Modul 3b «Praxisentwicklung und Forschungsanwendung».

Bewerberinnen und Bewerber, die über andere, vergleichbare Abschlüsse und entsprechende Berufserfahrung verfügen, können auf Basis einer individuellen Prüfung des Dossiers aufgenommen werden. Über die Zulassung entscheidet die Leitung der Weiterbildung OST.

Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens
Für Teilnehmende ohne Hochschulabschluss ist das Seminar Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens im Sinne einer Nachqualifikation obligatorisch.

Die Absolventinnen und Absolventen

  • erkennen Versorgungslücken und Potentiale zur Gesundheitsförderung;
  • entwickeln innovative Ideen, um Herausforderungen in der Betreuung und Versorgung von chronisch kranken Menschen zu begegnen;
  • vertiefen ihr Fachwissen in der pflegerisch-rehabilitativen Versorgung;
  • entwickeln einen innovativen Lösungsansatz im eigenen Arbeitsumfeld;
  • realisieren eine innovative Projektidee, angepasst auf eine Problemstellung aus der Praxis;
  • entwickeln eine APN-Rolle oder ein Praxisentwicklungskonzept.

Sind Sie unsicher, ob diese Weiterbildung zu Ihnen passt? Wir beraten Sie gerne: kostenlos und unverbindlich.

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Anmeldung

 

Lehrgangsleitung

Prof. Dr. phil. Myrta Kohler, MScN, RN, Lehrgangsleiterin, Projektleiterin, IPW Institut für Angewandte Pflegewissenschaft
Prof. Dr. Heidrun Gattinger, RN, Lehrgangsleiterin, Institutsleitung, IPW Institut für Angewandte Pflegewissenschaft 

 

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Karin Roth

Karin Roth arbeitet seit 2019 als Teamleiterin Kurswesen bei XUND. Sie hat insgesamt über 20 Jahre in der Rehabilitation von querschnittgelähmten Menschen gearbeitet, zuletzt in der Funktion als Leiterin Pflegeentwicklung. Mit ihrer Weiterbildung zur Pflegeeexpertin (HöFa2) und dem Master in Public Health verfügt sie auch über ein breites Fachwissen im Bereich Gesundheitsförderung und Rehabilitation. In der Praxis hat sie sich vor allem mit Themen der elektronischen Pflegedokumentation, Patientenedukation und Bezugspflege intensiv auseinandergesetzt. Seit vielen Jahren arbeitet sie im Vorstand der IGRP (Interessengemeinschaft für Rehabilitationspflege) aktiv mit und ist neu auch im Vorstand der SAR.

Dr. Susanne Suter-Riederer

Dr. Susanne Suter-Riederer arbeitet als selbständige Pflegeexpertin APN in Heimen und bei der Spitex. Sie ist Mitinhaberin der Firma «apnurse» und kann auf langjährige Erfahrung in der klinischen Pflegeforschung zurückgreifen. In den Forschungsarbeiten zur mobilitätsfördernden Pflege in der Rehabilitation, die u.a. vom Schweizerischen Nationalfond gefördert wurde, bestätigte Dr. Suter-Riederer die rehabilitative Wirkung der mobilitätsfördernden Pflege bei Menschen mit Hirnschlag und Multipler Sklerose. Die Forschungserkenntnisse zur mobilitätsfördernden Pflege wendet Dr. Suter-Riederer sowohl in ihrer klinischen Arbeit mit chronisch erkrankten Menschen  und deren Familien , als auch in ihrer Lehrtätigkeit an.