CAS Sozialpädagogische Familienbegleitung

Die sozialpädagogische Familienbegleitung hat neben dem kurativen Schwerpunkt auch einen klar präventiven Charakter. In diesem Arbeitsfeld braucht es Wissen um spezifische Problemlagen von Familien und Einzelpersonen sowie Kenntnisse über die Besonderheiten dieses Arbeitssettings. Fachkräfte müssen in der Lage sein, situationsgerecht zu intervenieren.

Die sozialpädagogische Familienbegleitung versteht sich als aufsuchende Methode der Sozialen Arbeit und findet im alltäglichen Umfeld der Adressaten statt. Sie bietet neben anderen Angeboten eine Möglichkeit, Entlastung zu schaffen. Diese Form von Entlastung verfolgt das Ziel «Hilfe zur Selbsthilfe», damit Familien oder Einzelpersonen so rasch als möglich wieder Orientierung finden.

Garantierte Durchführung

Dieser Lehrgang wird garantiert durchgeführt.

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Auf einen Blick

Abschluss

Certificate of Advanced Studies CAS in Sozialpädagogischer Familienbegleitung (15 ECTS)

Schwerpunkte

  • Grundlagen für professionelles Handeln in der Sozialpädagogischen Familienbegleitung
  • Wandel der Gesellschaft und der Familienbilder
  • Handlungskompetenzen wie Auftragsklärung
  • Prozessmoderation und -Steuerung
  • Systemisch-lösungsorientierte Gesprächsführung
  • Rechtliche Themen
  • Finanzen
  • Gewalt
  • Fremdplatzierung und Kindesschutz
  • Sucht
  • Psychische Krankheiten

Dauer

20 Präsenztage, berufsbegleitend (Anzahl Präsenztage variiert je nach Lehr- und Lernform. Verbindlich ist der aktuelle Terminplan.)

Kosten

CHF 6900.– inkl. Unterlagen, Leistungsnachweise und Zertifikat (Preisänderungen vorbehalten)

Zulassung

Anerkannter Tertiärabschluss, mehrjährige qualifizierte Berufserfahrung, Tätigkeit in einem entsprechenden Arbeitsfeld

Durchführungsort

Campus St.Gallen

Beginn

10. September 2020

Der Zertifikatslehrgang ist modular aufgebaut und widmet sich folgenden Themen:

Einführung, Grundsätze und Verortung

  • Verortung der sozialpädagogischen Familienbegleitung in Bezug auf Referenzwissenschaften und Bezugstheorien 
  • Theoretische Grundlagen für professionelles Handeln in der sozialpädagogischen Familienbegleitung
  • Systemtheoretisch motivierte Sozialpädagogik sowie lebensweltorientierte Konzepte

Fallverstehen aus lebensweltlicher Sicht/Verstehenstheorie

  • Stellenwert diagnostischer Verfahren des Fallverstehens in der sozialpädagogischen Familienbegleitung
  • Familie als lebensweltliches Gefüge und deren Bedeutung für die Entwicklung von Handlungsfähigkeit innerhalb der Gesellschaft
  • Prekäre Sozialisationsbedingungen im Zusammenhang mit Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen 

Lebensalter Kindheit und Jugend

  • Entwicklungsphasen von Kindern und Jugendlichen
  • Biografische Übergänge und kritische Lebensereignisse im Kontrast zu Entwicklungsanforderungen

Mögliche Kindesschutzmassnahmen im Rahmen des neuen Kindes- und Erwachsenenschutzrechts

  • Aspekte der Kinderrechte und Fragestellungen der Kinderbeteiligung und des Kindesschutzes vor dem Hintergrund herausfordernder Lebenssituationen
  • Finanzielle und rechtliche Aspekte in der sozialpädagogischen Familienbegleitung 

Alltagsnahe Beratung unter Berücksichtigung spezieller Phänomene

  • Gewalt und Gewalterfahrung
  • Sucht und Abhängigkeit
  • Psychische Belastung und Krankheitsbilder
  • Armut und Sozialhilfe
  • Multikulturalität und Religion
  • Lebens- und Familienformen

Methodenansätze

  • Modell der elterlichen Präsenz und des gewaltlosen Widerstandes nach Haim Omer und Arist von Schlippe
  • Kompetenzorientierte Familienarbeit (KOFA) nach einem Modell aus Holland
  • Systemische Interaktionstherapie und -beratung (SIT) nach Michael Biene

Prozessmoderation und Zwangskontext

  • Praktische Ausgestaltung der sozialpädagogischen Familienarbeit
  • Verfahrensaspekte wie Auftragsklärung, Prozessmoderation und -steuerung 
  • Umstand des Zwangskontextes
  • Konzepte der System- und Lebensweltorientierung

Kolloquien, Integration, Evaluation und Abschluss

  • Kolloquium zu den Abschlussarbeiten
  • Vernetzung der Ergebnisse des Lehrgangs im Hinblick auf eigene Praxisschwerpunkte

Fallwerkstatt

  • Reflektion der Modulinhalte anhand von Fallstudien

Dieser Lehrgang schliesst mit mindestens einem Leistungsnachweis ab.

Zielgruppe

Der Lehrgang richtet sich an Fachpersonen aus der Sozialen Arbeit, die bereits in der Sozialpädagogischen Familienbegleitung tätig sind oder beabsichtigen, in dieses Berufsfeld einzusteigen.

Zulassung

Zugelassen sind Personen

  • mit einem anerkannten Tertiärabschluss (Universität, Fachhochschule, Höhere Fachschule sowie Berufsprüfung oder Höhere Fachprüfung);
  • mit qualifizierter Berufserfahrung (mind. 2 Jahre);
  • mit einer Tätigkeit in einem Arbeitsfeld, in dem sie das Gelernte umsetzen können (Prinzip Transferorientierung).

Bewerberinnen und Bewerber, die über andere, vergleichbare Abschlüsse und entsprechende Berufserfahrung verfügen, können auf Basis einer individuellen Prüfung des Dossiers aufgenommen werden. Über die Zulassung entscheidet die Leitung der Weiterbildung OST.

Die Absolventinnen und Absolventen

  • setzen sich mit den Grundlagen der sozialpädagogischen Familienbegleitung auseinander;
  • verfügen über ein theoretisches Basiswissen, das ihnen ein theoriegeleitetes Handeln in ihrem Berufsalltag ermöglicht;
  • kennen spezifische Problemlagen von Familien und Einzelpersonen im Kontext aktueller gesellschaftlicher Bedingungen;
  • setzen sich mit den Besonderheiten lebensweltnaher Arbeitssettings sowie mit Arbeitsweisen unter Bedingungen von Zwang auseinander;
  • kennen die besonderen Rahmenbedingungen der Auftragsklärung, Prozessmoderation und -steuerung im Arbeitsfeld der sozialpädagogischen Familienbegleitung;
  • erhalten Einblick in verschiedene Methoden und Techniken.

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