CAS Medienpädagogik

Wer medienpädagogisch arbeitet, benötigt ein vertieftes Wissen zu den Funktionsweisen der Medien. Gefragt ist auch die Fähigkeit, Handlungsoptionen für den Umgang mit diesen abzuleiten sowie entsprechende Konzepte auszuarbeiten, umzusetzen und zu evaluieren. Der CAS Medienpädagogik verfolgt das Ziel, Menschen zu befähigen, die Potenziale digitaler Medien zu entwickeln und zu nutzen. 

Die Digitalisierung durchdringt den Alltag. Bloss mit Warnung, Alarmierung und Restriktion zu reagieren, reicht weder in Familie noch in Schule oder Unternehmen aus. Der Zertifikatslehrgang (CAS) Medienpädagogik bildet die Teilnehmenden zu medienpädagogischen Fachpersonen für den Sozial-, Bildungs- und Bibliotheksbereich weiter. Dies mit Schwerpunkt digitale Medien. 

In diesem modular aufgebauten Lehrgang setzen sich die Teilnehmenden mit Medien- und Informationskompetenz, Medienforschung, Medienerziehung, Mediendidaktik, Medienrecht und -ethik sowie Mediengestaltung auseinander. Absolventinnen und Absolventen sind in der Lage, ihre Institutionen in zentralen medienpädagogischen Fragen zu beraten. Sei es bei der Mediennutzung in Lehr- und Lernumgebungen oder bei Freizeitangeboten. Sie können medienpädagogische Projekte initiieren, begleiten und durchführen. Dabei sind sie von Beginn weg nicht nur Zuhörende, sondern werden zu Akteuren mit Gestaltungsspielraum.

Garantierte Durchführung

Dieser Lehrgang wird garantiert durchgeführt.

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Auf einen Blick

Abschluss

Certificate of Advanced Studies CAS in Medienpädagogik (15 ECTS)

Schwerpunkte*

*Alle aufgeführten Schwerpunkte können auch als einzelne Seminare besucht werden.

Dauer

20 Präsenztage, berufsbegleitend (Anzahl Präsenztage variiert je nach Lehr- und Lernform. Verbindlich ist der aktuelle Terminplan.)

Kosten

CHF 7500.– inkl. Unterlagen, Exkursionskosten, Leistungsnachweise und Zertifikat (Preisänderungen vorbehalten)

Zulassung

Anerkannter Tertiärabschluss, mehrjährige qualifizierte Berufserfahrung, Tätigkeit in einem entsprechenden Arbeitsfeld

Durchführungsort

OST – Ostschweizer Fachhochschule, Campus St.Gallen sowie Pädagogische Hochschule Rorschach

Beginn

12. Februar 2021

(Der Zertifikatslehrgang sowie die einzelnen dazugehörigen Seminare sind ausgebucht. Es wird eine Warteliste geführt.)

Der Zertifikatslehrgang umfasst folgende Themenschwerpunkte:

Erste Annäherungsversuche

  • Einführung in zentrale Aspekte des CAS Medienpädagogik 
  • Medienpädagogische Inhalte

Medien- und Informationskompetenz - Digitale Medien: Fluch oder Segen?*

  • Medien- und Informationskompetenz als Schlüsselfaktor gesellschaftlicher Partizipation
  • Begrifflichkeiten
  • Ansätze zur Vermittlung von Medien- und Informationskompetenz 

Medienforschung - Ein Theorieblick auf Medien*

  • Ansätze der Medienwissenschaft
  • Analyse verschiedener Medienbegriffe und -verständnisse
  • Historische Entwicklung der Medien und deren Folgen
  • Aktuelle Erkenntnisse der Medienwirkungs- und Mediennutzungsforschung 
  • Für die Praxis relevante Evaluationsinstrumente

Angeleitetes Selbststudium

  • Praxisprojekt
  • Erarbeitung einer gemeinsamen Wissensbasis
  • Tandem- oder Lerngruppengespräch mit der Dozentin oder dem Dozent

Medienerziehung - Mehr als die Wirklichkeit*

  • Kritischer Umgang mit Medien und Öffentlichkeit
  • Einführung in ein medienpädagogisches Lehrmittel
  • Gipfel der Generationen: digital natives und digital immigrants vertiefen sich gemeinsam in einer medienpädagogischen Fragestellung und erproben generationenübergreifendes Lehren und Lernen.

Mediendidaktik - Das multimediale Lernen*

  • Didaktische Konzeption von «Medienlandschaften» für Ausbildungsinstitutionen (inkl. Bibliotheken) und sozialpädagogische Einrichtungen
  • Einführung in die Nutzung digitaler Medien und multimedialer Produkte als Lehr- und Lerninstrumente für Schulen, Bibliotheken und sozialpädagogische Kontexte
  • Spezifischen Möglichkeiten einer mediengestützten Lern- und Interaktionsumgebung

Medienrecht,- ethik und digitales Risikoverhalten - Die Aufdeckung rechtlicher (Grau-)Bereiche*

  • Übersicht über relevante Rechtsbereiche
  • Ethische Aspekte im Umgang mit digitalen Medien
  • Formen von digitalem Risikoverhalten 
  • Konkrete Haftungsfragen (z.B. Internetnutzung in Schulen/Organisationen), Urheberrechts- und Datenschutzfragen sowie Fallbeispiele
  • Kultur der verantwortlichen Nutzung digitaler Medien 

Mediengestaltung - Handlungsorientierte Ansätze der Medienpädagogik*

  • Handlungsorientierte Ansätze der Vermittlung von Medienkompetenz
  • Selbsterfahrung und Ausprobieren 

Carte Blanche – Ein Modul zur eigenen Gestaltung

  • Carte Blanche: die Teilnehmenden entscheiden sich im Verlauf des Lehrgangs mit Unterstützung eines Coachs für den Inhalt dieses Schlussteils. 

Abschluss

  • Mündliche Prüfungen (Fachgespräche)
  • Präsentationen der Praxisprojekte

Dieser Lehrgang schliesst mit mindestens einem Leistungsnachweis ab.

* Diese Module können Sie auch als Einzelseminar besuchen.

Zielgruppe

Dieser Lehrgang richtet sich an Lehrpersonen aller Stufen, Berufsleute der Sozialen Arbeit, Dozierende an Pädagogischen Hochschulen, Fachhochschulen, Fachleute der Berufs- und Erwachsenenbildung sowie an Bibliothekarinnen und Bibliothekare.

Zulassung

Zugelassen sind Personen

  • mit einem anerkannten Tertiärabschluss (wie Lehrerinnen-/Lehrerpatent bzw. -diplom, Universität, Fachhochschule, Höhere Fachschule oder Höhere Fachprüfung);
  • mit qualifizierter Berufserfahrung (mind. 2 Jahre);
  • mit einer Tätigkeit in einem Arbeitsfeld, in dem sie das Gelernte umsetzen können (Prinzip Transferorientierung).

Sie bringen Grundkenntnisse im Umgang mit traditionellen und digitalen Medien mit. Einen sicheren Umgang mit dem Internet sowie Kenntnisse über die wesentlichen Online-Recherche- und Kommunikationstechniken setzen wir voraus.

Besuch von Einzelmodulen
Interessentinnen und Interessenten haben die Möglichkeit, gewisse Module als Einzelseminare zu besuchen. Wenn die formalen Voraussetzungen gegeben sind, können sich die Modulteilnehmenden auch nachträglich für den CAS entscheiden. Die bereits besuchten Module werden in diesem Fall angerechnet.

Bewerberinnen und Bewerber, die über andere, vergleichbare Abschlüsse und entsprechende Berufserfahrung verfügen, können auf Basis einer individuellen Prüfung des Dossiers aufgenommen werden. Über die Zulassung entscheidet die Leitung der Weiterbildung OST.

Die Absolventinnen und Absolventen 

  • sind in der Lage, Sozial-, Bildungs- und Bibliotheksinstitutionen in zentralen medienpädagogischen Fragen zu beraten;
  • können medienpädagogische Projekte initiieren, begleiten, durchführen und evaluieren;
  • verfügen über die Kompetenz, eigene Medieninhalte zu produzieren;
  • können Handlungsoptionen für den Umgang mit Medien entwickeln;
  • initiieren Massnahmen zur gezielten Förderung benachteiligter Gruppen im Umgang mit der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT);
  • verfügen über ein vertieftes Wissen zu den Funktionsweisen der Medien und können dadurch Rückschlüsse auf einen wirkungsvollen Umgang mit ihnen ziehen;
  • kennen verschiedene Medientheorien und können wesentliche Forschungsergebnisse bezüglich Mediennutzung, Medienwirkung und Mediensozialisation einordnen und einschätzen;
  • kennen die relevanten Rechtsgrundlagen (z.B. Datenschutz) digitaler Medien und können Risikosituationen beurteilen respektive wissen, wie in solchen Situationen zu handeln ist;
  • verfügen über die nötigen Wissensgrundlagen, um medienpädagogische Konzepte zu entwickeln, umzusetzen und zu evaluieren.

Sind Sie unsicher, ob diese Weiterbildung zu Ihnen passt? Wir beraten Sie gerne: kostenlos und unverbindlich.

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Allgemeine Geschäftsbedingungen

 

Lehrgangsleitung

Prof. Dr. Selina Ingold, Medienwissenschafterin, IDEE Institut für Innovation, Design und Engineering 
Prof. lic. phil. Martin Hofmann, Dozent für Medienpädagogik und Mediendidaktik, Pädagogische Hochschule St.Gallen PHSG