CAS Genetische Beratung

Aufgrund des medizinischen Fortschritts nimmt der Bedarf an genetischen Beratungen kontinuierlich zu. Der CAS Genetische Beratung vermittelt Ärztinnen und Ärzten sowie nichtärztlichen Fachpersonen die Grundlagen der genetischen Beratung. Diese werden somit befähigt, Patientinnen und Patienten mit erblich bedingten Risiken und Erkrankungen im interdisziplinären und interprofessionellen Team gezielt zu unterstützen.

Bestimmte Krankheiten treten familiär gehäuft auf und können weitervererbt werden. Die Möglichkeiten der vorgeburtlichen Diagnostik nehmen zu. In genetischen Beratungsgesprächen können die Vor- und Nachteile genetischer Tests aufgezeigt werden. Weiter können mit dem Testergebnis verbundene Krankheitsrisiken und mögliche medizinische Massnahmen diskutiert werden.   

Der Zertifikatslehrgang (CAS) Genetische Beratung vermittelt Grundlagen der Humangenetik und der Gesprächsführung. Er beleuchtet deren praktische Bedeutung und Anwendung bei genetisch bedingten Risiken und Erkrankungen. Die Teilnehmenden erlangen die Kompetenz, genetische Beratungen selbst durchzuführen bzw. ärztliche Fachpersonen dabei zu unterstützen. Auch befähigt der Lehrgang zur wissenschaftlichen Mitarbeit.

Auf einen Blick

Abschluss

Certificate of Advanced CAS in Genetische Beratung (15 ECTS-Punkte)

Schwerpunkte

  • Grundlagen der Humangenetik
  • Genetische Laboruntersuchungen inkl. Laborbesuch
  • Häufige hereditäre Krebserkrankungen (Brust- und Eierstockkrebs, Darmkrebs, Prostatakrebs)
  • Genetische bedingte Erkrankungen von Herz/Kreislauf, Nervensystem und Stoffwechsel
  • Durchführung eines genetischen Beratungsgesprächs
  • Rechtliche, psychologische und ethische Aspekten der genetischen Beratung
  • Arbeiten im Team, Kommunikationstraining
  • Praktischer Beobachtungstag in einer Institution mit genetischer Beratung

Nutzen

Der CAS Genetische Beratung befähigt die Teilnehmenden dazu, selbst genetische Beratungen durchzuführen oder ärztliche Fachpersonen dabei zu unterstützen. 

Dauer

Berufsbegleitend während 7 Monaten, 16 Präsenztage
(Anzahl Präsenztage variiert je nach Lehr- und Lernform. Verbindlich ist der aktuelle Terminplan.)

Kosten

CHF 7 500, inkl. Unterlagen, Leistungsnachweisen und Zertifikat (Preisänderungen vorbehalten)

Zulassung

Anerkannter Tertiärabschluss, mehrjährige qualifizierte Berufserfahrung, Tätigkeit in einem entsprechenden Arbeitsfeld

Durchführungsort

Campus St.Gallen

Beginn

Die Durchführung ist in Planung auf Herbst 2022

Der CAS Genetische Beratung umfasst folgende Lehrgangsinhalte:

Grundlagen der genomischen Medizin

  • Naturwissenschaftliche Grundlagen
  • Vererbung von Merkmalen, Erbgänge
  • Labormethoden zur Untersuchung des Genoms
  • Besichtigung eines Labors

Grundlagen der genetischen Beratung

  • Ziele und Aufbau eines genetischen Beratungsgesprächs
  • Genetischer Stammbaum
  • Patientenzentrierte Kommunikation, Gesprächsführung
  • Ethische, soziale, psychologische und regulatorische Aspekte der genetischen Beratung  
  • Versicherungsrechtliche Aspekte
  • Guidelines
  • Hilfsmittel bei der Beratung
Genetische Beratung und erbliche Tumorerkrankungen
  • Brust- und Eierstockkrebs (HBOC)
  • Darmkrebs (Lynch Syndrom)
  • Prostatakrebs
  • Endokrine Tumoren
Genetische Beratung ausserhalb der Onkologie
  • Hereditäre Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems
  • Hereditäre Erkrankungen des Nervensystems
  • Erbkrankheiten, die im Kindesalter auftreten
  • Pränatale Diagnostik

Kurzpraktikum

  • Praktikumstag in einer Institution, die genetische Beratungen durchführt (individuell organisiert) inkl. Selbststudiumauftrag

Abschlussmodul

  • Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit
  • Präsentation und Diskussion der Abschlussarbeiten
  • Besprechung beruflicher Aussichten

Dieser Lehrgang schliesst mit mindestens einem Leistungsnachweis ab.

Zielgruppe

Dieser Lehrgang richtet sich an 

  • Pflegefachpersonen HF/FH 
  • Ärztinnen und Ärzte
  • Hochschulabsolventinnen und -absolventen unterschiedlicher Fachrichtungen (Biologie, Naturwissenschaften, Psychologie, etc.)
  • Biomedizinische Analytikerinnen und -analytiker FH/HF
  • Fachpersonen, die im Gesundheitswesen tätig sind

Zulassung

Zugelassen sind Personen

  • mit einem anerkannten Tertiärabschluss (Universität, Fachhochschule, Höhere Fachschule sowie Technikerschule oder Höhere Fachprüfung);
  • mit qualifizierter Berufserfahrung;
  • mit einer Tätigkeit in einem Arbeitsfeld, in dem sie das Gelernte umsetzen können (Prinzip Transferorientierung).

Sie bringen eine andere Vorbildung mit? Falls Sie die Aufnahmebedingungen nicht erfüllen, jedoch eine adäquate Berufserfahrung im Bereich des Themengebiets vorweisen können, ist eine Aufnahme «sur Dossier» möglich. Gerne führen wir ein persönliches Gespräch. 

Die Absolventinnen und Absolventen 

  • können grundlegende Begriffe in der Humangenetik benennen und wichtige genetische Erkrankungen (wie Krebserkrankungen, Erkrankungen des Herzens, Nervensystems, Stoffwechselerkrankungen) erklären;
  • sind in der Lage, die Grundsätze der angewandten Laboruntersuchungen zu erklären, sowie den Unterschied zwischen Keimbahnmutationen und genetischen Untersuchungen am Tumormaterial zu beschreiben;
  • können ethische, soziale, versicherungsrechtliche Konsequenzen eines genetischen Testresultats schildern und diskutieren;
  • sind fähig, selbst eine genetische Beratung vorzubereiten und durchzuführen;
  • können einen Stammbaum aufstellen und die Wahrscheinlichkeit einer genetischen Prädisposition abschätzen;
  • sind in der Lage, eine patientenzentrierte Kommunikation durchzuführen;
  • können selbständig in wissenschaftlicher Arbeitsweise ein Thema bearbeiten, präsentieren und diskutieren.

Sind Sie unsicher, ob diese Weiterbildung zu Ihnen passt? Wir beraten Sie gerne: kostenlos und unverbindlich.

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