MAS in Dementia Care

In der überalterten Gesellschaft gewinnt die Demenzpflege zunehmend an Bedeutung. Der MAS in Dementia Care vermittelt die Kompetenz, die komplexen Lebens- und Pflegesituationen von Personen mit Demenz wahrzunehmen, zu beschreiben und zu deuten. Absolventinnen und Absolventen nehmen eine sorgende Haltung ein, welche die Anwendung und Integration von personenzentrierten und palliativen Handlungsansätzen ermöglicht.

Pflegefachleute benötigen mehr denn je Kompetenzen im Umgang mit an Demenz erkrankten Personen. Dazu gehört die Beschäftigung mit der Lebenswelt der Patientinnen und Patienten ebenso wie das Wissen rund um Schmerztherapien und Palliative Care. Der Masterstudiengang (MAS) Dementia Care vermittelt fundierte pflegewissenschaftliche Erkenntnisse, methodische Kompetenzen und berufspraktische Qualifikationen. Diese befähigen zum fachübergreifenden Handeln in Tätigkeitsfeldern der direkten und indirekten sowie demenzphasenübergreifenden Pflege- und Betreuungsgestaltung.

Dank erworbener Zusatzkompetenzen sind die Absolventinnen und Absolventen in der Lage, die fachliche Führung im Pflege- und Betreuungsprozess von Personen mit
Demenz zu übernehmen. Eng damit verbunden ist das übergeordnete Bildungsziel, die Lebensqualität von Personen mit Demenz und ihren pflegenden Angehörigen wahrzunehmen und zu verbessern. Damit fördern wir zusammen mit unseren Kooperationspartnern eine gesellschaftliche und professionsbezogene Sorge- und Unterstützungskultur.

Auf einen Blick

Titel

Master of Advanced Studies in Dementia Care (60 ECTS)

Aufbau

Dauer

ca. 60 bis 67 Präsenztage, berufsbegleitend (Anzahl Präsenztage variiert je nach Lehr- und Lernform in den jeweiligen CAS. Verbindlich sind die aktuellen Terminpläne der CAS)

Kosten

Bei Gesamtzahlung: zw. CHF 23 688.– und CHF 24 910.–, inkl. Unterlagen, Leistungsnachweise und Diplom (Preisänderungen vorbehalten)

Zulassung

Anerkannter Tertiärabschluss, mehrjährige qualifzierte Berufserfahrung, Tätigkeit in einem entsprechenden Arbeitsfeld

Durchführungsort

Campus St.Gallen

Beginn

26. Oktober  mit dem CAS Lebensweltorientierte Demenzpflege

Die curriculare Rahmung des MAS in Dementia Care lehnt sich an den Empfehlungen der European Association für Palliative Care (EAPC) zur Palliativversorgung und Behandlung älterer Menschen mit Demenz an.

Der Studiengang ist modular ausgelegt und integriert insgesamt fünf Zertifikatslehrgänge (CAS) der FHS St.Gallen. Der CAS Lebensweltorientierte Demenzpflege ist Pflicht-Lehrgang und bildet die Basis. Darauf aufbauend haben die Studierenden die Möglichkeit sich in der Pflegeexpertise (Advanced practices Dementia Care) oder in Leadership und Konzeption zu vertiefen.

Vertiefungsmöglichkeit Pflegeexpertise (Advanced practices Dementia Care)

Vertiefungsmöglichkeit Leadership- und Konzeptionsexpertise

Als Abschluss dieses Weiterbildungsmasters verfassen die Studierenden eine Masterarbeit und vertreten diese mündlich (Disputation).

Alle Lehrgänge können auch einzeln als in sich geschlossene Weiterbildung besucht werden.

Zielgruppe

Dieser Weiterbildungsmaster richtet sich an Personen, die bereits mehrjährige Erfahrung in der Pflege und Begleitung von Menschen mit Demenz haben.

Zulassung

Zugelassen sind Personen

  • mit einem pflegerischen bzw. sozialarbeiterischen (Fach-)Hochschulabschuss oder einem Abschluss auf Stufe Höhere Fachschule, Fachprüfung, Berufsprüfung
  • mit qualifizierter Berufserfahrung in der Pflege und Begleitung von Personen mit Demenz;
  • mit einer Tätigkeit in einem Arbeitsfeld, in dem sie das Gelernte umsetzen können (Prinzip Transferorientierung).

Bewerberinnen und Bewerber, die über andere, vergleichbare Abschlüsse und entsprechende Berufserfahrung verfügen, können auf Basis einer individuellen Prüfung des Dossiers aufgenommen werden. Über die Zulassung entscheidet die Leitung der Weiterbildung OST.

Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens
Für Teilnehmende ohne Hochschulabschluss ist das Seminar Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens im Sinne einer Nachqualifikation obligatorisch.

Die Absolventinnen und Absolventen sind in der Lage

  • die Situation und die Lebenswelt von Menschen mit Demenz kompetent einzuschätzen;
  • aufgrund ihres breiten fachlichen Hintergrundes verschiedene Interventionen anzubieten und zusammen mit Betroffenen den bestmöglichen Weg zu evaluieren;
  • Angehörige, Mitarbeitende und Teams fachlich zu beraten;
  • mit den vielschichtigen Situationen in der Betreuung von Menschen mit Demenz sicher umzugehen;
  • eine aktive Rolle in einem interprofessionellen Schmerzteam einzunehmen;
  • die Rollen und Aufgaben im interprofessionellen Schmerzmanagement wahrzunehmen;
  • die Koordination und Organisation der Belange Schmerz betroffener Menschen und ihrem Lebensumfeld zu übernehmen;
  • ihre Rolle in der Patienten- und Teamedukation sowie in der Koordination und Organisation der Belange der Schmerzbetroffenen zu stärken;
  • eine aktive Rolle als Palliative Care Spezialistin oder Spezialist in einem interprofessionellen Palliative Care Team einzunehmen;
  • ihr eigenes Handeln durch neues Wissen, Haltung und Fertigkeit kritisch zu reflektieren und die erworbenen Kompetenzen im Alltag umzusetzen. 

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