CAS Schulsozialarbeit

Dieser Lehrgang führt systematisch in unterschiedliche Modelle, Grundlagen und Arbeitsprinzipien der Schulsozialarbeit ein. Praxisnah setzen sich die Teilnehmenden mit ausgewählten Methoden der Sozialen Arbeit im Schulumfeld auseinander.

Im angeleiteten Selbststudium bearbeiten Sie konkrete Fälle aus dem Berufsalltag. Zum Schluss der Ausbildung wird der Fokus auf einen achtsamen Umgang mit sich selbst in der beruflichen Rolle gelegt.

Auf einen Blick

Abschluss

Certificate of Advanced Studies CAS in Schulsozialarbeit (15 ECTS)

Schwerpunkte

  • Krisen und Herausforderungen im schulischen Kontext
  • Integritätswahrung und Förderung von Wohlbefinden
  • Kooperation/Ko-Kreation
  • Methoden der Schulsozialarbeit
  • Qualitätssicherung

Dauer

19 Präsenztage, berufsbegleitend (Anzahl Präsenztage variiert je nach Lehr- und Lernform. Verbindlich ist der aktuelle Terminplan.)

Kosten

CHF 7200.– inkl. Unterlagen, Leistungsnachweise und Zertifikat (Preisänderungen vorbehalten)

Zulassung

Anerkannter Tertiärabschluss, mehrjährige qualifizierte Berufserfahrung, Tätigkeit in einem entsprechenden Arbeitsfeld

Durchführungsort

Campus St.Gallen

Beginn

29. April 2021

Der Zertifikatslehrgang besteht aus folgenden Themenschwerpunkten:

Lehrgangseröffnung und Einführung in die Schulsozialarbeit

  • Handlungs- und Strukturmaximen in der Schulsozialarbeit 
  • Nutzung dieser Maximen als Argumentarium zur Professionalisierung und für Verhandlungen mit Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern

Krisen und Herausforderungen im schulischen Kontext


Krisenbegriff im Allgemeinen 

  • Merkmale von Krisen
  • Krisen frühzeitig erkennen und entsprechend intervenieren (Fallbeispiele)

Zivilrechtlicher Kindesschutz

  • Vermittlung der rechtlichen Grundlagen des zivilrechtlichen Kindesschutzes
  • Verfahren und Rollen der Akteure
  • Berührungspunkte zur Schulsozialarbeit

Medienpädagogik und -sozialisation

  • digitale Medien und ihre Rolle im Alltag der Schulsozialarbeit
  • Rüstzeug für die Praxis

Integritätswahrung und Förderung von Wohlbefinden


Kinderrechtskonvention und Capability-Approach

  • Potential von Kindern fördern
  • Anerkennung und Achtung von Kinderrechten fördern

Besonders vulnerable Kinder und Jugendliche

  • Aufwachsen unter bestimmten Voraussetzungen (Migration/Flucht, Gender, Familienkonstellationen, Beeinträchtigung)
  • Unterstützung besonders vulnerabler Kinder und Jugendlicher durch die Schulsozialarbeit

Förderung von Lebenskompetenz nach Lehrplan 21

  • Kompetenzorientierung im Lehrplan 21
  • Wie kann die Schulsozialarbeit die Schule in der Förderung der Lebenskompetenz unterstützen?

Psychische Gesundheit

  • Seelisches Wohlbefinden als zentrale Voraussetzung für die Bewältigung von Schwierigkeiten in der Entwicklung
  • Förderung der Resilienz 

Kooperation/Ko-Kreation


Intraprofessionelle Vernetzung

  • Gemeinsame Entscheidungsfindung und effiziente Unterstützungsleistungen im schulischen und ausserschulischen Bereich
  • Austausch mit Vertreterinnen und Vertertern verschiedener Fachstellen

Intraprofessionlle Netzwerkbildung in Krisensituationen

  • Koordiniertes und professionelles Planen und Handeln in Krisensituationen
  • Interdisziplinäre Lösungen zu konkreten Fallbeispielen

Kooperation und Ko-Kreation von Schule und Schulsozialarbeit

  • Wirkung und Potential von Kooperation und Ko-Kreation von Schulsozialarbeitenden und schulischen Mitarbeitenden
  • Faktoren für das Gelingen interdisziplinärer Zusammenarbeit

Methoden der Schulsozialarbeit


Soziale Gruppenarbeit

  • Gruppen wie z.B. Schulklassen und Peer-Groups als «Sozialisationsagenturen»
  • gruppendynamische Muster, Gruppenzyklus, rollenspezifische Erwartungen
  • gruppenbezogenes Know-how selbst «ausprobieren»

Beratung/Gesprächsführung

  • Zentrale Theorieansätze und deren theoretische Ausformung als Mittel, um auf unterschiedliche Beratungskontexte und -settings angemessen reagieren zu können
  • Reflexion des methodischen Vorgehens – sowohl in Bezug auf die Face-to-Face-Beratung als auch in der Vermittlung bei Konflikten in Grossgruppen

Projektmanagement

  • Aktuelle Anforderungen an Schulsozialarbeitende
  • Methode des Projektmanagements als vorhandenes Grundlagenwissen im Hinblick auf diese Anforderungen

Gemeinwesenarbeit

  • Veranschaulichung des Mehrwerts der Gemeinwesenarbeit anhand konkret realisierter Good-Practice-Projekte aus der Praxis der Schulsozialarbeit
  • Good-Practice-Projekte als Argumentationshilfe für die Praxis

Qualitätssicherung und Entwicklung


Erhebung und Evaluation 

  • Evaluationsmethodische Grundlagen
  • Fragebogen und Interview (inkl. Online-Befragung) als Schwerpunktthemen

Berichtwesen / Aktenführung 

  • Intersubjektive Nachvollziehbarkeit des methodischen Vorgehens in der Fallführung
  • Datenschutzbestimmungen und Persönlichkeitsschutz (Schweigepflicht)
  • Standardisierbarkeit der Aktenführung (Bsp. Computersoftware für Fallführung u.ä.)

Abschlusskolloquium

  • Mündliche Präsentation der Abschlussarbeit (Fallbearbeitung - Praxisbeispiel) mit anschliessendem kollegialem Feedback und Diskussion

Dieser Lehrgang schliesst mit mindestens einem Leistungsnachweis ab.

Zielgruppe

Der CAS Schulsozialarbeit richtet sich an Fachkräfte der Sozialen Arbeit, praktizierende Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter sowie an interessierte Fachpersonen aus der Sozialen Arbeit, die beabsichtigen, in dieses Berufsfeld einzusteigen.

Zugelassen sind auch Fachpersonen aus dem Bildungswesen, sofern sie begründen können, weshalb sie aufgrund ihrer qualifizierten Praxiserfahrung anschlussfähig an diesen sozialarbeitsspezifischen Lehrgang sind.

Zulassung

Zugelassen sind Personen

  • mit einem anerkannten Tertiärabschluss im Bereich der Sozialen Arbeit (Universität, Fachhochschule, Höhere Fachschule sowie Berufsprüfung oder Höhere Fachprüfung);
  • mit qualifizierter Berufserfahrung (mind. 2 Jahre);
  • mit einer Tätigkeit in einem Arbeitsfeld, in dem sie das Gelernte umsetzen können (Prinzip Transferorientierung).

Da der Lehrgang E-Learning gestützt ist, setzen wir grundlegende PC- und Social-Media-Kenntnisse voraus.

Bewerberinnen und Bewerber, die über andere, vergleichbare Abschlüsse und entsprechende Berufserfahrung verfügen, können auf Basis einer individuellen Prüfung des Dossiers aufgenommen werden. Über die Zulassung entscheidet die Leitung der Weiterbildung OST.

Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens
Für Teilnehmende ohne Hochschulabschluss ist das Seminar Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens im Sinne einer Nachqualifikation obligatorisch.

Die Teilnehmenden erweitern und vertiefen ihre Fach-, Sozial- und Methodenkompetenz. Im Detail bedeutet das, die Absolventinnen und Absolventen:

  • können sich in Funktion und Rolle der Schulsozialarbeit definieren;
  • kennen den Auftrag, die Möglichkeiten und Grenzen der Schulsozialarbeit;
  • setzen sich mit den Sozialisationsbedingungen von Kindern und Jugendlichen forschungsbasiert auseinander, wobei dem Aspekt neuer Medien eine zentrale Bedeutung zukommt;
  • sind in der Lage, soziale Probleme in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen zu verstehen und anzugehen;
  • kennen Konzepte sowie Methoden der Schulsozialarbeit und setzen Methoden kontextsensibel ein (inkl. Krisensituationen, Medienarbeit);
  • wenden Modelle der (organisationsübergreifenden) Fallführung an;
  • sind in der Lage, eine schriftliche Arbeit nach ausgewählten Kriterien des wissenschaftlichen Arbeitens zu verfassen (Begründungspflicht, Quellentransparenz, Methodenkritik).

Sind Sie unsicher, ob diese Weiterbildung zu Ihnen passt? Wir beraten Sie gerne: kostenlos und unverbindlich.

Beratungsgespräch vereinbaren

Haben Sie mit dieser Weiterbildung das passende Angebot gefunden? Wir freuen uns über Ihre Anmeldung.

Anmeldung

 

Allgemeine Geschäftsbedingungen