Forschung

Innovative neue Ansätze gehen wir mit Forschungsprojekten an. Diese ermöglichen es, Fragestellungen in der Tiefe zu bearbeiten und dauern in der Regel zwischen einem halben und drei Jahren.
In Forschungsprojekten entwickeln wir neuartige technische oder konzeptionelle Lösungen.
Wir forschen insbesondere daran, wie sich Innovation durch Design weiterentwickeln lässt. Dies auf allen Ebenen des designgetriebenen Innovationsprozesses: Kunden verstehen, Nutzung beobachten, Sichweise definieren, Ideen generieren sowie prototypische Lösungen entwickeln. Praxispartner beteiligen sich in diesen Projekten mit Sach- und/oder Personalleistungen. Je nach Förderinstitution ist mehr oder weniger Beteiligung gefordert. Projektergebnis ist meist ein im Markt anwendbares Tool oder Konzept, das einen nachgewiesenen geschäftlichen oder sozialen Nutzen bringt.

Eine Auswahl unserer Forschungs- und Entwicklungsprojekte:

Eine partizipativ gestaltete Web-Anwendung zur Vermittlung und Wahrnehmung der UN-Kinderrechte mit und für 6- bis 12-Jährige

Das Netzwerk “Kinderrechte Schweiz” hat anlässlich des dritten Staatenberichts zur Kinderrechtskonvention beim UN-Kinderrechtsausschuss in Genf eine Liste der dringlichsten Anliegen zur Umsetzung der Kinderrechtskonvention in der Schweiz eingereicht. Ergänzend zur Liste der zivilgesellschaftlichen Organisationen reichte das Netzwerk erstmals einen Beitrag aus Sicht der Kinder- und Jugendlichen ein. Eine der darin klar formulierten Forderungen ist, dass diese besser über ihre Rechte informiert sein möchten. Denn sie können ihre Rechte nur wahrnehmen, wenn sie diese auch kennen.

Das vorliegende Projekt nimmt sich dieser Forderung an. Das im Bericht von Kindern und Jugendlichen genannte Bedürfnis wird aufgenommen, indem mit der Erstellung einer altersgerechten Web-Anwendung eine schweizweite Plattform zur Wissensvermittlung und selbstständigen sowie selbstbestimmten Lernerfahrung der Kinderrechte sowie mögliche digitale Dienste zur Wahrnehmung dieser Rechte erarbeitet wird.

Die zentrale Idee des Projektvorhabens besteht darin, partizipativ mit 6- bis 12-Jährigen eine attraktive Web-Anwendung zu gestalten, welche zielgruppengerecht und interaktiv über Kinderrechte informiert sowie Kinder bei der Wahrnehmung dieser Rechte unterstützt. Ergänzt wird das partizipative Vorgehen mit den jungen Expertinnen und Experten durch Anforderungsanalysen mit Fachpersonen aus zentralen Schweizer Organisationen im Bereich Kinderrechte.

Langfristiges Ziel des Projektes ist, dass dank dem digitalen Tool Kinder in der Schweiz ihre Rechte kennen. Dabei soll die digitale Anwendung bestehende Offline-Produkte optimal ergänzen und von möglichst vielen im Bereich der Kinderrechte tätigen Organisationen in der Schweiz unterstützt, genutzt und verbreitet werden.

Mitinitiatoren:

UNICEF Schweiz und Liechtenstein, Pädagogische Hochschule Luzern

Partnernetzwerk:

Aktuell im Aufbau

Projektfinanzierung: Paul Schiller Stiftung, Bundesamt für Sozialversicherungen

Laufzeit: 01.07.2020 - 31.12.2022

Weconnex engagiert sich als Social Entrepreneur in der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette in infrastrukturschwachen Ländern. Ziel ist es, eine nachhaltige Entwicklung in diesen Regionen zu fördern, die sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN orientiert.

Die grösste Herausforderung für neue Projekte steht ganz am Anfang: für die Identifikation und Machbarkeitsprüfung solcher Projekte fehlen der Evaluationsphase die Investoren aufgrund der hohen Risiken.

Zusammen mit IDEE-OST wird mit Hilfe eines Design-Thinking-Ansatzes ein Geschäfts-Ökosystem entwickelt, das unter Einbezug von Industriegüterherstellern, Dienstleistern, Kapitalgebern und Informationsstellen aus der Schweiz die wiederkehrende Finanzierung von Identifikations- und Machbarkeitsstudien sicherstellt.

Gefördert wird das Projekt über Innosuisse während zwei Jahren.

Projektpartner: Weconnex AG, St. Gallen | Bühler AG, Uzwil | Renergon International AG, Lengwil TG

Im digitalen Zeitalter wächst der Anspruch an die professionelle Markenidentitätsentwicklung und -umsetzung: Unternehmen operieren in einem hochdynamischen digitalisierten Kontaktpunkt-Netzwerk und stehen im Wettbewerb zur globalen Konkurrenz. Der SaaS-Ansatz bietet dazu innovative Lösungen. Gerade grössere Unternehmen mit professionellem Behavioral Branding sind mit der Herausforderung konfrontiert, das abstrakte Markenidentitäts-Wissen im hoch dynamischen Umfeld für alle Mitarbeitenden stets aktuell und verständlich zu machen, damit diese an den relevanten Customer Touchpoints (CT) erlebbar gemacht werden kann. Bei kleineren und mittleren Unternehmen besteht erfahrungsgemäss bereits beim Definieren der Markenidentität hoher Unterstützungsbedarf. Die Markenidentität wird bis anhin meistens immer noch analog mit einer Markenberatungs-Agentur im

Rahmen von Workshops erarbeitet. Diese Hürde, bzw. der damit verbundene zeitliche und finanzielle Aufwand, ist vielen KMU zu gross. Für die Agenturen besteht die Herausforderung darin, ihre Dienstleistungen kostengünstig und effizient anzubieten.

Grosszyklische Sanierungen von Mehrfamilienhäusern, wie zum Beispiel die energetische Verbesserung der Gebäudehülle, bedingen mehrheitlich, dass die Mieter (temporär) aus dem Gebäude ausziehen

müssen. Dies ist sowohl für die Mieter (z.B. Umzugsstress) als auch die Vermieter (Mietausfälle und Mieterverlust) eine höchst unglückliche Situation, weshalb Sanierungen oftmals aufgeschoben werden.

Daraus resultiert ein Sanierungsstau, der zum Wertverlust des Mietobjekts führt und eine raschere Erreichung der Klimaziele verhindert. Das Forschungsprojekt strebt nach einer Lösung dieser Problematik, indem den

Immobilienbesitzern ein Gesamtpaket angeboten wird, das sowohl die grosszyklische Sanierung als auch die vorübergehende Beherbergung der Mieter mit Zusatzdienstleistungen im vertrauten Umfeld des

Gebäudes sicherstellt. Letzteres wird durch das Bereitstellen eines temporären und wiederverwendbaren Wohnmodulbaus aus Schweizer Holz gewährleistet, der die Wohnsituation der Mieter für die Zeit der

Sanierung adäquat kompensiert.

Die Erstellung der Gebäude im Stockwerkeigentum (STWE) nahmen in den 80er Jahren markant zu. Die Problematik der grosszyklischen Instandsetzung zeigt sich erst allmählich. 2010 zeigte eine Studie der Hochschule Luzern auf, dass lediglich 80% der STWE-Gemeinschaften über einen Erneuerungsfonds verfügten. Beinahe alle waren unterdotiert. Meist fehlt eine strategische Langzeitplanung der baulichen Massnahmen und deren Finanzierung. Eine unzureichende Äufnung des Erneuerungsfonds verzögert oder verhindert fällige Instandsetzungen.

Die Idee des Forschungsvorhabens besteht in der Ausarbeitung, prototypischen Umsetzung und

Validierung eines praxistauglichen Evaluations- und Konzeptionsinstruments für Planung, Bau und Betrieb einer Liegenschaft in einem neune Eigentumsmodell Das Instrument soll sowohl auf Liegenschaften, die vom klassischen STWE oder durch Umwandlung von Mietverhältnissen in diese Eigentumsform umgewandelt werden, als auch auf Neubauten anwendbar sein.

Gefördert wird das Projekt über die Innosuisse über 2 Jahre

Projektpartner: VirtuellBau AG, VIO Treunhand AG, Pensionskasse Stadt St.Gallen, Senn Somm Bossart Anwälte

Mit Kreativität zur digitalen Mündigkeit

Gefördert von der Jakob und Emma Windler-Stiftung

«Digitale Mündigkeit» ist für das Leben in der Gesellschaft von Morgen eine wichtige Voraussetzung. Hierzu zählen nebst produktiven und kritisch-reflexiven Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien auch die sogenannten «nicht-automatisierbaren Fähigkeiten». Kreativität, Problemlöse- und Kollaborationsfähigkeiten haben inzwischen den Status von Kulturtechniken und müssen daher frühzeitig in der Schule gefördert werden. In diesem Kooperationsprojekt des IDEE-FHS mit der Pädagogischen Hochschule Thurgau wird der «Maker-Ansatz» aus dem ausserschulischen Bereich auf die Volksschule übertragen und neigungsorientiertes, kreatives Tüfteln mit digitalen und analogen Verfahren mit der Vermittlung von Medien- und Informatikkompetenzen im Sinne des Lehrplan 21 verknüpft. An einer Pilotschule wird gemeinsam mit den Lehrpersonen vor Ort ein MakerSpace eingerichtet und in fächerübergreifenden Lernarrangements betrieben. Das Geschehen vor Ort wird vom Projektteam begleitet und ausgewertet.

Besuchen Sie die Webseite: www.makerspace-schule.ch

Gefördert von der KTI (heute Innosuisse)

Das Projekt schafft die technischen Grundlagen für die erstmalige industrielle Fertigung von grossflächigen, dreidimensional umformbaren Sensornetzwerken für den wachsenden Markt der Smart Fabrics. Neben der Entwicklung geeigneter Sensormodule werden die Herstellung textiler Schaltkreise sowie die robuste Verbindung der Sensoren und Schaltkreisen erarbeitet.

Gefördert von der KTI (heute Innosuisse)

Im Forschungsprojekt «Idea Validation Instrument - IVI» wird der Prototyp eines softwaregestützten Instruments entwickelt. Dieser ermöglicht es, Informationen zu Innovationsideen systematisch zu erfassen, aufzubereiten und zu visualisieren. Damit können in einer frühen Phase des Innovationsprozesses validere Entscheidungen gefällt werden, als dies mit heutigen Instrumenten möglich ist.

Gefördert von der KTI (heute Innosuisse)

Das Projekt entwickelte ein generisches Visualisierungssystem, das Unternehmen befähigt Organisationsstrukturen und Geschäftsprozesse auf der Basis des wissenschaftlich fundierten aber in der unternehmerischen Praxis zu komplexen «Viable System Models» abzubilden und an Geschäftsmodelle anzuknüpfen. Ein solches Visualisierungssystem ermöglicht Unternehmen selbstständig und kosteneffizient komplexe Strukturen bzw. Prozesse zu analysieren, optimieren, gestalten und kommunizieren. 

Gefördert von der Gebert Rüf Stiftung

Das Projekt orientiert sich am Bedarf einer fassbaren Standortattraktivität und Vergleichsmöglichkeiten zwischen Gemeinden, stellt dabei aber als Kontrast und Ergänzung zu den bestehenden Rankings die qualitative Einschätzung der jeweiligen Einwohnerinnen und Einwohner ins Zentrum. Die Attraktivität von Gemeinden wird heutzutage über Kennzahlen bewertet und in nationalen Rankings medienwirksam publiziert. Das Projekt «Lebensqualitätsindex für Gemeinden» trägt dem Wunsch nach einer fassbaren Standortattraktivität und dem Vergleich zwischen Gemeinden Rechnung, stellt dabei aber als Kontrast und Ergänzung zu den bestehenden Rankings die qualitative Einschätzung der Einwohnerinnen und Einwohner ins Zentrum. Dadurch erhalten die Gemeindebehörden ein neues Instrument für eine differenzierte Erhebung und Gegenüberstellung ihrer Standortattraktivität in die Hand.

Gefördert von der KTI (heute Innosuisse)

Zur kreativen Auseinandersetzung mit strategischen Fragestellungen wurde ein interaktives Kollaborationsinstrument entwickelt, das einem erweiterten Managementteam zur Verfügung gestellt wurde. Zentrales Element dieses Instruments bildet ein Unternehmenssimulator, der als Katalysator zur Identifizierung bisher übersehener Handlungsoptionen dient, welche damit analysiert, bewertet und kommuniziert werden können. Resultat war ein halbes Dutzent ausgearbeitete, innovative Geschäftsmodelle, die auf eine breite Unterstützungsbasis bei den Entscheidungsträgern zählen durften.

Initiative zur Stärkung des Wirtschaftsraumes St.Gallen-Bodensee

Gefördert von der Raiffeisen Schweiz, der IGP Pulvertechnik AG sowie der FHS St.Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften

Die Initiative Momentum Ost ist zum zweiten Mal durchgeführt worden. Dieses Jahr haben Mitarbeitende und Unternehmen Ideen zum gesellschaftlichen Engagement gesucht. Das Ziel der Initiative Momentum Ost war es, Unternehmen, Organisationen und Mitarbeitende zu motivieren, ihr gesellschaftliches Engagement zu verstärken und dadurch zu einer starken Region Ostschweiz beizutragen. Die Mitarbeitenden und Unternehmen wurden im Laufe der Initiative für den Wert der Freiwilligenarbeit für die Region sensibilisiert. Schliesslich galt es, ein Zusammengehörigkeitsgefühl und ein Selbstbewusstsein bei den Unternehmen wie auch bei den Mitarbeitenden der Region zu entwickeln, um mit Zuversicht in die Zukunft blicken zu können.

Besuchen Sie die Webseite und lassen Sie sich von den Ideen inspirieren: www.momentum-ost.ch