Am 18. August 2026 sprach Simone Eicher, Leiterin des Kompetenzzentrums Technologische Innovationen und Altern am Institut für Altersforschung (IAF) der OST, im Altersheim Rotmonten über Chancen und Grenzen technologischer Innovationen im Alter. Im Zentrum des Vortrags stand die Frage, welche Technologien älteren Menschen bereits heute einen konkreten Nutzen bieten und warum viele Entwicklungen trotz grosser Erwartungen den Weg in den Alltag nicht schaffen.
Anhand von Beispielen aus Forschung und Praxis stellte die Referentin unter anderem Notrufsysteme, Smart-Home-Anwendungen, Sprachassistenten, Robotertiere sowie digitale Gesundheitslösungen vor. Dabei zeigte sie auf, dass Technologie insbesondere dann erfolgreich ist, wenn sie einfach nutzbar ist, einen erkennbaren Mehrwert schafft und die Bedürfnisse der Anwenderinnen und Anwender berücksichtigt.
Ein zentrales Thema des Abends war die Diskrepanz zwischen technologischen Versprechen und der tatsächlichen Alltagstauglichkeit. Viele Innovationen werden in Medien und Marketing als Lösungen für grosse gesellschaftliche Herausforderungen präsentiert. Ob sie sich langfristig durchsetzen, hängt jedoch weniger von ihrer technischen Leistungsfähigkeit als von ihrer praktischen Einbettung in den Alltag ab.
In der anschliessenden Fragerunde diskutierten die Teilnehmenden engagiert über digitale Kompetenzen, Datenschutz sowie die Rolle von Künstlicher Intelligenz und Robotik in einer alternden Gesellschaft. Die Veranstaltung bot damit Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen differenziert zu betrachten und Technologien nicht nur nach ihrem Innovationsgrad, sondern vor allem nach ihrem Nutzen für die Menschen zu beurteilen.

