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Exkursion in die ehemaligen SBB-Werkstätten in Zürich

19.10.2026

Wie lassen sich bestehende Stadtstrukturen transformieren und für neue Nutzungen öffnen? Dieser Frage gingen Studierende des MSE ReLa am Freitag, 2. Oktober 2026 bei einer Exkursion in die sogenannte «Werkstadt Zürich» nach. Im Rahmen des Seminars «Theorien und Methoden der Raumforschung» erhielten sie Einblicke in unterschiedliche planerische Ansätze und die praktische Umsetzung von Stadtumbauprojekten.

Wie lassen sich bestehende Stadtstrukturen weiterentwickeln und für neue Nutzungen öffnen? Studierende des MSE Raumentwicklung und Landschaftsarchitektur gingen dieser Frage in den ehemaligen SBB-Werkstätten in Zürich und im Austausch mit zwei dort ansässigen Planungsbüros nach. Bei S2L Landschaftsarchitektur und Städtebau sowie Baubüro in situ / Denkstatt lernten sie unterschiedliche Zugänge zur Transformation bestehender Stadtstrukturen kennen. Die Exkursion im EVA-Modul «Theorien und Methoden der Raumforschung» lieferte zugleich wichtige Impulse für die eigenen Projektarbeiten im RE: CH Stadtlabor Basel.
 

Zwei Zugänge zur Transformation

Wie unterschiedlich Stadtumbau gedacht und umgesetzt werden kann, zeigten die beiden Planungsbüros, die auf dem Areal der heutigen «Werkstadt Zürich» arbeiten.

Bei S2L Landschaftsarchitektur und Städtebau gab Mitgründer und Partner Daia Stutz Einblick in die Arbeitsweise des Büros. Am Beispiel des Dreispitz-Areals Basel/Münchenstein zeigte er, welche Rolle Freiräume in langfristigen Transformationsprozessen spielen können. Mit dem Projekt «Gleispool» wurde zugleich deutlich, wie solche Konzepte schrittweise konkretisiert und umgesetzt werden können. Im Mittelpunkt standen damit nicht nur räumliche Entwürfe, sondern auch die Frage, wie Transformationsprozesse über längere Zeiträume begleitet und weiterentwickelt werden.

Anschliessend führte Leon Gloor vom Baubüro in situ / Denkstatt die Studierenden durch die ehemaligen SBB-Werkstätten. Auf dem Areal wird unmittelbar sichtbar, wie bestehende Gebäude weitergenutzt, neue Nutzungen integriert und Veränderungen Schritt für Schritt ermöglicht werden können. Das Beispiel zeigt, dass Stadtumbau nicht allein über einen fertigen Masterplan entsteht, sondern wesentlich durch Prozesse, Akteure und die Weiterentwicklung des Bestehenden geprägt wird.
 

Von Zürich ins Stadtlabor Basel

Diese Verbindung von räumlichem Entwurf, Prozessgestaltung und Umsetzung steht auch im Mittelpunkt des RE: CH Stadtlabors Basel. Die Studierenden übertragen die Beobachtungen aus Zürich auf ihre eigenen Projekte in der Region Basel: Welche bestehenden Strukturen bieten Potenzial für Weiterentwicklung? Wo entstehen Nutzungskonflikte? Welche Akteure und Instrumente können Veränderungen anstossen? Und wie lassen sich Transformationsprozesse gestalten, die auf vorhandenen Qualitäten aufbauen?

Die Exkursion verbindet damit theoretische Auseinandersetzung, Planungspraxis und eigene Projektarbeit. Sie zeigt zugleich, wie Stadtumbau im MSE Raumentwicklung und Landschaftsarchitektur an konkreten Orten untersucht, mit Fachpersonen aus der Praxis diskutiert und in eigenen planerischen Ansätzen weitergedacht wird.