News «Angewandte Künstliche Intelligenz»
Alle Neuigkeiten zum interdisziplinären Schwerpunkt «Angewandte Künstliche Intelligenz» an der OST – Ostschweizer Fachhochschule.
Kooperation treibt Innovation voran
«Wer nicht kooperiert, verliert den Zugang zu Wissen, Märkten und Talenten», sagte Michael Auer, Präsident des Hochschulrats der OST, am Technologietag 2026. Unter dem Motto «Kooperation als Motor für Innovation» stand die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Unternehmen und weiteren Akteuren im Innovationssystem im Zentrum des Technologietags.
Auch Hubert Büchel, Regierungsrat des Fürstentums Liechtenstein, betonte die Bedeutung von Partnerschaften. Gerade kleinere Wirtschaftsstandorte wie Liechtenstein seien darauf angewiesen, Kompetenzen zu bündeln und Wissen rasch auszutauschen. Institutionen wie die OST, RhySearch oder der Switzerland Innovation Park Ost würden dabei eine wichtige Rolle spielen, indem sie Forschung und Praxis miteinander verbinden.
«Die Schweiz ist zwar Innovationsweltmeisterin, doch die Entwicklung ist nicht in allen Wirtschaftsklassen so rosig»
Dr. Claudia Schärer, Leiterin Foresight der SATW
Weniger Forschung und Entwicklung in Unternehmen
Die Schweiz gehört weiterhin zu den innovativsten Ländern der Welt. Gleichzeitig nimmt der internationale Wettbewerb zu. Prof. Dr. Martin Wörter von der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich zeigte auf, dass andere Länder ihre Innovationskraft gezielt stärken und Schweizer Unternehmen mit steigenden Kosten, Fachkräftemangel und regulatorischen Anforderungen konfrontiert sind.
Immer weniger Firmen in der Schweiz betreiben eigene Forschung und Entwicklung. Zu diesem Schluss kommen sowohl Analysen der KOF als auch die Innovationskraftanalyse der SATW. «Die Schweiz ist zwar Innovationsweltmeisterin, doch die Entwicklung ist nicht in allen Wirtschaftsklassen so rosig», sagte Dr. Claudia Schärer, Leiterin Foresight der SATW. Um die Innovationsfähigkeit langfristig zu sichern, empfiehlt die SATW mehr Vernetzung, Technologietransfer und eine stärkere Innovationskultur in Unternehmen.
Photonik gewinnt an Bedeutung
Ein wichtiger Treiber des Innovationsdrucks ist derzeit die Künstliche Intelligenz. Ihr Aufstieg erhöht die Nachfrage nach schnelleren und energieeffizienteren Systemen. Prof. Dr. Kirsten Moselund vom Paul Scherrer Institut PSI erläuterte, dass der steigende Energiebedarf von KI-Anwendungen neue Lösungen erfordert. Grosses Potenzial sieht sie in der Photonik: Lichtbasierte Technologien könnten künftig dazu beitragen, Daten energieeffizienter zu übertragen und zu verarbeiten. Dafür seien zusätzliche Fachkräfte und leistungsfähige Forschungsinfrastrukturen notwendig.
«Ideen sind die Basis, aber bis zur Innovation braucht es noch viel mehr. Wie der Titel der Veranstaltung sagt, ist Vernetzung der Motor für Innovation.»
Prof. Dr. Knut Siercks, Leiter des Departements Technik der OST
Impulse für Forschung und Praxis
Am Morgen des Technologietags wurde die Lancierung des Sensor Innovation Hub gemeinsam von der OST, dem Switzerland Innovation Park Ost und RhySearch gefeiert. Die Initiative stärkt den Technologietransfer im Bereich miniaturisierter Produkte wie Industriesensoren und Gesundheitstechnik.
In vier Technologie-Blöcken erhielten die Teilnehmenden des Technologietags zudem Einblicke in aktuelle Entwicklungen aus den Bereichen Precision Photonics, Prozessinnovation für moderne Sensortechnologien, Medizintechnik sowie Robotics. Für Prof. Dr. Knut Siercks, Leiter des Departements Technik der OST, war die zentrale Erkenntnis des Tages klar: «Ideen sind die Basis, aber bis zur Innovation braucht es noch viel mehr. Wie der Titel der Veranstaltung sagt, ist Vernetzung der Motor für Innovation.»





