Das Masterprofil Raumentwicklung und Landschaftsarchitektur stärkt mit der neuen Reihe «RE: CH» die praxisorientierte Ausbildung. Kernstück dieses Konzepts ist die Arbeit in einem realen «Stadtlabor», das den inhaltlichen Rahmen für die Projekt- und Masterarbeiten des jeweiligen Studienjahrs bildet. Im Zentrum stehen dabei Prozesse des Stadtumbaus und der räumlichen Transformation. Dabei verbindet das Format wissenschaftliches Arbeiten mit konkreten Herausforderungen aus der Planungspraxis: Die Studierenden erhalten Einblicke in laufende Planungs- und Entwicklungsprozesse und setzen sich mit realen Projektgebieten auseinander.
Reale Fragestellungen am Beispiel Basel
Im Studienjahr 2026/27 richtet sich der Blick auf die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Die eng verflochtene Region bietet ein besonders vielfältiges Labor für aktuelle Fragen der Raumentwicklung. Siedlungsentwicklung, Wirtschaft, Mobilität und Landschaft reichen längst über Kantons- und Landesgrenzen hinaus. Gleichzeitig gilt es, Verdichtung und wirtschaftliche Entwicklung mit Klimaanpassung, Freiraumversorgung und dem Erhalt zusammenhängender Landschaftsräume zu verbinden. Die Arbeiten der Studierenden bewegen sich in vier Themenfeldern:
- die resiliente Stadtlandschaft
- die produktive Stadt
- die inklusive Stadt
- die Stadt in der Region
Das Spektrum reicht damit von Biodiversität, Freiraum und Verkehrswende über Verdichtung und urbane Produktion bis zu Wohnen, sozialer Infrastruktur und der trinationalen Verflechtung von Basel, Freiburg und Mulhouse.
Inputs von renomierten Profis
Den Auftakt bildet am 18. September 2026 ein gemeinsamer Exkursions- und Workshoptag in Basel. Nach einem Besuch des Stadtmodells mit Kantonsplaner Martin Sandtner erkunden die Studierenden verschiedene Transformationsareale. Gemeinsam mit der Gastdozentin Ariane Widmer, ehemalige Kantonsplanerin des Kantons Genf, werden die Beobachtungen anschliessend analysiert, verglichen und zu ersten Hypothesen weiterentwickelt. Weitere Workshops und Präsentationen begleiten die Arbeiten bis zur gemeinsamen Schlusspräsentation im Januar 2027.
