Forscherinnen, Gründerinnen, Führungskräfte: Bereits zum zweiten Mal stellen das ETH AI Center und die Greater Zurich Area in ihrem Report «Top 100+ Women in AI, Data & Robotics» Frauen vor, die das Schweizer KI-Ökosystem prägen. Das Thema Robotics wurde dieses Jahr ergänzt. Denn ein Grossteil der europäischen Physical AI entstehe in der Schweiz, heisst es auf der Website zum Bericht.
Unter den rund 50 aufgeführten Akademikerinnen ist auch Katrin Lohan. Sie ist Professorin für Robotik und Automation und leitet das EMS Institut für Entwicklung Mechatronischer Systeme der OST – Ostschweizer Fachhochschule am Campus Buchs.
Für eine sichere Mensch-Robotik-Interaktion
Katrin Lohans Spezialgebiet ist die Mensch-Roboter-Interaktion. Ihr Team am EMS entwickelt Roboter, die menschliche Anweisungen verstehen, aus Vorführungen lernen und ihr Verhalten an neue Situationen anpassen. Zuletzt widmet sich Katrin Lohan Vision-Language-Action-Modellen: Diese setzen gesprochene Befehle und visuelle Informationen unmittelbar in Bewegungen um, ohne dass jeder Handgriff einzeln programmiert werden muss. Als Wissenschaftlerin verbindet sie maschinelles Lernen, Embodied AI und die Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Das Ziel sind Roboter, die ihre Umgebung einschätzten und sicherer und natürlicher mit ihrem menschlichen Gegenüber kooperieren.
Als Professorin teilt Katrin Lohan ihr Wissen mit Studierenden der OST und begleitet sie in ihrer Ausbildung zu Ingenieurinnen und Ingenieuren.
Chancen zeigen, die Technologie bietet
Unter den über 100 prägenden Frauen der Schweizer KI-, Daten- und Robotikszene genannt zu werden, freue und ehre sie sehr, sagt sie. «Noch wichtiger ist mir, mit solchen Initiativen junge Menschen zu inspirieren und ihnen zu zeigen, welche Chancen Technologie bietet – unabhängig von Geschlecht oder Herkunft. Denn unsere Zukunft braucht neugierige Köpfe, Mut und vielfältige Ideen.»
