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Kooperation treibt Innovation voran

12.06.2026

Am Technologietag 2026 der OST – Ostschweizer Fachhochschule in Buchs drehte sich alles um die Frage, wie Innovationen entstehen. Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung, Wirtschaft und Politik diskutierten die Bedeutung von Kooperationen und zeigten auf, welche Technologien die Zukunft prägen werden.

Michael Auer bei seiner Präsentation am Technologietag 2026 in Buchs.
Michael Auer, Präsident des Hochschulrats der OST – Ostschweizer Fachhochschule, betonte die Bedeutung der Kooperation für Hochschulen und die Industrie am Technologietag 2026.
Hubert Büchel, Regierungsrat des Fürstentums Liechtenstein, präsentiert am Technologietag 2026.
Liechtenstein ist unter anderem dank Partnerschaften einer der innovativsten Wirtschafsstandorte Europas, wie Hubert Büchel, Regierungsrat des Fürstentums Liechtenstein, aufzeigte.
Prof. Dr. Martin Wörter, Bereichsleiter Innovationsökonomie der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich, hält eine Präsentation am Technologietag 2026.
Der globale Innovationswettbewerb hat sich intensiviert. Prof. Dr. Martin Wörter, Bereichsleiter Innovationsökonomie der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich, beschrieb die Herausforderungen des Schweizer Innovationssystems.
Dr. Claudia Schärer, Leiterin Foresight der SATW, bei ihrer Präsentation am Technologietag 2026.
Dr. Claudia Schärer, Leiterin Foresight der SATW, stellte die Innovationskraftanalyse des SATW vor – eine vertiefte Untersuchung der produzierenden Industrie in der Schweiz.
Prof. Dr. Kirsten Moselund, Leiterin des Laboratory for Nano and Quantum Technologies am PSI, hält eine Präsentation am Technologietag 2026.
KI erhöht die Nachfrage nach schnelleren und energieeffizienteren Systemen. Prof. Dr. Kirsten Moselund, Leiterin des Laboratory for Nano and Quantum Technologies am PSI, erklärte, welche neuen Lösungen die Photonik bietet.

«Wer nicht kooperiert, verliert den Zugang zu Wissen, Märkten und Talenten», sagte Michael Auer, Präsident des Hochschulrats der OST, am Technologietag 2026. Unter dem Motto «Kooperation als Motor für Innovation» stand die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Unternehmen und weiteren Akteuren im Innovationssystem im Zentrum des Technologietags.

Auch Hubert Büchel, Regierungsrat des Fürstentums Liechtenstein, betonte die Bedeutung von Partnerschaften. Gerade kleinere Wirtschaftsstandorte wie Liechtenstein seien darauf angewiesen, Kompetenzen zu bündeln und Wissen rasch auszutauschen. Institutionen wie die OST, RhySearch oder der Switzerland Innovation Park Ost würden dabei eine wichtige Rolle spielen, indem sie Forschung und Praxis miteinander verbinden.

«Die Schweiz ist zwar Innovationsweltmeisterin, doch die Entwicklung ist nicht in allen Wirtschaftsklassen so rosig»

Dr. Claudia Schärer, Leiterin Foresight der SATW

Weniger Forschung und Entwicklung in Unternehmen

Die Schweiz gehört weiterhin zu den innovativsten Ländern der Welt. Gleichzeitig nimmt der internationale Wettbewerb zu. Prof. Dr. Martin Wörter von der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich zeigte auf, dass andere Länder ihre Innovationskraft gezielt stärken und Schweizer Unternehmen mit steigenden Kosten, Fachkräftemangel und regulatorischen Anforderungen konfrontiert sind.

Immer weniger Firmen in der Schweiz betreiben eigene Forschung und Entwicklung. Zu diesem Schluss kommen sowohl Analysen der KOF als auch die Innovationskraftanalyse der SATW. «Die Schweiz ist zwar Innovationsweltmeisterin, doch die Entwicklung ist nicht in allen Wirtschaftsklassen so rosig», sagte Dr. Claudia Schärer, Leiterin Foresight der SATW. Um die Innovationsfähigkeit langfristig zu sichern, empfiehlt die SATW mehr Vernetzung, Technologietransfer und eine stärkere Innovationskultur in Unternehmen.

Photonik gewinnt an Bedeutung

Ein wichtiger Treiber des Innovationsdrucks ist derzeit die Künstliche Intelligenz. Ihr Aufstieg erhöht die Nachfrage nach schnelleren und energieeffizienteren Systemen. Prof. Dr. Kirsten Moselund vom Paul Scherrer Institut PSI erläuterte, dass der steigende Energiebedarf von KI-Anwendungen neue Lösungen erfordert. Grosses Potenzial sieht sie in der Photonik: Lichtbasierte Technologien könnten künftig dazu beitragen, Daten energieeffizienter zu übertragen und zu verarbeiten. Dafür seien zusätzliche Fachkräfte und leistungsfähige Forschungsinfrastrukturen notwendig.

«Ideen sind die Basis, aber bis zur Innovation braucht es noch viel mehr. Wie der Titel der Veranstaltung sagt, ist Vernetzung der Motor für Innovation.»

Prof. Dr. Knut Siercks, Leiter des Departements Technik der OST

Impulse für Forschung und Praxis

Am Morgen des Technologietags wurde die Lancierung des Sensor Innovation Hub gemeinsam von der OST, dem Switzerland Innovation Park Ost und RhySearch gefeiert. Die Initiative stärkt den Technologietransfer im Bereich miniaturisierter Produkte wie Industriesensoren und Gesundheitstechnik.

In vier Technologie-Blöcken erhielten die Teilnehmenden des Technologietags zudem Einblicke in aktuelle Entwicklungen aus den Bereichen Precision Photonics, Prozessinnovation für moderne Sensortechnologien, Medizintechnik sowie Robotics. Für Prof. Dr. Knut Siercks, Leiter des Departements Technik der OST, war die zentrale Erkenntnis des Tages klar: «Ideen sind die Basis, aber bis zur Innovation braucht es noch viel mehr. Wie der Titel der Veranstaltung sagt, ist Vernetzung der Motor für Innovation.»