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OST erforscht Sauerstofftherapie bei COPD

28.07.2026

Kann zusätzlicher Sauerstoff die Rehabilitation von Menschen mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) wirksamer machen? Dieser Frage gehen Physiotherapie-Studierende der OST – Ostschweizer Fachhochschule gemeinsam mit einem internationalen Forschungsteam in Kirgisistan nach. Die Studie verbindet praxisnahe Ausbildung mit internationaler Forschung und soll die Behandlung von COPD langfristig verbessern.

Eine Physiotherapie-Studentin der OST begleitet einen Studienteilnehmer während der Rehabilitation in Kirgisistan.
Lea Hiltbrunner führt das Assessment auf dem Hometrainer durch.
Gruppenfoto des internationalen Forschungsteams der COPD-Studie in Kirgisistan.
Das internationale Forschungsteam der klinischen COPD-Studie in Kirgisistan.

Schadstoffe belasten die Atemwege

COPD zählt weltweit zu den häufigsten chronischen Lungenerkrankungen. In Kirgisistan tragen neben Zigarettenrauch auch Luftverschmutzung, Staub sowie Rauch von Öfen und offenen Feuerstellen wesentlich zur Erkrankung bei. Genau dort setzt das internationale Forschungsprojekt an. Gemeinsam mit lokalen Ärztinnen und Ärzten untersuchen Physiotherapie-Studierende der OST, ob zusätzlicher Sauerstoff die pulmonale Rehabilitation wirksamer macht. Die klinische Studie steht unter der Leitung von Dr. Stéphanie Saxer, Dozentin an der OST, und wird unter anderem von der Lungenliga Ost unterstützt.

«Das Forschungsprojekt ist ideal, um den Studierenden eine Perspektive nach dem Studium aufzuzeigen und sie für eine Tätigkeit im Bereich der Forschung zu motivieren.»

Spencer Rezek, Klinischer Spezialist Pneumologie

Studierende forschen vor Ort in Kirgisistan

Für die Studierenden bietet das Projekt weit mehr als einen Einblick in die Forschung. Während acht Wochen arbeiten sie direkt mit Patientinnen und Patienten, führen Untersuchungen durch und begleiten die Rehabilitation. So erleben sie wissenschaftliches Arbeiten unter realen Bedingungen und sammeln wertvolle internationale Erfahrungen.

Spencer Rezek, klinischer Spezialist am Kantonsspital Winterthur, Physiotherapeut und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der OST, begleitet die Studierenden vor Ort. Er sagt: «Das Forschungsprojekt ist ideal, um den Studierenden eine Perspektive nach dem Studium aufzuzeigen und sie für eine Tätigkeit im Bereich der Forschung zu motivieren.» 

Was zusätzlicher Sauerstoff bewirkt

Die ersten Beobachtungen zeigen, dass die pulmonale Rehabilitation den Teilnehmenden unabhängig von der Studiengruppe hilft. Viele gewinnen Vertrauen in ihren Körper zurück und können ihren Alltag wieder aktiver gestalten. Ob zusätzlicher Sauerstoff während des Trainings diesen Effekt weiter verbessert, wird nach Abschluss der Datenauswertung in der Schweiz beantwortet.

Das Projekt leistet gleichzeitig einen Beitrag zum Wissensaustausch zwischen der Schweiz und Kirgisistan. Neben neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen stärkt es die Rehabilitation vor Ort und vermittelt den Studierenden wichtige Kompetenzen für ihre berufliche Zukunft. Das Video im Beitrag gibt Einblicke in die Forschung, die Zusammenarbeit und den Alltag der Beteiligten.