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Auftakt zum Stadtlabor Basel: Transformation vor Ort verstehen

25.09.2026

Im ersten Workshop des «Stadtlabor Basel» beschäftigten sich die Studierenden des MSE ReLa direkt vor Ort mit dem Stadtumbau in Basel. Unter Anleitung von Martin Sandtner, Kantonsplaner Basel-Stadt und Ariane Widmer, ehemalige Kantonsplanerin Genf, besuchten sie ausgewählte Transformationsareale, untersuchten unterschiedliche Prozesse des Stadtumbaus und setzten diese in Beziehung zu den vier Themenfeldern des Stadtlabors.

Mit dem Basel Kantonsplaner unterwegs

Der erste Workshop des «Stadtlabor Basel» führte die Studierenden am Freitag, 18. September 2026 mitten hinein in aktuelle Transformationsprozesse der Stadt. Zum Auftakt erhielten sie beim Besuch des Stadtmodells von Martin Sandtner, Kantonsplaner Basel-Stadt, einen Einblick in die räumliche Entwicklung Basels. Anschliessend erkundeten die Studierenden in Gruppen sechs ausgewählte Transformationsareale und deren Umfeld. 
 

Workshop mit Ariane Widmer

Am Nachmittag versammelten sich die Studierenden zum eigentlichen Workshop im K-Haus, einem Kultur- und Begegnungszentrum im frisch renovierten Hauptbau der ehemaligen Kaserne von Basel. Nach einem Referat von Ariane Widmer, der Ex-Kantonsplanerin von Genf, setzten sie sich vertieft mit den Arealen auseinander, die sie am Vormittag besichtigt hatten. 

Im Zentrum stand die Frage, wie und warum sich diese Areale verändern und welche räumlichen, gesellschaftlichen und institutionellen Dynamiken dabei wirksam werden. Die Studierenden untersuchten unter anderem die Ausgangslage und Geschichte der Areale, beteiligte Akteure und Governance-Strukturen sowie bestehende Ziel- und Nutzungskonflikte. Durch den Vergleich der unterschiedlichen Gebiete wurden verschiedene Transformationslogiken sichtbar und übergeordnete Herausforderungen für den Stadtumbau in Basel herausgearbeitet.
 

Die vier Perspektiven des Stadtlabors

Eine besondere Rolle spielten dabei die vier Perspektiven des Stadtlabors: «Produktive Stadt», «Resiliente Stadtlandschaft», «Inklusive Stadt» und «Stadt in der Region». Sie dienten als Analyseraster, um Fragen zu Nutzungsmischung und Arbeitsplätzen, Klima und Biodiversität, Teilhabe und Verdrängung sowie zur regionalen Vernetzung miteinander zu verknüpfen. 

Zum Abschluss formulierten die Gruppen erste Transformationshypothesen, zentrale Konflikte und weiterführende Forschungsfragen. Die Erkenntnisse des Workshops bilden damit eine Grundlage für die weitere Projektarbeit im Stadtlabor Basel, die bei einem zweiten Workshop am OST-Campus in Rapperswil-Jona Anfang November weiter geht und dann im Januar 2027 mit einer Schlusspräsentation abgerundet wird.