Bei der Startveranstaltung mit der neuen Partnerstadt Kreuzlingen gab Michael Schmidt, der Leiter der Kreuzlinger Bauverwaltung den Studierenden einen vielseitigen Einblick in die Thurgauer Kleinstadt an der Grenze zu Deutschland. In seiner Präsentation vermittelte er ein Bild der heutigen Situation und sprach aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen an. Diese bilden den Ausgangspunkt für die Aufgabenstellungen im Herbstsemester 2026 und Frühlingssemester 2027.
Geprägt von Grenzen und Verbindungen
Besonders interessant ist die räumliche Situation Kreuzlingens: Die Stadt liegt unmittelbar am Bodensee – doch wo und wie ist der See im Alltag tatsächlich erlebbar? Zwischen Stadtzentrum und See liegen unterschiedliche Nutzungen, Infrastrukturen und räumliche Barrieren, wodurch die Verbindung zum Wasser nicht selbstverständlich ist. Gleichzeitig orientiert sich Kreuzlingen, das unmittelbar an der deutschen Grenze liegt stark am benachbarten Konstanz, das in vielerlei Hinsicht als übergeordnetes Zentrum wirkt. Die Verflechtungen und Einflüsse über die Landesgrenze hinweg prägen Kreuzlingen stark.
Ein spannendes Arbeitsfeld fürs Studium
Für die Studierenden entsteht aus dieser Gesamtsituation, die von Grenzen und Übergängen geprägt ist, ein spannendes Arbeitsfeld: Wie lassen sich Stadt, See, Bildungsstandort und die grenzüberschreitende Beziehung zu Konstanz neu lesen und stärker miteinander verbinden? Welche Wege, Übergänge und Nutzungen könnten dazu beitragen, die vorhandenen Qualitäten sichtbarer und zugänglicher zu machen? Mit diesen und weiteren Fragestellungen werden sie sich in den kommenden zwei Semestern auseinandersetzen und daraus eigene Ansätze für die zukünftige Entwicklung Kreuzlingens erarbeiten.
