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Webtool für personalisierte Strickwaren

02.07.2026

Das ESA Institut für Elektronik, Sensorik und Aktorik hat für den Aargauer Textilunternehmer Urs Landis einen webbasierten Design-Konfigurator entwickelt. Mit diesem können Kundinnen und Kunden individuelle Kartenausschnitte wählen. Auf dieser Grundlage produziert Urs Landis in seiner Strickerei in Turgi Topodeckis und Toposchals.

Urs Landis steht in seiner Strickerei neben einer Strickmaschine mit Fäden in verschiedenen Farben. Um seinen Hals trägt er einen rot-weissen Schal gewickelt.
Urs Landis steht neben einer seiner fünf Strickmaschinen in Turgi.
Samuel Kranz und René Pawlitzek vom ESA Institut für Elektronik, Sensorik und Aktorik stehen nebeneinander auf einem Platz. Im Hintergrund ist das OST-Gebäude in Buchs zu sehen.
Samuel Kranz und René Pawlitzek vom ESA Institut für Elektronik, Sensorik und Aktorik vor dem OST-Campus in Buchs.

Personalisierte Decken und Schals

Eine kuschelige Decke mit dem Flusslauf des Rheins, ein wärmender Schal mit den Strassen der Stadt St.Gallen: Im Webshop von Urs Landis Strickwaren kann die Kundschaft mit wenigen Klicks Textilprodukte mit dem gewünschten Ausschnitt und Zoomfaktor auswählen. Nach getätigter Bestellung erhält Urs Landis in seiner Strickerei am Bahnhof Turgi eine Datei, die seine Strickmaschinen verarbeiten können. Beginnen die über 1000 Nadeln der Strickmaschine mit der Arbeit, ist eine Decke nach zwei Stunden und ein Schal nach einer halben Stunde versandbereit. 

Eine webbasierte Lösung

Die Textilindustrie ist üblicherweise auf grosse Stückzahlen und wenig Variantenvielfalt ausgelegt – technisch wie wirtschaftlich. Im Fall von Topodecki und Toposchal ist jedoch jedes Produkt ein Unikat. Die OST – Ostschweizer Fachhochschule hat diesen Spagat für Urs Landis geschafft. Das ESA Institut für Elektronik, Sensorik und Aktorik hat eine Architektur entworfen und ein Plugin für Landis’ Webshop programmiert. Der Clou dabei: Der Design-Konfigurator verwendet das Swisstopo Kartenmaterial des Bundesamts für Landestopografie, das stets auf dem neuesten Stand ist.

Ein gelungenes Beispiel

René Pawlitzek, Professor für Informatik am ESA, sieht in der Weblösung für den Ein-Mann-Textilbetrieb aus Turgi ein gelungenes Beispiel dafür, wie die Digitalisierung und Automatisierung in einem jahrhundertealten Handwerk wirken können. «Wir haben für ein konkretes Problem eine optimale Lösung gefunden», sagt Pawlitzek und freut sich, dass damit auch die Wertschöpfung in der Schweiz gestärkt wird.

Urs Landis stellt seine neue Weblösung vor

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