Forschungsprojekt
Sensorbasiertes Feedback zur körperlichen Aktivität nach Schlaganfall – MoveITStroke APP
Schaffen wir es Menschen nach einem Schlaganfall zu unterstützten, langfristig körperlich aktiv zu bleiben?
Dieser Herausforderung stellen wir uns mit dem MoveITStroke-Projekt.
Nach einem Schlaganfall ist regelmässige körperliche Aktivität ein wichtiger Bestandteil der Sekundärprävention. Viele Betroffene sind nach dem Austritt aus der Rehabilitation jedoch deutlich weniger aktiv als empfohlen. Das Projekt untersucht, wie Aktivitätsdaten so aufbereitet und dargestellt werden können, dass sie für Menschen nach einem Schlaganfall verständlich, relevant und alltagsnah sind.
Hintergrund
Regelmässige körperliche Aktivität trägt nach einem Schlaganfall dazu bei, die Gesundheit und körperliche Funktionsfähigkeit langfristig zu erhalten und das Risiko für weitere Herz-Kreislauf-Ereignisse zu reduzieren. Gerade der Übergang von der stationären Rehabilitation zurück in den Alltag stellt jedoch eine Herausforderung dar: Bewegungsgewohnheiten müssen zunehmend selbstständig in den Alltag integriert werden.
Digitale Technologien und Aktivitätssensoren bieten die Möglichkeit, das eigene Bewegungsverhalten sichtbar zu machen und langfristig bei einem aktiven Lebensstil zu unterstützen. Damit solche Anwendungen tatsächlich einen Mehrwert bieten, müssen die dargestellten Informationen jedoch verständlich, relevant und an den Bedürfnissen der Betroffenen ausgerichtet sein.
Ziel
Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Prototyps einer webbasierten Anwendung, welche Daten zur körperlichen Aktivität nach einem Schlaganfall verständlich und nutzerfreundlich visualisiert.
Menschen nach einem Schlaganfall werden von Beginn an in die Entwicklung einbezogen. Gemeinsam wird untersucht, welche Informationen für sie relevant sind, welche Ziele im Alltag eine Rolle spielen und wie Aktivitätsdaten sinnvoll dargestellt werden können.
Langfristig soll daraus eine digitale Anwendung entstehen, die Menschen nach einem Schlaganfall dabei unterstützt, einen körperlich aktiven Lebensstil aufrechtzuerhalten und damit zur Sekundärprävention beizutragen.
Methode
Das Projekt folgt einem partizipativen Co-Design-Ansatz. Menschen nach einem Schlaganfall sowie Angehörige und TherapeutInnen werden in Workshops in die Entwicklung und iterative Weiterentwicklung des Prototyps einbezogen. Die Co-Design-Phase findet während der stationären Rehabilitation in der Rehaklinik Wald statt. Anschliessend erproben die Teilnehmenden den gemeinsam entwickelten Prototyp in ihrem häuslichen Alltag.
Das Projekt untersucht in dieser Entwicklungsphase nicht die Wirksamkeit der Anwendung auf das Bewegungsverhalten, sondern legt die Grundlage für eine spätere Intervention zur Förderung körperlicher Aktivität nach einem Schlaganfall.
Projektfinanzierung:
Das Projekt wird von der Schweizerischen Herzstiftung finanziell unterstützt
Kooperation:
- I3 - Institut für Interaktvie Informatik OST - Ostschweizer Fachhochschule
- Kliniken Valens

