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IRAP-Team am Cycling Research Board Annual Meeting in Gent

28.09.2026

Wie lässt sich das Velo im ländlichen Raum stärker als alltägliches Verkehrsmittel etablieren? Und wie können Daten dazu beitragen, die Sicherheit von Velofahrenden zu verbessern? Diese Fragen brachten Lena Ruegge und Rebecca Hunziker vom IRAP Institut für Raumentwicklung an das Cycling Research Board Annual Meeting 2026 in Gent.

Velofahren in Gent (Quelle: Eigene Aufnahme)
Velofahren in Gent (Quelle: Eigene Aufnahme)
Impressionen von der Konferenz (Quelle: Urban Cycling Institute, Matthew Bruno)
Impressionen von der Konferenz (Quelle: Urban Cycling Institute, Matthew Bruno)

Vom 16. bis 18. September 2026 trafen sich im belgischen Gent Forschende und Fachleute aus unterschiedlichen Disziplinen zum zehnten Cycling Research Board Annual Meeting (CRBAM). Die internationale Konferenz widmete sich der Veloforschung und setzte dabei bewusst auf Austausch und interaktive Formate: Neben Forschungsbeiträgen standen gemeinsame Diskussionen, Workshops und die Entwicklung neuer Forschungsfragen im Fokus.
 

Projekt zur Stärkung des Veloverkehrs im ländlichen Raum

Mit dabei waren auch Lena Ruegge und Rebecca Hunziker, zwei wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am IRAP Institut für Raumentwicklung. In ihrem Beitrag stellten die IRAP-Vertreterinnen Erkenntnisse aus dem Projekt «Velofreundliche Gemeinde» vor. In dessen Zentrum stand die Frage, wie die Veloförderung in kleineren Gemeinden und ländlichen Räumen gestärkt werden kann. Gerade in kleineren Gemeinden fehlen häufig die personellen Ressourcen für eine aktive Veloförderung. Gleichzeitig gibt es in der Bevölkerung oftmals keine etablierten Strukturen oder organisierten Gruppen, die sich für das Velo einsetzen. Dadurch ist das Velo im politischen und gesellschaftlichen Alltag vieler Gemeinden weniger präsent und sichtbar. Anhand des Projekts zeigte das IRAP auf, wie gezielte, möglichst rasch sichtbare Massnahmen, klare Verantwortlichkeiten und die Beteiligung lokaler Akteure dazu beitragen können, das Velo stärker auf die kommunale Agenda zu bringen und die Veloförderung langfristig zu verankern.
 

Kollaboratives Projekt zur Sicherheit von Velofahrenden

Einen zweiten Schwerpunkt bildete das Forschungsprojekt «Velosense», in dem das IRAP-Team mit dem ICAI Interdisciplinary Center for Artificial Intelligence, das ebenfalls an der OST – Ostschweizer Fachhochschule ansässig ist, zusammenarbeitete. Ein Vertreter des ICAI präsentierte an der Konferenz einen Ansatz, mit dem Überholabstände von Motorfahrzeugen sowie der Abstand von Velofahrenden zum Strassenrand mithilfe von Radar-, Video- und GPS-Daten erfasst und ausgewertet werden können. Ziel ist es, Veränderungen des Überholverhaltens beispielsweise vor und nach Anpassungen der Veloinfrastruktur messbar zu machen. Die anschliessende Diskussion bot Gelegenheit, die Ansätze mit der internationalen Forschungscommunity zu reflektieren und neue Impulse für die weitere Arbeit am IRAP mitzunehmen.