Millionen Batterien im falschen Kreislauf
Rund 30 Prozent der Gerätebatterien werden in der Schweiz nicht separat gesammelt. Viele davon überstehen die Verbrennung in Kehrichtverwertungsanlagen weitgehend unbeschädigt. Wegen ihres Stahlmantels gelangen sie anschliessend zusammen mit dem Eisenschrott in die weitere Verarbeitung.
Die Untersuchungen von BatZink zeigen: Jährlich gelangen Batterien mit einem Gesamtgewicht von rund 360 Tonnen in diesen KVA-Eisenschrott. Dadurch werden bis zu 110 Tonnen Zink und rund 40 000 Tonnen Schlacke unnötig in Stahlwerke geführt. Das Zink kann beim Einschmelzen nicht ausreichend zurückgehalten werden und gelangt in der Folge als Gas und Staub unkontrolliert in die Umwelt. Das Einatmen von zinkhaltigem Feinstaub verursacht gesundheitliche Probleme.
BatZink holt Wertstoffe zurück
Das UMTEC Institut für Umwelt- und Verfahrenstechnik der OST hat deshalb gemeinsam mit Behörden, Verbänden und Unternehmen der Schweizer Abfall- und Recyclingwirtschaft verschiedene Lösungen untersucht. Die entwickelten Verfahren trennen Batterien und Schlackenrückstände vor dem Einschmelzen vom Eisenschrott. So entsteht ein hochwertigerer Stahlschrott und die Belastung von Umwelt und Bevölkerung durch Zink wird reduziert. Die aussortierten Batterien werden bevorzugt dem Batterierecycling in der Schweiz zugeführt.
Weniger Umweltbelastung
Die Ökobilanz zeigt das Potenzial der neuen Aufbereitung. Je nach Bewertungsmethode reduziert sich die Umweltbelastung gegenüber dem Export und Einschmelzen von unbehandeltem KVA-Eisenschrott um rund 23 bis 30 Prozent. Dazu tragen weniger Zinkemissionen, weniger unnötige Transporte von Schlacke und die höhere Qualität des zurückgewonnenen Stahls bei.



