Forschungsprojekt
BatZink – Entfernung von zinkhaltigen Batterien und Verunreinigungen aus KVA-Eisenschrott
Bei der Aufbereitung von KVA-Schlacke werden Batterien aufgrund ihrer Hülle aus Stahl bei der magnetischen Trennung zusammen mit dem Eisenschrott ausgetragen. Dadurch gelangen zinkhaltige Batterien in die KVA-Eisenschrottfraktionen. Im Weiteren enthalten die Eisenschrottfraktionen ausserdem Anhaftungen von mineralischer Schlacke. Beim anschliessenden Einschmelzen des Schrotts in Stahlwerken führen diese Verunreinigungen zu einer erhöhten Zinkbelastung und damit zu zusätzlichen Emissionen und Abfallfraktionen. Ziel des Projekts BatZink war deshalb, die Batteriebelastung des schweizerischen KVA-Eisenschrotts zu reduzieren und dessen Qualität für die stoffliche Verwertung zu verbessern. Das Ziel war, sämtliche KVA-Eisenschrottfraktionen mindestens zur Schrottsorte E46 aufzuarbeiten.
Im Rahmen des Projekts wurden die Eisenschrottfraktionen von sechs verschiedener Schweizer Schlackenaufbereitungsanlagen beprobt und hinsichtlich ihrer Zusammensetzung, ihrer Batteriebelastung und des Anteils an mitgeführter KVA-Schlacke untersucht. Aufbauend auf den Ergebnissen wurden verschiedene mechanische Aufbereitungs- und Trennverfahren zur Entfernung der Batterien und weiterer Störstoffe entwickelt und im Labor, im Technikum so wie in Feldversuchen untersucht. Dabei wurden unter anderem Verfahren zur gezielten Zerstörung der Batterien und zur anschliessenden Abtrennung der dabei freigesetzten zinkhaltigen Feinfraktion erarbeitet. Dabei kam unter anderem auch ein Verfahren mit KI-basierter, sensorgestützter Robotersortierung zum Einsatz, um eine möglichst hohe Qualität des Eisenschrotts zu erreichen. Die im Projekt entwickelten Verfahrensansätze wurden hinsichtlich Trennleistung, Produktqualität und Übertragbarkeit auf eine technische Anlage bewertet.
Ergänzend wurde analysiert, inwieweit die bei der Aufbereitung erzeugten Stoffströme einer weiteren Verwertung zugeführt werden können. Mithilfe einer Ökobilanzierung wurde der ökologische Nutzen der Aufbereitung des KVA-Eisenschrotts und der Entfernung der darin enthaltenen zinkhaltigen Batterien beurteilt. Aufgrund einer groben Kostenabschätzung wurde zudem der Umweltnutzen pro eingesetztem Franken berechnet.
Factsheet BatZink - Zink und Verunreinigung in KVA-Eisenschrott
Abschlussbericht BatZink - Entfernen von Verunreinigungen aus KVA-Eisenschrott
Laufzeit: 01.12.2023 - 08.04.2026
Projektfinanzierung:
Finanzierung durch Kooperationspartner
Kooperation:
Verband der Betreiber Schweizerischer Abfallverwertungsanlagen (VBSA)
AVAG Umwelt AG
Renergia Zentralschweiz AG
KVA St. Gallen
Verband KVA Thurgau, Weinfelden, Kanton Thurgau
ZAV Recycling AG
Deponie Elbisgraben, Liestal/Füllinsdorf, Kanton Basel-Landschaft
Deponie Teuftal, Frauenkappelen, Kanton Bern
Amt für Umweltschutz und Energie – Kanton Basel-Landschaft
Amt für Umwelt und Energie – Kanton Basel-Stadt
Amt für Wasser und Abfall – Kanton Bern
Amt für Umwelt – Kanton Thurgau
Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft – Kanton Zürich
Gebr. Lienhard AG
Thommen AG

