Klima-Showcase Campus OST
Wie lassen sich Natur-basierte Lösungen (NBS) zur Klimaanpassung im Freiraum langfristig verankern? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Projekts Klima-Showcase Campus OST. Aufbauend auf Erkenntnissen aus dem europäischen Forschungsprojekt NatureScape entwickelt und testet das interdisziplinäre Projektteam entsprechende Lösungsansätze für den Campus OST – und macht Klimaanpassung damit sichtbar, greifbar und erfahrbar
Die OST hat sich mit ihrer Nachhaltigkeitspolicy (2021) zum Ziel gesetzt, ihre Campus als Reallabore zu nutzen: als Orte, an denen innovative Lösungen entstehen, erprobt und gelebt werden. Erste NBS-Projekte wie das Freiraumlabor am Campus Rapperswil – mit Pop-up-Begrünung und Naschgarten – fördern bereits die Artenvielfalt, verbessern die Aufenthaltsqualität und schaffen ein naturnahes Lernklima. Klima-Showcase Campus OST setzt hier an – und fragt wie NBS nachhaltig verstetigt und weiterentwickelt werden können. Denn: Nur wenn Projekte in Freiräumen verstetigt und weiterentwickelt werden, tragen sie nachhaltig zur Klimaanpassung bei.
Das Projekt wird in enger Kooperation mit dem Projekt RealTransform zum Freiraumlabor realisiert und mit Lehrveranstaltungen im Rahmen des IKTS-Moduls «Klimagerechte Stadt- und Gemeindeentwicklung» verknüpft.
Das Projekt verfolgt vier miteinander verbundene Ziele:
- Identifikation von Barrieren und Gelingensfaktoren für die Verstetigung ausgewählter NBS am Campus Rapperswil (Pop-up-Begrünung, Naschgarten)
- Entwicklung und Test neuer Lösungen für Prozess- und Managementformen: Trägerschaften, lernende Organisationsformen, Steuerungsmechanismen und adaptive Prozessgestaltung
- Ermittlung der Wirkungen dieser Lösungsansätze zur langfristigen Etablierung von NBS auf dem Campus
- Erarbeitung von Empfehlungen für die erfolgreiche Planung, Realisierung und Weiterentwicklung von NBS an der OST
Das Projekt gliedert sich in drei Phasen:
Phase 1 – Konzipieren (Campus Rapperswil): Auf Basis von NatureScape-Erkenntnissen und einer Analyse bestehender NBS am Campus entsteht ein Konzept zur Verstetigung – mit Akteursrollen, Organisationsformen und Prozessen.
Phase 2 – Testen und Bewerten (Campus Rapperswil): Massnahmen zur Verstetigung werden umgesetzt, begleitet von Rundgängen und Mitmach-Aktionen. Eine Wirkungsanalyse mit Fokusgruppen evaluiert die Massnahmen und mündet in Empfehlungen für die OST.
Phase 3 – Umsetzen (Campus St.Gallen, in Planung): Die erprobten Bausteine werden auf den Campus St.Gallen übertragen. Stakeholder werden identifiziert und eingebunden, Visionen und Massnahmen kollaborativ entwickelt, Finanzierungskonzepte erarbeitet.
Das Projekt stellt folgende Ergebnisse bereit:
- Konzept zur Verstetigung und Weiterentwicklung von NBS am Campus OST
- Kriteriengestütztes Bewertungssystem für NBS (Excel-Format)
- Empfehlungen zur Planung, Realisierung und Weiterentwicklung von NBS an der OST (publiziert über die Nachhaltigkeitswebseite der OST)
- Lehrinhalte aus Studierendenarbeiten im interdisziplinären Modulangeboten (IKTS)
Die Ergebnisse werden an der Nachhaltigkeitswoche der OST / Green Days, an der Internationalen Tagung «Klimagerechtigkeit lokal gestalten» (FHNW, Juni 2026), an der Sozialraumtagung St.Gallen (November 2026) sowie im Rahmen des NatureScape-Konsortiums präsentiert.
Projektteam: Raimund Kemper (IFSAR), Mark Krieger, Christoph Küffer (ILF), Corinne Dickenmann (IDEE), Clemens Mader (ISM)
Laufzeit: 1.1.2026 – 31. März 2027
Finanzierung: IdS Klima und Energie (OST), Nachhaltigkeitsstelle OST