Erwin Bolli
Schaffhausen, 1922 – 1973
Kurzbiographie
Erwin Bolli absolvierte auf dem Herrschaftsbetrieb von Generaldirektor E. Homberger-Rauschenbach in Schaffhausen eine Gärtnerlehre unter der Leitung von Herrschaftsgärtner Eduard Wenger. Bevor er im Jahr 1941 den Jahreskurs an der Gartenbauschule Oeschberg in Koppigen besuchte, befasste er sich während zehn Monaten mit der Parkpflege einer Villa in Cologny-Genève. Nach seiner Ausbildung übte Bolli verschiedene Tätigkeiten aus: Er arbeitete beim Schaffhauser Gartengestalter Walter Schwaninger, im Botanischen Garten der Universität Genf im Bereich Treibhäuser und Pflanzenkulturen sowie bei den Gartenarchitektinnen Hofmann und Bächle in Männedorf, bis er schliesslich 1945/46 zum bekannten Zürcher Büro «Mertens und Nussbaumer» kam. Danach nahm er zusammen mit Werner Stücheli, Architekt aus Zürich, erfolgreich an zahlreichen Wettbewerben teil. Im Jahr 1948 gründete Erwin Bolli zusammen mit Adolf Dubs ein Büro für Gartengestaltung in Schaffhausen. Während rund sieben Jahren trugen beide Geschäftsführer dazu bei, die Gartengestaltung im Raum Schaffhausen bekannter zu machen. 1955 trennte sich Bolli jedoch von Dubs und gründete noch im selben Jahr die Einzelfirma Erwin Bolli Gartenarchitekt in Schaffhausen/Neuhausen und Zürich. Aufgrund einer Krankheit zog er sich 1972 immer mehr aus dem Geschäft zurück.
Erwin Bolli im ASLA-Bestand
Das ASLA verfügt aus dem Bestand von Erwin Bolli über zahlreiche Pläne aus den Jahren 1947 bis 1979, sowie Dokumente und vereinzelte Zeitschriften. Sein Arbeitsschwerpunkt lag im Kanton Schauffhausen.

