Johannes Schweizer
Glarus, 1901 – 1983

Kurzbiografie
Dr. Johannes Schweizer verbrachte seine Schul- und Gymnasialzeit in Glarus und Schaffhausen. Sein Vater, Isidor Schweizer-Heer, führte in zweiter Generation in Glarus ein Gartenbauunternehmen. Früh zeigte sich bei Johannes Schweizer künstlerische Begabungen. Hinzu kam sein besonderes Interesse für mathematische Fächer. Nach der Maturität folgten als Vorbereitung auf das Ingenieurstudium an der Höheren Lehr- und Forschungsanstalt in Berlin-Dahlem zwei Jahre gärtnerische Praxis in der bekannten Firma Wyss in Solothurn. Bei Gartenarchitekt Röhnick in Dresden sammelte er Erfahrungen in den Bereichen Gartengestaltung und Architektur. Ein Zusatzstudium brachte ihm den Titel des Gartenbauinspektors ein.
1924 kehrte er in die Schweiz zurück, wo sein vielseitiges Schaffen als selbstständiger Gartenarchitekt begann. Bereits 1926 wurde er Mitglied des eben gegründeten Bundes Schweizerischer Gartengestalter BSG (heute BSLA). 1936 liess er sich in Basel nieder. Dort eröffnete sich ihm bald ein grosses Aufgabengebiet in Zusammenarbeit mit führenden Architekten aus der Schweiz und Deutschland; daneben stand er seinem Vater in Glarus bei Planungsaufgaben zur Seite. Die Jahre des Zweiten Weltkriegs – geprägt von regelmässigem Militärdienst und weitgehender Unterbrechung der Bautätigkeit – nutze Schweizer zum Studium der Kunstgeschichte und Nationalökonomie an der Universität Basel. Er schloss sein Zweitstudium an der philosophisch-historischen Fakultät mit einer Dissertation bei Professor Edgar Salin ab. Auf der Grundlage seiner Doktorarbeit entstand das 1956 in Linz erschienene Buch «Kirchhof und Friedhof». Im selben Jahr übernahm er die Nachfolge des Gartenbaubetriebs seines Vaters, das Basler Planungsbüro führte er bis 1982 ohne Ausführungsabteilung weiter.
Johannes Schweizer im ASLA-Bestand
Das ASLA verfügt aus dem Werk von Johannes Schweizer über zahlreiche Pläne, Skizzen, Fotos, Dias, Akten und weitere schriftliche Dokumente sowie seine Büchersammlung. Die Pläne sind in der ASLA-Datenbank unter Johannes Schweizer auffindbar.

