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Zur Entstehungsgeschichte des IMES

Vom MICROSWISS Zentrum der 1990er Jahre über die Gründung von ams Schweiz bis zum heutigen Institut für Mikroelektronik, Embedded Systems und Sensorik: Die Geschichte des IMES ist geprägt von der engen Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Industrie.

Die Wurzeln des heutigen IMES reichen in die frühen 1990er Jahre zurück und stehen in engem Zusammenhang mit dem MICROSWISS Programm des Bundes zur Förderung der Mikroelektronikkompetenz in der Schweizer Industrie. Im Rahmen dieses Programms wurde 1992 an der damaligen Hochschule Rapperswil (HSR) das MICROSWISS Zentrum OST gegründet. Unter der Leitung von Prof. Werner Hinn entwickelte sich das Zentrum rasch zu einer erfolgreichen Forschungs und Entwicklungsplattform mit rund 10 bis 15 Mitarbeitenden.

Nach dem Auslaufen des Förderprogramms Ende der 1990er Jahre entschied die Hochschulleitung, die aufgebauten Kompetenzen und Aktivitäten in ein dauerhaftes Institut der HSR zu überführen. In dieser Phase übernahm Thomas Troxler die Leitung des neu gegründeten Instituts und prägte dessen weitere Entwicklung entscheidend. Er gab dem Institut den Namen IMES, ursprünglich als Akronym für Institut für Mikroelektronische Systeme.

Parallel dazu wurden die bestehenden Kontakte zum österreichischen Halbleiterhersteller ams intensiviert. Aufgrund des steigenden Bedarfs an IC-Designern entstand die Idee, in unmittelbarer Nähe der HSR ein Entwicklungszentrum von ams aufzubauen. Im September 2000 wurde ein Kooperationsvertrag zwischen der HSR und ams abgeschlossen. Am 1. Januar 2001 nahm ams Schweiz in Rapperswil offiziell den Betrieb auf. Das Gründungsteam bestand aus ehemaligen Mitarbeitenden des IMES und bildete den Kern des neuen Designzentrums.

Mit der Gründung von ams Schweiz begann gleichzeitig auch eine neue Phase für das IMES an der HSR. Ab 2001 wurde das Institut schrittweise neu aufgebaut und erweitert. Mit dem Beitritt des Fachbereichs Embedded Systems unter Prof. Erwin Brändle erhielt das Institut seine neue Ausrichtung als Institut für Mikroelektronik und Embedded Systems.

Neue organisatorische Rahmenbedingungen förderten das weitere Wachstum des Instituts. Prof. Reto Bonderer und Prof. Guido Keel schlossen sich als Institutspartner dem IMES an und brachten ihre jeweiligen Fachgebiete sowie Forschungsprojekte ein. Dadurch verbreiterte sich das Kompetenzspektrum des IMES kontinuierlich und schuf die Grundlage für die interdisziplinäre Ausrichtung des Instituts.

Mit der Pensionierung von Prof. Werner Hinn im Jahr 2011 übernahm Prof. Dr. Paul Zbinden die Institutsleitung und führte die Entwicklung des IMES erfolgreich weiter. Unter seiner Leitung wurde die strategische Ausrichtung des Instituts geschärft und an die sich wandelnden Anforderungen von Industrie und Forschung angepasst. Dies spiegelte sich auch im Institutsnamen wider: Aus dem Institut für Mikroelektronik und Embedded Systems wurde das heutige Institut für Mikroelektronik, Embedded Systems und Sensorik (IMES). Die Aktivitäten des Instituts konzentrieren sich seither auf die vier Kompetenzbereiche Mikroelektronik, Embedded Systems, Sensorik sowie Advanced System Technologies (FPGA, SoC).

Im Zuge der Fusion der Fachhochschulen zur OST, Ostschweizer Fachhochschule, erhielt das IMES schliesslich auch ein neues Erscheinungsbild. Das bisherige Institutslogo wurde durch ein OST konformes Design ersetzt und in die gemeinsame visuelle Identität der Hochschule integriert. Damit wurde die enge Zugehörigkeit des IMES zur OST auch nach aussen sichtbar.

 

Im Jubiläumsjahr 25 Jahre IMES öffnen wir unsere Türen und geben Einblicke in unsere Geschichte, unsere Labore und unsere aktuellen Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Lernen Sie das IMES und die Menschen dahinter persönlich kennen. 

Kontakt für Führungen:

roman.willi@ost.ch