Community zählt: Impulse für altersfreundliche Städte
Unter dem Motto „Transforming together: A connected, equitable and sustainable age-friendly world for all generations“ fand vom 16. bis 18. Juni die internationale Konferenz Age-Friendly Cities and Communities im Kursaal in San Sebastián statt. Die Veranstaltung vereinte Expertinnen und Experten aus Forschung, Praxis und Politik und bot ein vielfältiges Programm aus Plenary Sessions, Panels und interaktiven Breakout-Formaten.
An der internationalen Konferenz nahm Sarah Speck teil und beteiligte sich aktiv am Panel „Caring Communities – Ageing in Place“. In einer Breakout Session stellte sie eigene Forschungs- und Praxisperspektiven zu gemeinschaftsbasierten sowie alternativen Unterstützungsformen ausserhalb der Familie vor. Im Zentrum stand dabei die Frage, wie soziale Unterstützung jenseits klassischer familialer Strukturen organisiert werden kann, ein Thema, das angesichts sich wandelnder Lebensrealitäten und demografischer Veränderungen weltweit an Relevanz gewinnt. Besonders im Globalen Süden zeigen sich hier neue Dynamiken und innovative Ansätze.
Die Konferenz bot nicht nur Raum für fachlichen Austausch, sondern auch für ungewöhnliche und kreative Perspektiven auf das Thema Alter. Eindrucksvoll waren insbesondere die künstlerischen Beiträge älterer Menschen. Ein Highlight stellte die Performance „Urban Ritual: Body and Movement for Encounter“ dar, die auf eindrückliche Weise Formen von Begegnung, Körperlichkeit und sozialer Teilhabe sichtbar machte. Solche Beiträge unterstreichen die Bedeutung kultureller und sozialer Dimensionen im Kontext altersfreundlicher Gesellschaften.
«Es war bereichernd zu sehen, wie weltweit an ähnlichen Fragen rund um Gemeinschaft, soziale Teilhabe und ein gutes Leben im Alter gearbeitet wird und welche zentrale Rolle Communities dabei für ein selbstbestimmtes Leben im Alter spielen.»
Dr. Sarah Speck, Forscherin am Institut für Altersforschung (IAF)

Ein weiterer zentraler Aspekt der Konferenz war der persönliche Austausch zwischen den Teilnehmenden. Neben den inhaltlichen Diskussionen boten vor allem informelle Gespräche wertvolle Impulse. So konnten unter anderem Kontakte zu internationalen Akteurinnen und Akteuren geknüpft und bestehende Netzwerke gestärkt werden, etwa im Austausch mit Vertreterinnen von Initiativen wie FABRIC+.
Bemerkenswert war auch die konsequente Ausrichtung der Veranstaltung auf Nachhaltigkeit. Die Organisation verzichtete bewusst auf unnötige Give-aways und setzte stattdessen auf reduzierte, funktionale Set-ups. Besonders hervorzuheben ist der sogenannte „Village“-Bereich, der aus Kartonmaterialien gestaltet wurde und damit ein ressourcenschonendes und zugleich kreatives Raumkonzept bot.
Inhaltlich wurde deutlich, dass viele der diskutierten Ansätze und Herausforderungen eng mit den Schwerpunkten des Kompetenzzentrums Soziale Innovationen im Alter am Institut für Altersforschung (IAF) verknüpft sind. Insbesondere Themen wie Ageing in Place, Community-basierte Unterstützungsformen, soziale Teilhabe, partizipative Forschung sowie die Wechselwirkungen von Klima und Alter standen im Zentrum der Konferenz. Damit bestätigt sich die hohe Relevanz dieser Themen im internationalen Diskurs zu Age-Friendly Cities and Communities und unterstreicht die Anschlussfähigkeit der Arbeit am IAF auch in breiterem Kontext.
Die Teilnahme an der Konferenz hat gezeigt, wie eng internationale Diskurse und lokale Forschungs- und Praxisansätze miteinander verknüpft sind. Der Austausch mit internationalen Partnerinnen und Partnern liefert wichtige Impulse für die Weiterentwicklung von Projekten und stärkt die Positionierung des IAF in einem globalen Kontext.
