Viele Menschen mit Demenz wünschen sich, möglichst lange selbstbestimmt im eigenen Zuhause leben zu können. Genau hier setzte das gemeinsame Innocheck-Projekt (Innosuisse) “Luma Life – Übertragung aktueller Erkenntnisse aus der Demenzforschung an KI-Begleiter zur Unterstützung von Menschen mit früher Demenz und ihren Familien im häuslichen Umfeld” des Instituts für Altersforschung (IAF) der OST und von Luma Life an: Während der neunmonatigen Projektlaufzeit untersuchten die Partner, wie aktuelle Erkenntnisse aus der Demenzforschung in einen KI-basierten Begleiter übertragen werden können.
Dazu werteten die Forschenden des IAF 23 wissenschaftliche Publikationen systematisch aus und leiteten daraus evidenzbasierte Kommunikations- und Verhaltensprinzipien für die Interaktion mit Menschen mit früher Demenz ab. Diese Prinzipien wurden anschliessend gemeinsam mit Luma Life in «Luma», eine sprachbasierte KI-Begleiterin, integriert und in der Praxis getestet.
Die Projektergebnisse zeigen: Evidenzbasierte, demenzsensible Kommunikationsprinzipien lassen sich erfolgreich in KI-gestützte Systeme übertragen. Gleichzeitig wurden wichtige methodische Grundlagen geschaffen, um die Wirksamkeit und Akzeptanz solcher Technologien künftig wissenschaftlich weiter zu untersuchen.
Das Projekt unterstreicht, wie angewandte Forschung und technologische Entwicklung produktiv zusammenwirken können – damit wissenschaftliche Erkenntnisse dort ankommen, wo sie im Alltag von Menschen mit Demenz und ihren Familien wirklich wirken. Die Projektergebnisse werden an der Alzheimer Europe Conference am 27. - 29. Oktober 2026 in Dublin präsentiert.
Das Projektteam
IAF: Cornelia Ursprung, Dr. Stefanie Wiloth, Rhea Braunwalder
Luma Life: Marcel Kintscher, Marvin Berthold
