Innovationstagung beleuchtet die Zukunft der Arbeit
Mensch und Arbeit im Wandel
Gastgeber Prof. Hanspeter Keel vom IPEK Institut für Produktdesign, Entwicklung und Konstruktion eröffnete den Abend mit der Frage, wie Veränderungen aktiv gestaltet werden können. Prof. Dr. Simon Gutknecht vom IKIK Institut für Kommunikation und interkulturelle Kompetenz rückte die dafür notwendigen Human Future Skills in den Fokus. In der digitalen Arbeitswelt seien neben fachlichen Fähigkeiten auch Führung, Unternehmenskultur und psychologische Sicherheit entscheidend für Gesundheit, Motivation und Leistungsfähigkeit.
New Work braucht Anpassungsfähigkeit
Wie New Work unser Zusammenarbeiten und Leben verändert, zeigte Jon Erni, Gründer von miaEngiadina, am Beispiel des InnHub La Punt Project. Remote Work, digitale Vernetzung und Coworking Spaces ermöglichen neue Arbeits- und Lebensmodelle und schaffen Orte für Austausch und Innovation.
Dr. Nicola Fielder, Leiterin HR der Spital Männedorf AG, betonte Anpassungsfähigkeit als wichtige Kompetenz in einer sich stetig verändernden Arbeitswelt. Dazu gehören Neugier, die Bereitschaft, Fähigkeiten laufend weiterzuentwickeln, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und das eigene Netzwerk zu pflegen.
KI als Treiber und Hype
Unter dem Stichwort Working Smarter beleuchtete Prof. Dr. Toni Wäfler, Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie an der FHNW Hochschule für Angewandte Psychologie, die Rolle von Künstlicher Intelligenz. KI kann Arbeit erleichtern, gleichzeitig bestehe die Gefahr, dass Erfahrungswissen verloren geht und jüngere Mitarbeitende weniger Möglichkeiten erhalten, dieses aufzubauen. Umso wichtiger werden Know-how und Know-why: Menschen müssen Zusammenhänge verstehen, KI-Ergebnisse kritisch beurteilen und KI-Agenten sinnvoll in Arbeitsprozesse einbinden können.
Arbeit als Lebensform
Den Schlusspunkt bildeten die persönlichen Einblicke in das Hofleben von Barbara Betschart, Bäuerin auf dem Bio-Hof Kalberweidli in Trachslau bei Einsiedeln. Ihre Arbeit ist für sie keine Tätigkeit, sondern eine Lebensform, die Arbeit, Familie und Freizeit untrennbar verbindet. Trotz eines Arbeitsalltags an sieben Tagen die Woche erlebt sie ihre Tätigkeit als sinnstiftend und vielfältig – und zeigte damit zum Abschluss eine ganz persönliche Perspektive darauf, was den «schönsten Job der Welt» ausmachen kann.


