Mit der Auswahl als Leuchtturmprojekt macht die OST die von INOS getragene Innovationsplattform KI×KMU als besonders relevantes Transferprojekt sichtbar. Die Auszeichnung zeigt exemplarisch, wie Hochschule und Wirtschaft gemeinsam den praxisnahen Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Ostschweizer KMU voranbringen.
KI eröffnet KMU neue Möglichkeiten: Prozesse lassen sich effizienter gestalten, Wissen kann besser genutzt und Produkte oder Dienstleistungen können gezielt weiterentwickelt werden. Vielen Unternehmen fehlen jedoch Zeit, Fachwissen, eine geeignete Datenbasis oder Klarheit darüber, welche Anwendungen wirtschaftlich sinnvoll sind. Hier setzt KI×KMU mit vier Angebotsbausteinen an, die einzeln oder kombiniert genutzt werden können: (1) Information und Sensibilisierung, (2) Expertise und Vernetzung in Workshops zur Entwicklung und Priorisierung von Anwendungsfällen, (3) Coaching und Kooperation im Rahmen des INOS-Innovationscoachings sowie (4) Innovation und Entwicklung für weitere mögliche Förderprogramm oder Anschlussprojekte.
Wie das in der Praxis aussieht, zeigt das Beispiel der Service 7000 AG. Das Unternehmen ist ein Schweizer Allmarken-Dienstleister für Haushaltsgeräte mit starkem B2B-Fokus und einer grossen Aussendienstorganisation. Angesichts von Fachkräftemangel sowie steigendem Kosten- und Komplexitätsdruck im Servicegeschäft liegt die zentrale Herausforderung in einer effizienteren Personalbewirtschaftung. Geplant ist deshalb ein KI-gestütztes Advisor-System, das auf Basis historischer Daten operative Personal- und Einsatzentscheidungen im Aussendienst verbessert. Ziel ist es, die Produktivität zu steigern und Wettbewerbsvorteile im Servicegeschäft zu sichern.
Einsatzfelder für KI finden sich in nahezu allen Unternehmensbereichen – von Produktion und Betrieb über Einkauf, Marketing und Vertrieb bis zu Service und Wissensmanagement. Die Beispiele reichen von Bilderkennung und Prognosen über Dokumentenverarbeitung bis zu internen Wissensassistenten und Kunden-Chatbots. Unternehmen, die wissen möchten, wo KI in ihrem Betrieb sinnvoll eingesetzt werden kann, können ihr Vorhaben direkt mit Karl Neumüller, Leiter der Plattform KI×KMU, besprechen.
