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OST-Professor erhält Award für praxisnahe Doktorarbeit

01.09.2026

Prof. Dr. Lukas Ortmann ist der erste Preisträger eines neuen, weltweiten Awards für eine Doktorarbeit aus den vergangenen drei Jahren mit nachweisbarer Wirkung in der Industrie. Verliehen hat die Auszeichnung die International Federation of Automatic Control (IFAC) an ihrem World Congress in Südkorea.

Lukas Ortmann konnte am IFAC World Congress in Busan den Award für die weltweit beste Promotion im Bereich Regelungstechnik entgegennehmen.
Lukas Ortmann konnte am IFAC World Congress in Busan den Award für die weltweit beste Promotion im Bereich Regelungstechnik entgegennehmen.
Der Preis würdigt Promotionen mit nachweisbarer Wirkung in der Industrie.
Der Preis würdigt Promotionen mit nachweisbarer Wirkung in der Industrie.

Für Lukas Ortmann, Professor für Regelungstechnik an der OST – Ostschweizer Fachhochschule, war der 23. World Congress der International Federation of Automatic Control (IFAC) in Busan, Südkorea, ein besonderer Erfolg. Seine Doktorarbeit wurde mit dem zum ersten Mal verliehenen IFAC-Award ausgezeichnet. Lukas Ortmann hat sich damit gegen internationale Konkurrenz durchgesetzt.

Der Preis würdigt die weltweit beste Dissertation der letzten drei Jahre im Bereich der Regelungstechnik, die nachweislich das Potenzial für wirtschaftliche Auswirkungen auf ein bestimmtes Industrieunternehmen, eine Branchenorganisation oder einen Konzern aufweist. 


Erfahrungen fliessen in Walenstadt-Projekt ein

Seine Doktorarbeit mit dem Titel «Online Feedback Optimization for Power Grid Control» hat Lukas Ortmann vor drei Jahren an der ETH Zürich verteidigt. «In meiner Arbeit habe ich Optimierungsalgorithmen als Regler eingesetzt, um damit Stromnetze optimal zu betreiben.» Das Komitee lobte die Verknüpfung von klassischer Regelungstechnik und praktischer Umsetzung in Stromversorgungssystemen. Die Online-Rückkopplungsoptimierung sei von der methodischen Entwicklung über hochpräzise Simulationen und Labordemonstrationen bis hin zum Einsatz im realen Netz vorangetrieben worden.

Diese Erfahrung bringt Lukas Ortmann heute als Professor im Studiengang Electrical and Computer Engineering und Erneuerbare Energien und Umwelttechnik sowie im ICOM Institut für Kommunikationssysteme ein. Dort arbeitet er unter anderem am Projekt Grid2050, in welchem das ICOM zusammen mit der ETH Zürich in Walenstadt ein Smart Grid aufbaut – zum ersten Mal nicht in einem kleinen Teststand, sondern in der realen Gemeinde. Am Forschungsprojekt sind unter anderem rund zwanzig private Haushalte beteiligt. 


Wissenstransfer in die Industrie

Lukas Ortmann arbeitet weiterhin daran, neue Wege für den Betrieb von Stromnetzen zu erforschen und den Wissens- und Technologietransfer in die Industrie zu bewerkstelligen. «Der Wissenstransfer in die Industrie lag mir bereits während meiner Promotion am Herzen. Dass der Einfluss meiner Arbeit auf die Industrie nun mit einem Preis gewürdigt wurde, freut mich ausgesprochen.»