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Wo Elektrotechnik wirkt: Einblicke in die Bachelorarbeiten

17.06.2026

Nasslawinen vorhersagen, Industriemaschinen zuhören, Roboter mit Bällen spielen lassen: Die Ausstellung der Bachelorarbeiten aus dem Studiengang Electrical and Computer Engineering zeigte, wie weit das Feld der Elektrotechnik reicht – und wie konkret die Lösungen sind, die Studierende in ihrer Abschlussarbeit entwickeln.

Elektrotechnik spielt sich oft im Verborgenen ab. Innovationen passieren im Nanometer-Bereich, Technologien sind in modernen Geräten versteckt oder funktionieren über fürs menschliche Auge unsichtbare Wellen und Algorithmen.

Die Ausstellung der Bachelorarbeiten aus dem Studiengang Electrical and Computer Engineering (ECE) macht diese Welt zugänglich und zeigt den Besucherinnen und Besuchern, welchen Beitrag die Disziplin für den Alltag leistet. 


Von Lawinenprognosen bis zum Sound von Industriemaschinen

Eine Arbeit stellte beispielsweise eine wichtige Innovation für die Lawinenforschung vor. Zwei Studenten haben ein neuartiges System entwickelt, das den Wassergehalt von Schnee mittels Mikrowellen misst. Die Daten werden zuverlässig auch durch meterdicke Schneedecken gesendet und werden helfen, die Forschung voranzutreiben, um zukünftig Nasslawinen besser vorauszusagen. Das Projekt verbindet Hochfrequenztechnik, Mobilkommunikation, Embedded Systems und Mikroelektronik mit einer eigens programmierten Visualisierungsoberfläche und zeigt eindrücklich die Breite der im ECE-Studium vermittelten Fachgebiete. 

Eine anderes Studierendenteam hat eine Plattform gebaut, die Aktoren und Sensoren im Audiobereich ansteuert. Die Plattform überträgt akustische Signale auf festes Material und wertet die Daten mit einem selbst entwickelten Machine-Learning-Ansatz aus. So lässt sich am Klang erkennen, ob ein Material strukturelle Fehler aufweist. Die Technologie könnte beispielsweise in Maschinen verbaut werden, um akustische Signale abzuhören und so zu erkennen, wann eine Wartung nötig wird.


Roboter, die mit Bällen spielen

Eine Studentin entwickelte ein kompaktes System zur drahtlosen Energie- und Datenübertragung für rotierende Laseranwendungen. Die innovative Lösung ermöglicht den zuverlässigen Betrieb solcher Systeme ohne Schleifringe oder Kabel.

Spielerischer, aber technisch komplex, ist die Arbeit «Catchy». Der Maschine kann ein Ping-Pong-Ball zugeworfen werden, den sie per optischer Erkennung erfasst und dank ultraschneller Datenverarbeitung mit einem beweglichen Becher auffängt.

In einer weiteren Arbeit aus der Regelungstechnik wurde an einem Roboter geforscht, der auf einem Ball balancieren kann und sich durch gezieltes Neigen fortbewegt.