Forschungsprojekt
PFAS in der Bodenwäsche
Die Bodenwäsche gilt derzeit als das einzige international grosstechnisch etablierte Verfahren, mit dem sich grosse Mengen PFAS-belasteter Böden und Aushubmaterialien behandeln lassen. Ziel ist es, die Schadstoffe von den mengenmässig dominierenden Kies- und Sandfraktionen abzutrennen und im Waschwasser sowie im Feinanteil (Filterkuchen) möglichst stark aufzukonzentrieren.
PFAS werden seit den 1950er-Jahren unter anderem in Feuerlöschschäumen, Lebensmittelverpackungen, Textilien und Pestiziden eingesetzt. Aufgrund ihrer hohen Persistenz und teilweise auch ihrer Bioakkumulation und Toxizität gelten sie als umwelt- und gesundheitsrelevant. Ihre weite Verbreitung führt dazu, dass PFAS-belastete Böden und Aushubmaterialien bei Bauvorhaben zunehmend zu einer technischen und wirtschaftlichen Herausforderung werden.
Für grosse Mengen belasteter mineralischer Materialien ist die Bodenwäsche derzeit eines der wenigen grosstechnisch verfügbaren Dekontaminierungsverfahren. Die PFAS werden dabei nicht zerstört, sondern durch Klassierung, Wasch- und Abtrennprozesse aus den Kies- und Sandfraktionen entfernt und im Waschwasser sowie in der Feinfraktion aufkonzentriert. Die PFAS-reichen Reststoffe müssen anschliessend einer geeigneten Behandlung bzw. Entsorgung, beispielsweise einer thermischen Behandlung, zugeführt werden.
Da die dafür verfügbaren Behandlungskapazitäten begrenzt und die Kosten hoch sind, werden die Verfahren laufend weiterentwickelt. Ziel ist es, die PFAS in einer möglichst kleinen und hochkonzentrierten Fraktion zusammenzuführen und damit den Aufwand für deren weitere Behandlung und Entsorgung deutlich zu reduzieren. Gleichzeitig können die gereinigten Kies- und Sandfraktionen als mineralische Baustoffe wieder in den Materialkreislauf zurückgeführt werden.
Laufzeit: 01.09.2025 - 01.09.2026
Projektfinanzierung:
Industrie
Kooperation:
Vertraulich


