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Forschungsprojekt

PFAS in KVA-Schlacke

Jedes Jahr werden in der Schweiz rund 700’000 t Verbrennungsrückstände in Form von KVA-Schlacken auf Deponien abgelagert. Das UMTEC untersucht im Auftrag eines Betreibers von Deponien und Aufbereitungsanlagen die PFAS-Belastung dieser Schlacken sowie die Einflussfaktoren, welche die Mobilisierung und Freisetzung von PFAS ins Deponiesickerwasser bestimmen.

PFAS werden seit den 1950er-Jahren unter anderem in Feuerlöschschäumen, Lebensmittelverpackungen, Textilien und Pestiziden eingesetzt. Aufgrund ihrer hohen Persistenz und teilweise auch ihrer Bioakkumulation und Toxizität gelten sie als umwelt- und gesundheitsrelevant. Auf Deponien des Typs D werden unter anderem Verbrennungsrückstände aus Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA-Schlacken) abgelagert. Für die Betreiber besteht Forschungsbedarf hinsichtlich der PFAS-Belastung der Schlacken, des fortlaufenden PFAS-Eintrags, der Mobilisierung von PFAS ins Sickerwasser sowie der daraus resultierenden Anforderungen an die Sickerwasserbehandlung.

Während die derzeit eingesetzten Analysenmethoden eher moderate PFAS-Gehalte in den abgelagerten Schlacken ergeben, werden im Deponiesickerwasser teilweise grenzwertrelevante PFAS-Konzentrationen festgestellt. Die Ursachen für diese Diskrepanz zu verstehen, die relevanten Freisetzungsmechanismen zu identifizieren und daraus geeignete Massnahmen abzuleiten, ist Gegenstand des Forschungsauftrags an das UMTEC.

Dazu beprobt, fraktioniert und untersucht das UMTEC verschiedene KVA-Schlacken und charakterisiert deren PFAS-Gehalte und PFAS-Muster. In Laborversuchen werden zudem die unter Deponiebedingungen relevanten Triggerfaktoren für die PFAS-Mobilisierung und -Freisetzung untersucht. Aus den Ergebnissen werden Empfehlungen für eine aussagekräftige Laboranalytik sowie für Betrieb und Monitoring von KVA-Schlackendeponien abgeleitet.

Probenaufbereitnug KVA-Schlacke

Laufzeit: 01.02.2025 - 31.12.2026

Projektfinanzierung:

Industrie

Kooperation:

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