Dienstleistungsprojekt
Prävention von Geldspielsucht
Gespielt wird seit Jahrtausenden, auch um Geld, und heute sind Geldspiele als Lotterien, Sportwetten, Casinospiele in der realen Welt und im Internet präsenter denn je. Laut aktuell vorliegenden Zahlen haben in 2022 über 63% der Schweizer*innen bereits Geld-spiel betrieben, insgesamt über 400.000 Personen (über 6%) haben dabei problematisch bzw. pathologisch gespielt , was in etwa der Einwohnerzahl von Zürich entspricht.
Für Spieler und Spielerinnen und deren Umfeld kann das unangenehme oder gar katastrophale Folgen haben. Dazu zählen beispielsweise das Zerbrechen sozialer Beziehungen, Verlust des Arbeitsplatzes, Verschuldung, Konzentrationsstörungen, depressive Verstimmungen, Suizidalität.
Interkantonales Programm zur Prävention und Früherkennung von Geldspielsucht: Spielen ohne Sucht
Spielen ohne Sucht (www.sos-spielsucht.ch) ist ein interkantonales Programm von 18 Deutschschweizer Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein zur Prävention und Früherkennung von Geldspielsucht. Das Programm, welches das IFSAR der OST im Mandat betreibt, bündelt einen Teil der kantonalen Aktivitäten zur Prävention und Früherkennung von geldspielbezogenen Problemen bzw. Süchten, wozu sie gesetzlich verpflichtet sind.
Programmleitung im Auftrag von 7 Ostschweizer Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein
Ein Team des IFSAR hat seit 1.1.2023 die Programmleitung für die Ostschweiz und das Fürstentum Liechtenstein inne. Gemeinsam mit der Programmleitung für die Nordwest- und Innerschweiz bei Sucht Schweiz führt es das interkantonale Gesamtprogramm Spielen ohne Sucht.
Zentrale Idee
Spielen ohne Sucht möchte Menschen ganz grundsätzlich dabei unterstützen, die Risiken von Geldspiel zu erkennen, die Kontrolle über ihr Spiel zu behalten und bei problematischem Verhalten rechtzeitig Unterstützung zu bekommen. Darüber hinaus spricht das Programm auch Angehörige von Spielenden, Fachpersonen des Sozialwesens sowie die Öffentlichkeit an.
Aufgaben
Die Programmleitung Ostschweiz und FL trägt u.a. die Gesamtverantwortung für die deutschsprachige Helpline 0800 040 080, die operativ von Fachpersonen der Perspektive Thurgau und ch.143 Dargebotene Hand Bern betrieben wird.
Weitere Aufgaben sind die Sensibilisierung der Bevölkerung, z.B. über nationale Kampagnen, die Koordination der kantonalen Aktivitäten zur Prävention und Früherkennung sowie die Unterstützung weiterführender Angebote in der Ostschweiz. Ausserdem vernetzt sie sich mit Fachorganisationen und -gremien und arbeitet in regionalen und nationalen Fachzusammenhängen mit und unterstützt so jegliche Bemühungen zur Sensibilisierung für das Thema Geldspiel und die damit verbundenen Risiken sowie die Prävention und Behandlung von Geldspielsucht. Darüber hinaus führt das Programmleitungsteam gemeinsam eigene Forschungs- und weitere Aktivitäten durch.
Video
Gefahren der Online-Geldspielsucht
Laufzeit:
01.01.2023 – 31.12.2028
Projektfinanzierung:
Kantonale Beiträge aus deren Geldspielfonds, die sich aus den gesetzlich geregelten Abgaben der in der Schweiz lizenzierten Geldspielanbietenden an die Kantone speisen.
Laufzeit: 01.01.2023 - 31.12.2028
Kooperation:
- Kantone: AI, AR, GL, GR, SG, SH, TG, FL
- Sucht Schweiz Programmleitung CH-I-NW von Spielen ohne Sucht
- Perspektive Thurgau und ch.143 Die Dargebotene Hand Bern
- Fachgruppe Geldspiel des Fachverbands Sucht
- GREA GROUPEMENT ROMAND D ETUDES DES ADDICTIONS
- Ingrado – Servizi per le dipendenze
- Zentrum für Geldspielsucht und andere Verhaltenssüchte Radix ZH
- SafeZone



