Bachelor Industrial Artificial Intelligence
Wo Künstliche Intelligenz auf Maschinen, Prozesse und Geschäftsmodelle trifft, entsteht die Industrie von morgen. Im neuen Bachelorstudium Industrial Artificial Intelligence (AI) verbinden Sie Technik, Wirtschaft und Informatik und lernen, intelligente Lösungen für industrielle Anwendungen zu entwickeln.
Im Zentrum des neuen Bachelorstudiengangs Industrial AI steht der gezielte Einsatz und die Integration von KI-Lösungen in industrielle Systeme, beispielsweise in Robotern, Maschinen und Produktionsanlagen. Als Brückenbauerin oder Brückenbauer zwischen den Disziplinen gestalten Sie den digitalen Wandel aktiv mit und eröffnen sich vielfältige Berufsperspektiven in einem zukunftsweisenden Arbeitsfeld.
Das Studium in Kürze
Abschluss
Bachelor of Science in Industrial AI (180 ECTS)
Studienorte
Campus Rapperswil-Jona
Studienbeginn
September 2027
Studienmodelle
Vollzeit, Teilzeit, PiBS
Studiendauer
6 Semester Vollzeit
8 Semester Teilzeit und PiBS
Ein Wechsel zwischen Voll- und Teilzeit-Modell und umgekehrt ist zu jedem Semesterstart möglich
Gebühren
CHF 1000.- pro Semester
Anmeldeschluss
Mai 2027
Warum Industrial AI an der OST studieren?
- Innovativ und interdisziplinär: Der Bachelorstudiengang Industrial AI ist eine echte Innovation und derzeit das einzige Studienangebot dieser Art in der Schweiz. Er verbindet Technik, Wirtschaft und Informatik im Bereich der Künstlichen Intelligenz und bildet gezielt Brückenbauerinnen und Brückenbauer zwischen diesen Disziplinen aus.
- Zukunftssicherheit: Der Studiengang Industrial AI steht Absolventinnen und Absolventen unterschiedlichster Vorbildung offen – von der technischen über die kaufmännische Berufsmaturität bis zur gymnasialen Matura – und eröffnet eine zukunftssichere Perspektive in einer ungewissen Welt.
- Ausgezeichnete Jobaussichten und vielfältige Karrierewege: Der Arbeitsmarkt zeigt klaren Bedarf an Brückenbauerinnen und Brückenbauern zwischen Technologie und Business. Industrial AI Engineers sind branchenübergreifend gefragt, vor allem in KMU, denen oft das Fachwissen fehlt, um KI-Potenziale in echten Mehrwert zu verwandeln.
- Hohe Praxisnähe: Ab dem zweiten Semester arbeiten die Studierenden an praxisnahen Projekten mit Industriepartnern. Dabei erwerben sie auch unternehmerisches Know-how, unter anderem zur Gründung und erfolgreichen Führung eines eigenen KI-Unternehmens.
- Innovationstreiber/innen und KI-Gestalter/innen: Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs gestalten die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz aktiv mit und übernehmen in Unternehmen Verantwortung für den Einsatz von KI-Technologien. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der regionalen Innovationskraft.
Organisatorisches zum Studium
Studienmodelle: Vollzeit, Teilzeit, PiBS
Industrial AI kann im Vollzeit- oder Teilzeit-Modell studiert werden. Sie können das Zeitmodell zu jedem Semesterstart ändern.
Vollzeit-Studium
Vollzeit dauert das Studium in der Regel 6 Semester
Teilzeit-Studium
Teilzeit studieren Sie an zwei ganzen Tagen und einem Halbtag oder Abend pro Woche. Das Studium dauert so 8 Semestern.
Das Teilzeitstudium ermöglicht Ihnen, Beruf und Studium unter einen Hut zu bringen. Während acht Semestern studieren Sie in der Regel ca. 24 Lektionen (entspricht etwa 5 Halbtagen) pro Woche. Dies erlaubt es Ihnen, einer Berufstätigkeit von bis zu 60 Prozent nachzugehen. Auch im Vollzeit-Studium ist eine berufliche Tätigkeit grundsätzlich möglich, aber in bedeutend geringerem Pensum.
Das praxisintegrierte Bachelor-Studium (PiBS) für Gymnasiastinnen und Gymnasiasten
Die meisten unserer Studierenden haben eine technische oder kaufmännische Lehre mit Berufsmaturität absolviert und bringen die für das Studium benötigte Berufserfahrung mit. Das Praxisintegrierte Bachelor-Studium (PiBS) richtet sich an Absolventinnen und Absolventen einer gymnasialen Matura oder junge Menschen mit einem Lehrabschluss und einer Berufsmaturität, die nicht direkt mit dem Studiengang verwandt sind. Die für das Bachelor-Studium Industrial AI nötige Arbeitswelterfahrung wird im PiBS während des Studiums absolviert.
So funktioniert das PiBS:
- In der Regel 60% Studium und 40% Berufstätigkeit über 4 Jahre
- Sie können nach der gymnasialen Matura direkt ins Studium an der OST einsteigen und sammeln parallel dazu Arbeitswelterfahrung
- Wir unterstützen Sie bei der Suche nach einem Arbeitgeber
- Sie verdienen während Ihrer Ausbildung einen Lohn
Interessiert? Mehr Informationen zum PiBS finden Sie hier:
PiBS an der OST
Anstelle des PiBS haben Interessentinnen und Interessenten mit einer gymnasialen Matura oder einer studiengangsfernen Ausbildung auch die Möglichkeit, vor Studienbeginn ein einjähriges Praktikum zu absolvieren. Infos finden Sie unter Zulassung.
Studieninhalt und -aufbau
Das Bachelorstudium Industrial AI startet mit einer fundierten Basis aus den technischen Ingenieursdisziplinen, betriebswirtschaftlichen Grundlagen und Informationstechnologien. Darauf aufbauend vertiefen spezialisierte Module Schritt für Schritt die interdisziplinäre Verknüpfung von AI Engineering, Wirtschaft und Informatik. Ab dem zweiten Semester arbeiten Sie in konkreten Projekten zusammen mit Unternehmen an der Entwicklung von KI-Lösungen in der Industrie. Den Abschluss bildet die Bachelorarbeit: Hier stellen die Studierenden ihre Kompetenzen aus den verschiedenen Fachbereichen in einem eigenständigen, praxisnahen Projekt unter Beweis.
Studieninhalt
AI Engineering Anwendungen im industriellen / wirtschaftlichen Umfeld
Studierende erwerben grundlegendes und fortgeschrittenes Engineering-Wissen mit Fokus auf KI: von Datenerhebung über Sensoren, Datenfusion, -analyse und -visualisierung bis hin zu Embedded Systems, KI-gestützter Produktentwicklung und smarter Produktion (Industrie 4.0).
AI Engineering Projekte im industriellen / wirtschaftlichen Umfeld
Nach dem Prinzip des «Project Based Learning» setzen die Studierenden ihr Wissen in praxisnahen Projekten mit Unternehmen um und entwickeln mithilfe Cloud-basierter Low-Code-Plattformen reale KI-Lösungen für die Industrie. Im Fokus stehen Teamarbeit, Interdisziplinarität und konkrete Projekterfahrung.
Wirtschaft und Recht
Studierende lernen, betriebswirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen, Projekte zu planen und durchzuführen, sowie Kosten-Nutzen Abwägungen und rechtliche Rahmenbedingungen in ihren Entscheidungen zu berücksichtigen.
Mathematik und Naturwissenschaften
Die Studierenden erwerben die mathematischen und naturwissenschaftlichen Grundlagen, um Algorithmen und Modelle im Kontext physischer Systeme fundiert zu verstehen. Der Fokus liegt dabei auf dem inhaltlichen Verständnis, nicht auf der Eigenentwicklung komplexer Verfahren.
Informatik
In dieser Modulkategorie wenden die Studierenden moderne KI-Tools und Machine-Learning-Methoden praktisch an, indem sie Programme entwickeln und ML-Algorithmen produktiv in Cloud-Umgebungen einsetzen.
Überfachliche Kompetenzen / Interdisziplinäres Kontextstudium (IKTS)
Die Studierenden lernen zielgruppengerecht zu kommunizieren, in Teams zusammenzuarbeiten und zu führen.
Vorbereitung auf das Studium und Studienalltag
Der Studiengang Industrial AI steht einer breiten Zielgruppe offen, insbesondere Personen mit Berufsmaturität in den Richtungen Technik/Architektur oder Wirtschaft/Dienstleistungen sowie Personen mit gymnasialer Maturität.
Um dieser Tatsache gerecht zu werden, setzt das didaktische Konzept des Bachelorstudiengangs auf folgende Massnahmen, die die Studierbarkeit fördern und Studienabbrüche reduzieren sollen:
Vorbereitungskurse:
Damit Absolventinnen und Absolventen der kaufmännischen Berufsmaturität optimal auf das Studium vorbereitet sind, finden vor Studienbeginn Brückenkurse in Mathematik statt. Darin wird gezielt der für das Ingenieurstudium relevante Stoff der technischen Berufsmaturität vermittelt.
Tutoren:
In anspruchsvollen Modulen stehen den Studierenden während des Studiums Tutorinnen und Tutoren zur Seite. Zusätzlich wird die Bildung von Lerngruppen aktiv gefördert.
Grössere Module statt vieler paralleler Prüfungen:
Das Curriculum setzt bewusst auf grössere Module, um die Zahl paralleler Prüfungen zu reduzieren und eine inhaltlich zusammenhängende Kompetenzentwicklung zu fördern. Weniger, dafür substanziellere Prüfungsleistungen sorgen für eine gleichmässigere Arbeitsbelastung über das Semester und schaffen klare, transparente Leistungsanforderungen.
Praxisnähe und Interdisziplinarität
Das Studium an der OST zeichnet sich durch seinen starken Praxisbezug aus. Praktisches Herzstück des Studiengangs Industrial AI ist der durchgängige Projektpfad ab dem 2. Semester im Vollzeitstudium und ab dem 4. Semester im Teilzeitstudium. Die in den Theoriemodulen vermittelten Grundlagen werden jeweils im darauffolgenden Semester praktisch in Projekten umgesetzt. Das erfolgt aufeinander aufbauend und nach klarer System- und Lebenszykluslogik: Analyse, Entwurf, Modellierung, Realisierung, Bewertung. Im letzten Semester fliessen alle erworbenen Kompetenzen in einem finalen Projekt sowie der Bachelorarbeit zusammen.
Die praxisnahen Projekte entstehen in Kooperation mit Industriepartnern und sind bewusst interdisziplinär angelegt: Studierende verschiedener Fachrichtungen – etwa Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik, Betriebsökonomie oder Mechatronik – arbeiten in gemischten Teams zusammen und werden von einem ebenso interdisziplinären Dozierendenteam sowie Coaches begleitet. So erwerben die Studierenden nicht nur Fachwissen, sondern auch überfachliche Kompetenzen wie Kommunikation oder Teamleitung.
Die enge Zusammenarbeit mit Industriepartnern ist ein zentraler Bestandteil der Praxisnähe im Studium, sei es durch Praxisprojekte, Exkursionen, Betriebsbesichtigungen oder die Integration praxisnaher Aufträge in reguläre Lehrveranstaltungen. Durch die frühzeitige Arbeit an realen Fragestellungen aus der industriellen Produktion erhalten die Studierenden Einblicke in operative Abläufe, technische Rahmenbedingungen und wirtschaftliche Entscheidungsprozesse.
Unsere Infrastruktur
Im Studiengang Industrial AI lernen die Studierenden in Umgebungen, die echten Industrieanwendungen entsprechen. Unsere Labore bieten Zugang zu Sensorik, Embedded Systems, Edge Computing und industriellen Steuerungssystemen – ergänzt durch Cloud- und Datenplattformen für die KI-Entwicklung.
An realitätsnahen Demonstratoren wie Mini-Produktionsanlagen oder Energie- und Gebäudetechniksystemen werden komplette Use Cases bearbeitet: Von der Datenerfassung über die Modellierung hin zum Prototyp und dem laufenden Betrieb. So entwickeln, testen und betreiben die Studierenden keine isolierte Software sondern ganze industrielle Systeme – mit aktuellen Tools und Plattformen aus der Praxis.
Zulassung und Anmeldung
Für die Zulassung zum Bachelorstudium in Industrial AI wird einer der folgenden formalen Bildungsabschlüsse vorausgesetzt:
- Berufsmaturität (technisch/kaufmännisch)
- Fachmaturität
- Gymnasiale Maturität
- Diplom einer Höheren Fachschule
- Abschluss einer ausländischen Ausbildung, wenn diese mindestens dem Niveau einer anerkannten Berufsmaturität entspricht
jeweils in Kombination mit einer studienverwandten Berufslehre oder einer studienverwandten einjährigen Arbeitswelt-Erfahrung (Praktikum oder PiBS).
Als einer der wenigen technischen Studiengänge können Sie sich auch mit einer kaufmännischen Berufsmatura direkt anmelden. Es wird aber dringend empfohlen, den Vorkurs Mathematik vor dem Studium zu absolvieren.
Karriere
Ihre Aussichten nach dem Studium sind vielversprechend: Es erwarten Sie vielfältige Berufsmöglichkeiten und hervorragende Karrierechancen. Sie sind in unterschiedlichen Industriesektoren gefragt: Von der Fertigungsindustrie, über Energie und Versorgungswirtschaft bis hin zu Luft- und Raumfahrt. Ihre Kompetenzen befähigen Sie, als Brückenbauer oder Brückenbauerin zwischen Technologie und Business KI-Potenziale in Unternehmen umzusetzen. Zudem steht Ihnen die Möglichkeit offen, Ihr Wissen im Master in Data Science (MSE) zu vertiefen.
Ihr Kontakt zum Studiengang
Prof. Dr. Reto Knaack
Fachabteilung Wirtschaftsingenieurwesen Fachabteilungsleiter | Prof. für Wirtschaftsingenieurwesen | Leiter Res. Lehre & Internationales
+41 58 257 33 94 reto.knaack@ost.ch

