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Seminar «Niederschwellige Begleitung von Familien, Kindern und Jugendlichen»

Die niederschwellige und aufsuchende Begleitung und Beratung von Familien sowie von Kindern und Jugendlichen ist ein rasant steigendes Arbeitsfeld. Sie findet im alltäglichen Umfeld der Adressatinnen und Adressaten statt. Das bringt besondere Anforderungen mit sich: Nähe und Distanz müssen bewusst gestaltet, Unplanbarkeit ausgehalten und die eigene Rolle laufend reflektiert werden. In diesem Seminar werden relevante Wissensgrundlagen und methodische Handlungskompetenzen vermittelt – praxisnah, reflexionsorientiert und mit Raum für den kollegialen Austausch. 

Abschluss

Weiterbildungsnachweis der OST

Dauer

5 Tage

8./21. und 22. Januar sowie 11. und 12. Februar 2027

Kosten

CHF 2300.– inkl. Unterlagen, Leistungsnachweisen und Zertifikat (Preisänderungen vorbehalten)

Seminar «Niederschwellige Begleitung von Familien, Kindern und Jugendlichen»

Anmeldung

Nächste Durchführung

8./21. und 22. Januar sowie 11. und 12. Februar 2027

Campus St.Gallen

Das Seminar widmet sich vier zentralen Themenbereichen:

Grundlagen der niederschwelligen, aufsuchenden Arbeit mit Familien, Kindern und Jugendlichen

 Welche Grundhaltungen, Prinzipien und Rahmenbedingungen prägen das Handlungsfeld (u.a. in der sozialpädagogischen Familienbegleitung)? Und wo liegen die Chancen aber auch Grenzen niederschwelliger Begleitung? Diese Fragen bilden die Basis des Seminars.

Beziehungs- und Rollengestaltung

Die Arbeit im familiennahen sowie häuslichen Umfeld stellt besondere Anforderungen an die professionelle Beziehungsgestaltung. Im Seminar reflektieren Sie Fragen der Nähe und Distanz sowie der Rollenklarheit.

Gesprächsführung mit Kindern, Jugendlichen und Eltern 

Sie erweitern Ihr methodisches Repertoire für Gespräche mit Kindern, Jugendlichen und Eltern im niederschwelligen Kontext. Dabei werden sowohl grundlegende Gesprächstechniken als auch der Umgang mit herausfordernden Gesprächssituationen thematisiert.

Familienzentrierte Vernetzung

Wie können Fachpersonen aus Gesundheit, Soziales und Bildung zusammenarbeiten, um Themen von Familien, Kindern und Jugendlichen frühzeitig zu erkennen und passgenau zu unterstützen? Das Seminar führt in das Konzept der familienzentrierten Vernetzung ein und zeigt, welche Rolle die niederschwellige Begleitung im interprofessionellen Netzwerk einnimmt. 

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Fachpersonen der Sozialen Arbeit und angrenzender Berufsfelder, die neu in die niederschwellige und aufsuchende Arbeit mit Familien, Kindern und Jugendlichen einsteigen oder sich auf eine Tätigkeit in diesem Handlungsfeld vorbereiten möchten. Es spricht auch Personen an, die bereits punktuell in diesem Bereich tätig sind und ihr Handeln fachlich fundieren wollen. Angesprochen werden auch Fachpersonen, die im Rahmen ihrer Arbeit niederschwellige Begleitung von Familien als Angebot ergänzen (wollen). 

Zulassung

Zugelassen sind Personen

  • mit einem anerkannten Tertiärabschluss im Sozial-, Bildungs-, Kindheits-, Jugend und Gesundheitsbereich (Universität, Fachhochschule, Höhere Fachschule oder Berufs-/Höhere Fachprüfungen);
  • mit qualifizierter Berufserfahrung im Bildungs-, Sozial-, Kinder- und Jugendhilfe- und Gesundheitsbereich von min. zwei Jahren.

Personen ohne Tertiärabschluss werden nur in Ausnahmefällen in einem Sur-Dossier-Verfahren aufgenommen. Als Grundvoraussetzung müssen Interessierte über den gleichen Mindestumfang an relevanter Berufserfahrung verfügen wie Personen mit einem Tertiärabschluss. Die individuelle Prüfung des Sur-Dossier-Gesuchs erfolgt nach der Anmeldung zum Weiterbildungsprogramm durch die Seminarleitung.

Nach Abschluss dieses Seminars 

  • kennen Sie die konzeptionellen und fachlichen Grundlagen der niederschwelligen und aufsuchenden Arbeit mit Familien und können Ihr professionelles Handeln theoriegeleitet begründen;
  • sind Sie sensibilisiert für die besonderen Herausforderungen lebensweltnaher Arbeitssettings und setzen sich mit dem Spannungsfeld zwischen Unterstützung und Kontrolle auseinander;
  • sind Sie in der Lage, das soziale Umfeld und den Sozialraum von Familien wahrzunehmen und als Ressource in den Begleitungsprozess einzubeziehen und kennen das Konzept der familienzentrierten Vernetzung als Rahmen interprofessioneller Zusammenarbeit im Frühbereich;
  • reflektieren Sie Ihre eigene Rolle und Haltung im aufsuchenden Kontext und können professionelle Beziehungen bewusst und situationsgerecht gestalten;
  • verfügen Sie über ein erweitertes Repertoire an Gesprächsmethoden für die Arbeit mit Familien, Kindern und Jugendlichen im niederschwelligen Setting.

Seminarleitung

Mandy Falkenreck, Dipl. Päd.

IFSAR Institut für Soziale Arbeit und Räume Dozentin und Co-Institutsleiterin a.i.

+41 58 257 18 79 mandy.falkenreck@ost.ch

Carole Zellner, MSc in Sozialer Arbeit

IFSAR Institut für Soziale Arbeit und Räume Wissenschaftliche Mitarbeiterin

+41 58 257 12 07 carole.zellner@ost.ch

Studienkoordination

Annemarie Hohl

WBO Weiterbildungsorganisation Studienkoordinatorin

+41 58 257 12 93 annemarie.hohl@ost.ch