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«KLARA-Dialog» zu Hitzebelastung im Alter stösst auf grosses Interesse

21.09.2026

Wie erleben ältere Menschen zunehmende Hitzebelastung und welche Massnahmen sind jetzt notwendig? Diese Fragen standen im Zentrum des KLARA-Dialogs «Heisse Zeiten, starke Stimmen» an der OST. Der Anlass brachte ältere Menschen, Fachpersonen sowie Vertreter:innen aus Politik und Praxis zusammen und machte deutlich: Der Handlungsbedarf ist gross.

Am 16. September fand an der OST der KLARA-Dialog «Heisse Zeiten, starke Stimmen» zum Thema Hitzebelastung und Alter unter der Leitung von Dr. Stefanie Wiloth statt, unterstützt von Dr. Lisa Kortmann. Die Veranstaltung widmete sich der Frage, wie ältere Menschen die zunehmende Hitzebelastung erleben und welche gesellschaftlichen, politischen und praktischen Massnahmen erforderlich sind, um den Folgen des Klimawandels wirksam zu begegnen.

Im Mittelpunkt des Dialogformats standen die Erfahrungen und Perspektiven älterer Menschen. Sie berichteten von persönlichen Herausforderungen im Umgang mit Hitzeperioden, schilderten konkrete Belastungen im Alltag und formulierten Erwartungen an Politik, Verwaltung und Fachpraxis. Ihre Beiträge machten deutlich, dass extreme Hitze längst keine zukünftige Herausforderung mehr ist, sondern bereits heute spürbare Auswirkungen auf Gesundheit, Wohlbefinden und Teilhabe hat.

Ein besonderes Merkmal des Dialogs bestand darin, dass die eingeladenen Vertreter:innen aus Politik und Praxis zunächst ausschliesslich zuhörten. Erst in einem zweiten Schritt erhielten sie die Möglichkeit, auf die eingebrachten Erfahrungen und Anliegen zu reagieren und ihre Sichtweisen einzubringen. Dieses Vorgehen ermöglichte es, den Stimmen der betroffenen Personen bewusst Raum zu geben und ihre Erfahrungen ins Zentrum der Diskussion zu stellen.

Im anschliessenden Austausch zwischen allen Teilnehmenden entwickelte sich eine engagierte Diskussion. Auch das Publikum beteiligte sich aktiv und brachte eigene Erfahrungen, Einschätzungen und Fragen ein. Der grosse Zuspruch sowie die Vielzahl an Wortmeldungen machten deutlich, dass die Auswirkungen zunehmender Hitze viele Menschen beschäftigen und als wichtige gesellschaftliche Herausforderung wahrgenommen werden.

Über unterschiedliche Perspektiven hinweg zeigte sich eine hohe Übereinstimmung hinsichtlich der Dringlichkeit des Themas. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass Hitzebelastung und der fortschreitende Klimawandel insbesondere für vulnerable Bevölkerungsgruppen erhebliche Risiken mit sich bringen. Gleichzeitig wurde betont, dass wirksame Lösungen nur durch das Zusammenwirken verschiedener Akteur:innen entwickelt und umgesetzt werden können.

Mehrfach wurde die Forderung nach konkreten und zeitnahen Massnahmen geäussert. Dabei standen sowohl kurzfristige Anpassungen als auch langfristige Strategien im Fokus. Diskutiert wurden unter anderem Möglichkeiten zur Verbesserung des Hitzeschutzes, die Stärkung von Informations- und Unterstützungsangeboten für vulnerable, ältere Menschen sowie die Gestaltung von Wohn- und Lebensräumen, die besser auf künftige Hitzebelastungen vorbereitet sind.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie politische Entscheidungsträger:innen für die Anliegen besonders betroffener Bevölkerungsgruppen sensibilisiert werden können. Die Diskussion zeigte, dass Partizipation eine wichtige Voraussetzung dafür ist, bedarfsgerechte Lösungen zu entwickeln. Wenn Betroffene ihre Erfahrungen direkt einbringen können, entstehen wertvolle Impulse für die Ausgestaltung von Massnahmen und Strategien.

Der KLARA-Dialog verdeutlichte damit nicht nur die Herausforderungen, die mit zunehmender Hitzebelastung verbunden sind, sondern zeigte auch das Potenzial eines direkten Austauschs zwischen Betroffenen, Fachpersonen, Politik und Öffentlichkeit. Unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven können dazu beitragen, gemeinsame Lösungsansätze zu entwickeln und das Verständnis für die jeweiligen Anliegen zu vertiefen.

Die Veranstaltung machte eindrücklich sichtbar, wie wichtig Räume für Dialog, Zuhören und Mitgestaltung sind. Sie bot die Gelegenheit, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und gemeinsame Handlungsansätze zu diskutieren. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Auswirkungen des Klimawandels eine koordinierte und zeitnahe Reaktion erfordern.

Die Organisatorinnen danken allen Teilnehmenden, Diskutierenden und Mitwirkenden herzlich für ihre Offenheit, ihr Engagement und die zahlreichen wertvollen Beiträge zum Gelingen des Anlasses.