Seminar «Dual-Use-Güter und Exportkontrollrecht»
Ob Maschinenbau, Elektronik, Software, Chemie oder Medizintechnik: Immer mehr Produkte und Technologien sind exportkontrollrechtlich relevant, weil sie sowohl zivil als auch militärisch verwendet werden können. Verstösse gegen das Exportkontrollrecht können zu Strafverfahren, Bewilligungsentzug und erheblichen Reputationsschäden führen. Gleichzeitig steigen durch Sanktionen und geopolitische Spannungen die Anforderungen an die Sorgfalt in Lieferketten.
Das Seminar vermittelt einen kompakten und praxisnahen Überblick über das Schweizer Exportkontrollrecht für Dual-Use-Güter. Sie lernen, wie Sie Ihre Produkte richtig klassifizieren, wann eine Bewilligung erforderlich ist, wie das Bewilligungsverfahren beim SECO abläuft und wie Sie ein wirksames internes Compliance-System aufbauen. Anhand von Fallbeispielen erarbeiten wir gemeinsam nachhaltige Lösungsansätze für den Unternehmensalltag; zusammen mit Experten des Seco sowie aus der Praxis und der Wissenschaft.
Auf einen Blick
Veranstaltungsdaten und -ort
Es finden 3 Durchführungen an verschiedenen Standorten statt:
- Dienstag, 12. Januar 2027: Luzern (Root D4)
- Freitag, 15. Januar 2027: St. Gallen (OST)
- Freitag, 22. Januar 2027: Zürich HB
Veranstaltungsdauer
Vormittag, 08.30 – 12.30 Uhr
Zielgruppe
Mitarbeitende aus Export, Verkauf, Logistik, Einkauf, Zoll, Recht, Compliance und Geschäftsleitung von Industrie- und Handelsunternehmen sowie Forschungseinrichtungen. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.
Lernziele
Nach dem Seminar können Sie:
- die Grundlagen und Zuständigkeiten des Schweizer Exportkontrollrechts einordnen,
- Dual-Use-Güter, besondere militärische Güter und Kriegsmaterial voneinander abgrenzen,
- Ihre Produkte und Technologien anhand der Güterlisten klassifizieren,
- beurteilen, ob eine Bewilligungspflicht besteht (inklusive Catch-all-Klausel),
- den Ablauf des Bewilligungsverfahrens und die Rolle von Endverbraucherbescheinigungen verstehen,
- Sanktionen und Embargos in Ihre Prüfprozesse einbeziehen,
- ein internes Compliance-Programm (ICP) in Grundzügen aufbauen.
Abschluss
Weiterbildungsnachweis der OST – Ostschweizer Fachhochschule
Kosten
CHF 400.– inkl. Seminarunterlagen und Weiterbildungsnachweis
Für Unternehmen mit mehreren Teilnehmenden: Kontaktieren Sie uns unter ifl@ost.ch.
Programm
| Begrüssung, Einführung |
| Rechtliche Grundlagen |
| Klassifizierung und Bewilligungspflicht Aufbau der Güterlisten, Technologie und Software, Ausfuhr, Durchfuhr, Vermittlung und immaterieller Technologietransfer, Catch-all-Klausel |
| Pause |
| Bewilligungsverfahren Einzel-und Generalbewilligungen, Gesuchstellung beim SECO, Endverbraucherbescheinigung, Fristen, typische Fehlerquellen |
| Sanktionen und Embargos Zusammenspiel mit Dual-Use-Kontrollen, aktuelle Entwicklungen, Umgehungsrisiken und Red Flags |
| Compliance und Haftung Internes Compliance-Programm, Verantwortlichkeiten, Schulung und Dokumentation, Straf- und Verwaltungsmassnahmen |
| Podium |
| Abschluss und Netzwerkapéro |
Kontaktperson für fachliche Fragen
Dr. iur. Esther Omlin
IFL Institut für Finance und Law Kompetenzzentrum Business Law
+41 58 257 17 25 esther.omlin@ost.ch
Kontaktperson für administrative Fragen
Liselotte Arnet-Nuber
IFL Institut für Finance und Law Leitung Sekretariat
+41 58 257 13 83 liselotte.arnet@ost.ch
