Vier Semester lang arbeiten die angehenden Wirtschaftsingenieurinnen und -ingenieure der OST an ihren Industrieprojekten. Jedes Team hat einen eigenen Industriepartner, für den es Potenzialanalysen, Produkt- und Dienstleistungsideen, technische Konzepte Entscheidungsgrundlagen und Prototypen erarbeitet.
Der Industrieprojektabend markiert den feierlichen Abschluss dieses wesentlichen Teils ihrer Ausbildung. Die Studierenden stellen dabei ihre Lösungen und Prototypen zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor. Dieses Jahr waren fast 400 Gäste anwesend: Angehörige und Freunde der Studierenden, Dozierende sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie und Wirtschaft kamen an den Campus St.Gallen, um den Pitches zu folgen und die Ausstellung zu besuchen.
Elf Teams, elf Unternehmen, elf Lösungen
Der Abend machte sichtbar, was Wirtschaftsingenieurinnen und Wirtschaftsingenieure als Generalistinnen und Generalisten auszeichnet: die Fähigkeit, sich in unterschiedliche fachliche Domänen einzudenken und konkrete Innovationen in Unternehmen voranzutreiben.
Die Studierendenteams präsentierten so auch Lösungen für unterschiedlichste Branchen und Themen: Von einem Drehschalter, der sich nicht mehr drehen muss über einen modularen Mobilkran für Geländerbauerinnen und -bauer bis zu einer SmartBox, die die Montage von Aufzügen wesentlich vereinfacht, oder ein Sustainable Business Tool für die Elektronik-Branche.
Neu in diesem Jahr stellten auch internationale Studierende, die an der OST ein Auslandsemester absolvieren, ihre Industrieprojekte vor. Diese wurden in Zusammenarbeit mit der Bühler AG durchgeführt.
Aus Industrieprojekt wurde ein Start-up
Zwischen den Pitches beleuchtete eine Podiumsdiskussion, welche Bedeutung solche Praxisprojekte und die Kooperation von Hochschule und Industrie für die Region haben. Thomas Utz, Programmleiter Industrieprojekte, sprach mit Vertretern aus Industrie, Hochschule und Wirtschaft. Unter den Teilnehmenden war Elias Rozinek, CFO von Fluidbot. Das Start-up entwickelt autonome Robotiklösungen für die Überwachung von Trinkwasserleitungen. Fluidbot ist aus einem Industrieprojekt im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen entstanden. Elias Razinek stand mit seinem Team vor vier Jahren selbst auf der Bühne der OST. «Glaubt an Eure Ideen, gebt nicht auf, auch wenn es einmal schwierig wird», gab er den aktuellen Studierenden mit auf den Weg.
Zwei Auszeichnungen verliehen
Nach den Pitches und der Ausstellung hatten die Gäste die Möglichkeit, für ihr Lieblingsteam abzustimmen. Das Rennen um den «Publikumspreis» machte das Team Elma Electronic. Den «Best Project Award», der von den Dozierenden vergeben wird, erhielt das Team Entsorgung St.Gallen.
Die Awards wurden von den Industrie- und Handelskammern St.Gallen-Appenzell und Thurgau unterstützt.
Seien Sie dabei, wenn der nächste Jahrgang seine Industrieprojekte vorstellen wird, am Mittwoch, 7. Juli 2027, am OST-Campus in Rapperswil-Jona.









