Forschungsprojekt
IBA-M-Netzwerkstatt Bahnhofsquartiere
Im Auftrag der Internationalen Bauausstellung Metropolregion München (IBA-M) begleitete das IRAP Institut für Raumentwicklung die Gründung des neuen Netzwerks «Bahnhofsquartiere», konzipierte eine erste Tagung unter dem Label «Netzwerkstatt» und moderierte einen Teil der Veranstaltung.
Die Internationale Bauausstellung Metropolregion München (IBA-M) initiierte das Netzwerk «Bahnhofsquartiere» gemeinsam mit den sechs Gründungskommunen Augsburg, Dachau, Freising, Fürstenfeldbruck, Kaufbeuren und der Landeshauptstadt München sowie mit der DB InfraGO. Das Ziel des Netzwerks besteht darin, Bahnhöfe und ihre Umfelder in der Metropolregion München als attraktive Stadtquartiere und Orte nachhaltiger Mobilität zu stärken.
Das Mandat des IRAP beinhaltete einerseits die Begleitung der Netzwerksgründung, die Organisation der Gründungstagung - genannt «Netzwerkstatt» - sowie die Moderation des zweiten Workshop-Tages. Die Tagung fand am 21. und 22. September 2026 in Fürstenfeldbruck statt und bildete den Auftakt der Zusammenarbeit des neuen Netzwerks.
Das Projekt knüpft an die vom IRAP organisierte IBA-M Summer School 2025 sowie den Workshop an der Regionalen Wohnungsbaukonferenz in Fürstenfeldbruck an. Aufgrund dieser Vorgängerprojekte war unser Institut vertraut mit dem Entstehungsprozess des neuen Netzwerks und kannte die Anliegen der Beteiligten. Ergänzend brachte das IRAP Erfahrungen aus dem von ihm mitbegründeten Schweizer «Netzwerk Verkehrsdrehscheiben» ein, insbesondere zur Verbindung von Mobilität und Stadtentwicklung sowie zur Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Akteuren.
Am ersten Tag der Netzwerkstatt standen die politischen und strategischen Voraussetzungen der Bahnhofsquartiersentwicklung im Mittelpunkt. Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Bahn, Freistaat und Bund diskutierten, wie sich die Zusammenarbeit verbessern und Hürden bei Flächenverfügbarkeit und Finanzierung überwinden lassen. Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung bekräftigten die Gründungspartner ihre künftige Zusammenarbeit.
Für den zweiten Tag entwickelte das IRAP einen Workshop-Prozess, der von konkreten räumlichen Aufgaben zu gemeinsamen Handlungsfeldern für das Netzwerk führte. Rund 80 Teilnehmende erarbeiteten Ideen für die Bahnhofsquartiere der sechs Gründungskommunen. Internationale Beispiele und Fachinputs ergänzten die Arbeit. Sechs Dimensionen strukturierten den Austausch: Aufenthaltsqualität, stadträumliche Einbindung, Anschlussmobilität, Flächenverfügbarkeit, Finanzierung und Zusammenarbeit. Die Ergebnisse wurden standortübergreifend gebündelt und in Vorschläge für künftige Aktivitäten und Arbeitsformate übersetzt.
Gemeinsam mit der IBA-M bereitete das IRAP die Beiträge und Ergebnisse beider Veranstaltungstage in einem Bericht auf. Die daraus abgeleiteten Empfehlungen bilden eine Grundlage, um Prioritäten für die weitere Netzwerkarbeit zu setzen und gemeinsame Projekte anzustossen.
Laufzeit: 01.06.2026 - 01.10.2026
Projektfinanzierung:
Internationale Bauausstellung Metropolregion München GmbH

