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FUTUR-Preise 2026 für drei OST-Forschungsprojekte

15.06.2026

Die Stiftung FUTUR hat am 11. Juni 2026 drei Forschungsprojekte der OST – Ostschweizer Fachhochschule ausgezeichnet: eine nachhaltige Textiltechnologie, ein KI-basiertes Digitalisierungssystem für KMU sowie ein Solarsystem für Gesundheitszentren in Afrika.

Die Gewinner-Teams der diesjährigen FUTUR-Auszeichnungen
Sie wurden in diesem Jahr für ihre hervorragende Forschung von der FUTUR-Stiftung ausgezeichnet, von li. nach re.: Prof. Daniel Schwendemann, Dr. Mihaela Dudita-Kauffeld und Dr. Sarah Ekanayake.
Das Forschungsteam des Projektes «SophiA»
Dr. Mihaela Dudita-Kauffeld, Projektleiterin am SPF Institut für Solartechnik, und ihr Team haben zusammen mit ihren Projekt-Partnern eine modulare solarbetriebene Infrastruktur für Spitäler und Gesundheitszentren in Afrika entwickelt.

Die FUTUR-Stiftung zeichnet seit 2004 herausragende Forschungsprojekte aus, die einen Innovationsschub für Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft versprechen. Stiftungsratspräsident Dr. h.c. Thomas Schmidheiny und Geschäftsführer Prof. Alex Simeon überreichten in diesem Jahr drei Auszeichnungen an Teams der OST. «Die OST hat immer einen Weg gefunden, Lösungen für aktuelle Herausforderungen schnell umzusetzen», sagte Schmidheiny.

Hauptpreis: Wetterschutz ohne Schadstoffe

Prof. Daniel Schwendemann und sein Team vom IWK Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung erhielten gemeinsam mit der Dimpora AG den Hauptpreis. Mit der «Sane Membrane» entwickelten sie eine fluor- und lösungsmittelfreie Membrantechnologie für funktionale Textilien. Die Innovation ermöglicht wasser- und winddichte gleichzeitig aber atmungsaktive Outdoor-, Sport- und Schutzbekleidung ohne den Einsatz von PFAS, sogenannten Ewigkeitschemikalien.

«Die OST hat immer einen Weg gefunden, Lösungen für aktuelle Herausforderungen schnell umzusetzen.»

Dr. h.c. Thomas Schmidheiny, FUTUR-Stiftungsratspräsident

Anerkennungspreis: Produktionsdigitalisierung per Prompt

Der Anerkennungspreis ging an Dr. Sarah Ekanayake vom IPEK Institut für Produktdesign, Entwicklung und Konstruktion und ihr interdisziplinäres Projektteam. Mit dem System «iDIP» entwickelten sie eine KI-gestützte Lösung, die kleinen und mittleren Unternehmen die Digitalisierung ihrer Produktionsplanung und -steuerung erleichtert. Die Anwendung reduziert den Implementierungsaufwand und ermöglicht auch Mitarbeitenden ohne IT-Fachwissen, digitale Prozesse anzupassen.

Spezialpreis: Solarenergie für Spitäler

Dr. Mihaela Dudita-Kauffeld vom SPF Institut für Solartechnik erhielt mit ihrem internationalen Projektteam den Spezialpreis. Das Projekt «SophiA» kombiniert Solarenergie, Kühlung, Wasseraufbereitung und Sterilisation in einem modularen System für Spitäler und Gesundheitszentren. Die Anlagen sind bereits in mehreren afrikanischen Ländern im Einsatz und tragen zu einer zuverlässigeren medizinischen Versorgung bei.