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Studierende bauen sanitäre Anlagen auf Alp ohne Strom

17.06.2026

Auf der Alp Thalkirch im Safiental haben Studierende der OST sanitäre Anlagen installiert, die ohne Stromanschluss nur mit Sonnenenergie betrieben werden. Das Projekt wurde im Rahmen eines interdisziplinären Blockkurses durchgeführt, in dem Studierende aus den unterschiedlichsten Studiengängen der OST standortübergreifend zusammenarbeiten.

Im hintersten Winkel des Safientals finden Gäste jetzt eine Kompost-Toilette, die OST-Studierende gebaut haben: Das KompOSToi.
Im hintersten Winkel des Safientals finden Gäste jetzt eine Kompost-Toilette, die OST-Studierende gebaut haben: Das KompOSToi.
Die sanitäre Anlage mit verschiedenen Elementen wird autark mit Solarenergie betrieben.
Die sanitäre Anlage mit verschiedenen Elementen wird autark mit Solarenergie betrieben.
Neben der Kompost-Toilette zählt auch eine Regenwasser-Dusche zur Ausstattung.
Neben der Kompost-Toilette zählt auch eine Regenwasser-Dusche zur Ausstattung.
Die Arbeiten der Studierenden auf der Alp Thalkirch könnten auch in anderen sehr abgelegenen Regionen interessant sein.
Die Arbeiten der Studierenden auf der Alp Thalkirch könnten auch in anderen sehr abgelegenen Regionen interessant sein.

Der Bergbauernhof Gasslihof im Safiental liegt mitten in der schönen Natur Graubündens. Trotz der abgelegenen Lage verfügt die Alp auf ihren Wiesen neu über sanitäre Anlagen. Sie werden ausschliesslich mit Sonnenenergie betrieben, das System ist nicht ans Stromnetz angeschlossen und funktioniert autark.

Entworfen, die Baugruppen erstellt und installiert haben sie Studierende der OST im interdisziplinären Blockkurs «Water and Sun», organisiert und betreut von Dorothee Spuhler vom IBU Institut für Bau und Umwelt und von Andreas Reber vom SPF Institut für Solartechnik. «Im Kurs sollen die Studierenden lernen, wie man interdisziplinär arbeitet und in einem sicheren Rahmen die Möglichkeit haben, Fehler zu machen, diese aufzulösen und etwas Handfestes umzusetzen», sagt Dorothee Spuhler.


Kompost-Toilette und Regenwasser-Dusche

Nach einer ersten theoretischen Einführung in die Thematik von nicht-netzbasierten Wasser-, Abwasser- und Energielösungen mussten die Studierenden in vier Gruppen Lösungen für Wasser, Abwasser, Strom und solares Heizen entwickeln. Entstanden sind die Kompost-Toilette KompOSToi, eine solarthermische Warmwasseranlage, eine Regenwasser-Dusche und eine PV-Anlage für ein Tiny-Haus.

22 Studierende aus den Studiengängen Maschinentechnik | Innovation, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen, Informatik, Bauingenieurwesen und Erneuerbare Energien und Umwelttechnik haben Konzepte erarbeitet und die Anlagen aufgebaut und in Betrieb genommen. 


Skalierbarkeit eruieren

Nun werden die letzten Arbeiten abgeschlossen und die Resultate danach dem lokalen Tourismus-Verein präsentiert, um die Skalierbarkeit zu eruieren. «Begleitend zum Interdisziplinären Blockkurs hat eine Gruppe des Moduls «Nachhaltigkeit und Ethik» in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Beverin eine Marktanalyse durchgeführt. Diese hat gezeigt, dass vor allem das wasserlose KompOSToi wegen seiner einfachen Installation und dem robusten Betrieb grosses Potential für kleinere Betriebe ohne Anschluss hat – auch in anderen Regionen», sagt Dorothee Spuhler.