CAS Digital Health – Anwendungen und Technologien
Digitale Gesundheitsanwendungen eröffnen neue Möglichkeiten in der Diagnose, Behandlung und Prävention von Krankheiten. Von KI-gestützten Entscheidungssystemen über digitale Biomarker bis hin zu Patient@Home verändern sie die Gesundheitsversorgung grundlegend. Im CAS Digital Health – Anwendungen und Technologien lernen Sie die Vielfalt moderner digitaler Gesundheitsanwendungen kennen, schätzen deren Chancen und Grenzen kritisch ein und erwerben die Kompetenz, digitale Lösungen fundiert auszuwählen und in Ihrer eigenen Organisation wirksam einzusetzen.
Abschluss
Certificate of Advanced Studies CAS in Digital Health - Anwendungen und Technologien (15 ECTS-Punkte)
Dieser Kurs kann als in sich geschlossene Weiterbildung oder als Teil des MAS Digital Healthcare Management absolviert werden.
Dauer
17 Tage, während 6 Monaten, berufsbegleitend
Die Anzahl der Tage kann je nach Durchführung variieren. Es gilt der aktuelle Terminplan.
Kosten
CHF 8200.– inkl. Unterlagen, Leistungsnachweisen und Zertifikat (Preisänderungen vorbehalten)
Studienbeschreibung
Die Zukunft des Gesundheitswesens ist digital. Technologien und ihre Anwendungen revolutionieren nicht nur die Arbeit medizinischer Fachpersonen, sondern auch die Interaktion zwischen Fachpersonen und Klientinnen/Klienten sowie deren Selbstmanagement.
Im CAS Digital Health – Anwendungen und Technologien erhalten Sie einen fundierten Überblick über digitale Gesundheitsanwendungen entlang der gesamten Versorgungskette. Sie lernen Technologien für medizinische Fachpersonen kennen – von digitalen Dokumentationssystemen über Künstliche Intelligenz, Prognosemodelle und Entscheidungsunterstützungssysteme bis hin zu Anwendungen für Klientinnen und Klienten wie mobilen Gesundheitsanwendungen, digitalen Biomarkern und Patient@Home. Ebenso befassen Sie sich mit Lösungen für die Zusammenarbeit, etwa Telemedizin, Fernüberwachung und dem digitalen Patientenzwilling. Sie lernen, diese Lösungen kritisch zu beurteilen sowie relevante Standards anhand ethischer Fragestellungen zu reflektieren. Im Rahmen einer Transferarbeit übertragen Sie das Gelernte direkt auf reale Projekte aus Ihrem beruflichen Umfeld. So sind Sie befähigt, digitale Gesundheitslösungen erfolgreich einzuführen, die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu stärken und die digitale Transformation im Gesundheitswesen aktiv mitzugestalten.
Studieninhalte
Dieser Zertifikatskurs besteht aus folgenden vier Themenblöcken:
Anwendungen und Technologien für medizinische Fachpersonen
In diesem ersten Themenblock liegt der Fokus auf Anwendungen und Technologien, die die Arbeit von medizinischen Fachpersonen verändern. Sie setzen sich mit digitalen Dokumentationssystemen auseinander und lernen, wie Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen im Gesundheitswesen eingesetzt werden. Sie erfahren, wie sich diese Technologien für Prognosen, die Risikobewertung und die Optimierung von Arbeitsabläufen nutzen lassen. Ergänzend lernen Sie Entscheidungsunterstützungssysteme sowie die digitale Gesundheitskompetenz kennen, die für einen souveränen Umgang mit diesen Anwendungen unerlässlich ist.
Anwendungen und Technologien für Klientinnen und Klienten
Dieser Block thematisiert Anwendungen und Technologien für Klientinnen und Klienten, die deren Selbstmanagement verändern. Es wird zudem diskutiert, wie sich diese Anwendungen und Technologien auf die Arbeit von medizinischen Fachpersonen auswirken. Im Zentrum stehen mobile Gesundheitsanwendungen und Wearables sowie Ansätze, die das Engagement und Empowerment von Klientinnen und Klienten fördern. Darüber hinaus befassen Sie sich mit Digital Health Interventions und mit digitalen Biomarkern, die neue Möglichkeiten für Diagnose, Begleitung und Therapie eröffnen.
Anwendungen und Technologien für die Zusammenarbeit
Dieser Themenblock verbindet die vorhergehenden Blöcke und widmet sich der Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Gesundheitsfachpersonen im interprofessionellen Kontext sowie zwischen Gesundheitsfachpersonen und Klientinnen und Klienten. Sie lernen den digitalen Patientenzwilling, die Telemedizin, Blended Care und die medizinische Fernüberwachung kennen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der interprofessionellen Zusammenarbeit und Kommunikation sowie darauf, wie diese durch digitale Lösungen wirksam unterstützt und neu gestaltet werden können.
Transferarbeit
In der Transferarbeit verbinden Sie die drei Themenblöcke und übertragen die erlernten Inhalte auf eine konkrete Fragestellung aus Ihrer eigenen Organisation. So entsteht aus der Weiterbildung ein unmittelbarer Mehrwert für Ihre Praxis, der weit über die Kursdauer hinaus wirkt.
Zielgruppe und Zulassung
Zielgruppe
Dieser CAS richtet sich insbesondere an Fach- und Führungskräfte, die sich mit Fragestellungen an der Schnittstelle von IT und Gesundheitswesen befassen. Angesprochen sind Personen aus
- Gesundheitsorganisationen wie Spitälern, Kliniken, Heimen, Spitex-Organisationen, Praxen und Versorgungsnetzwerken;
- Krankenversicherungen, die digitale Geschäftsmodelle, datenbasierte Services und neue Formen der Zusammenarbeit mit Leistungserbringern entwickeln;
- Beratungs- und IT-Unternehmen, die ihr Know-how für die Beratungstätigkeit im Umfeld von Digital Health auf- oder ausbauen wollen.
Ebenso angesprochen sind Personen, die mit der Entwicklung, Implementation oder Evaluation digitaler Gesundheitsanwendungen betraut sind oder sich dafür qualifizieren wollen. Darunter Medizinerinnen und Mediziner, Pflegende, Gesundheits-, Natur- und Informatikwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sowie Quereinsteigende mit oder ohne akademischen Abschluss.
Zulassung
Zugelassen sind Personen
- mit mindestens drei Jahren Berufserfahrung in den Bereichen Wirtschaftsinformatik bzw. -ingenieurwesen, Informatik, Medizin, Psychologie, Pflege, therapeutische Berufe, Soziale Arbeit oder Betriebswirtschaft;
- mit einem anerkannten Tertiärabschluss (Universität, Fachhochschule, Höhere Fachschule oder Höhere Fachprüfung);
- mit qualifizierter Berufserfahrung;
- mit einer Tätigkeit in einem Arbeitsfeld, in dem sie das Gelernte umsetzen können (Prinzip Transferorientierung).
Bewerberinnen und Bewerber, die über vergleichbare Abschlüsse und entsprechende Berufserfahrung verfügen, können auf Basis einer individuellen Prüfung des Dossiers aufgenommen werden.
Spezifische Programmierkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.
Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens
Für Teilnehmende ohne Hochschulabschluss ist das Seminar Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens im Sinne einer Nachqualifikation obligatorisch.
Abschlusskompetenzen
Nach Abschluss dieses Kurses sind Sie in der Lage,
- die Vielfalt moderner digitaler Gesundheitsanwendungen (zum Beispiel Diagnosewerkzeuge, Therapiewerkzeuge oder Decision-Support-Systeme) zu erfassen sowie deren Chancen und Grenzen kritisch zu beurteilen;
- gängige Interoperabilitätsstandards und aktuelle Dokumentationssysteme im Gesundheitswesen sicher anzuwenden;
- digitale Lösungen erfolgreich in die Praxis zu übertragen und deren Integration im Gesundheitswesen aktiv voranzutreiben;
- in interdisziplinären Teams erfolgreich zusammenzuarbeiten und die erlernten Inhalte praxisorientiert anzuwenden.
Kursleitung
Prof. Dr. Winfried Schlee
IPM Institut für Informations- und Prozessmanagement Professor für Wirtschaftsinformatik / Digital Health
Dr. Dario Stähelin
IPM Institut für Informations- und Prozessmanagement Dozent Wirtschaftsinformatik / Digital Health
+41 58 257 31 06 dario.staehelin@ost.ch
Studienkoordination
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