Männer und Frauen, welche eine Weiterbildung an der OST absolvieren in der Pause auf Flur

Seminar «Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens»

Das Seminar «Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens» (SEM WIA) ist für Personen ohne Hochschulabschluss im Sinne einer Nachqualifikation obligatorisch. Die Teilnehmenden lernen, wie man eine schriftliche Arbeit wie beispielsweise eine Abschlussarbeit oder Masterarbeit (MATH) zielorientiert und wissenschaftlich verfasst.

Nach einer Einführung in die Bedeutung, Ziele und Merkmale des wissenschaftlichen Arbeitens, lernen die Teilnehmenden, ein geeignetes Thema für eine Abschlussarbeit einzugrenzen. Sie recherchieren gezielt Informationen in Bibliotheken und wissenschaftlichen Datenbanken. Sie beurteilen unterschiedliche Informationsquellen (z.B. Fachbücher, Lehrbücher, Fachzeitschriften, Studien, Berichte) auf deren Eignung. Zudem lernen sie, wie sie Befragungen (Interviews, schriftliche Befragungen) planen, durchführen und auswerten.

Auf einen Blick

Abschluss

Weiterbildungsnachweis der OST – Ostschweizer Fachhochschule

Schwerpunkte

1. Teil:

  • Ziele und Merkmale des wissenschaftlichen Arbeitens
  • Eingrenzen des Themas
  • Informationsquellen recherchieren, beurteilen und dokumentieren
  • Arbeit strukturieren, Einleitung und Hauptteil angemessen formulieren

2. Teil:

  • Forschungsfragen formulieren
  • Forschungskonzept entwerfen
  • Interviews und schriftliche Befragungen planen, durchführen und auswerten

Dauer

Im Rahmen eines Zertifikatskurses (CAS): 1 Tag
Im Rahmen eines Weiterbildungsmasters (MAS) oder Executive MBAs (EMBA): 2 Tage

Kosten

CHF 300.–, pro Seminartag für OST-Studierende
CHF 450.–, pro Seminartag für externe Studierende
inkl. Unterlagen und Weiterbildungsnachweis (Preisänderungen vorbehalten)

1Kosten, die im Zusammenhang mit einer Überarbeitung sowie nicht oder verspätet eingereichter Arbeitsaufträgen anfallen, müssen von den Teilnehmenden zusätzlich zu den Seminarkosten übernommen werden.

Durchführungsort

Campus St.Gallen

Termine 1. Teil

  • 18. September 2024
  • 14. Oktober 2024
  • 30. Oktober 2024
  • 20. November 2024
  • 9. Dezember 2024
  • 20. Januar 2025

Termine 2. Teil

Hinweis: MAS- und EMBA-Studierende müssen den 1. Teil vor dem 2. Teil besuchen, da die Inhalte aufeinander aufbauen.

  • 11. Dezember 2024

Methodik

Die Inhalte werden anhand interaktiver Lehr- und Lernmethoden (Lehrgespräche, Gruppendiskussionen, Einzel-, Partner- und Gruppenarbeiten, Präsentationen) erarbeitet. Etwa zwei Wochen vor dem Seminar erhalten die Teilnehmenden einen Vorbereitungsauftrag. Der Leistungsnachweis erfolgt in Form eines schriftlichen Transferauftrags. Dieser ist spätestens vier Wochen nach dem Besuch des Seminars einzureichen.

Zielgruppe

Das Seminar Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens verschafft Studierenden ohne Hochschulabschluss die nötige formelle Grundqualifikation im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens bzw. des wissenschaftlichen Verfassens von Abschluss-, Diplom- oder Masterarbeiten. 

Zulassung

Studierende ohne Hochschulabschluss

Für Studierende ohne Hochschulabschluss ist der Besuch des Seminar Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens im Sinne einer Nachqualifikation obligatorisch, sofern:

  • sie einen Weiterbildungsmaster (MAS oder Executive MBA) bei uns besuchen.
  • sie einen Zertifikats- oder Diplomlehrgang (CAS/DAS) bei uns besuchen, bei dem Kenntnisse über das wissenschaftliche Verfassen einer Abschluss-, Diplom- oder Zertifikatsarbeit vorausgesetzt wird. Diese Informationen finden Sie unter den Zulassungsbedingungen sowie auf den Anmeldeformularen unserer einzelnen Lehrgänge.

Ist das Seminar Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens obligatorisch, muss es vor dem Start der Masterarbeitsphase bzw. vor Beginn der Abschlussarbeit absolviert werden. Beachten Sie dazu unsere Entscheidungshilfe für das Timing Ihres Seminarbesuches.

Teilnehmende mit Hochschulabschluss

Für Teilnehmende mit Hochschulabschluss (Bachelor, konsekutiver Master, Weiterbildungsmaster) sind der Besuch des Grundlagenseminars und das Erbringen des Leistungsnachweises freiwillig. Sie entscheiden selber, ob sie ihre Kenntnisse zum wissenschaftlichen Arbeiten auffrischen möchten oder nicht.

Absolventinnen und Absolventen sind in der Lage,

  • die Bedeutung, Ziele und Merkmale des wissenschaftlichen Arbeitens zu erläutern;
  • den Ablauf und Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit zu beschreiben und zu begründen;
  • für eine wissenschaftliche Arbeit ein geeignetes Thema vorzuschlagen und einzugrenzen;
  • Strategien zur Datenrecherche in Bibliotheken und wissenschaftlichen Datenbanken anzuwenden;
  • Informationsquellen im Hinblick auf ihre wissenschaftliche Eignung zu beurteilen;
  • eine wissenschaftliche Arbeit zu strukturieren;
  • eine realistische Arbeits- und Zeitplanung für die Abschluss- oder Masterarbeit zu erstellen;
  • die zentralen Textteile einer wissenschaftlichen Arbeit (Einleitung, Hauptteil) angemessen zu verfassen;
  • einen wissenschaftlichen Schreibstil anzuwenden;
  • die formalen Richtlinien zum wissenschaftlichen Arbeiten einzuhalten (insbesondere: fremde Quellen richtig zitieren und ein Literaturverzeichnis korrekt erstellen, beispielhaft anhand des APA-Standards);
  •  zielbezogene Forschungsfragen zu formulieren ein dazu passendes Forschungskonzept zu entwerfen;
  • Interviews und schriftliche Befragungen zu planen, durchzuführen und auszuwerten.

Die Teilnehmenden entscheiden selber, in welcher Phase ihrer Weiterbildung sie das Seminar Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens besuchen. Jeder gewählte Zeitpunkt hat aus unserer Sicht Vor- und Nachteile.

Vor Beginn des Studiums1 

Vorteile:

  • Die nötige Nachqualifikation wird bereits vor Studienbeginn erbracht;
  • der Kursbesuch sensibilisiert frühzeitig für Aspekte, die für das Verfassen der eigenen Abschlussarbeit wichtig sind.

Nachteile:

  • Die Teilnehmenden haben noch keine Erfahrungen mit dem Studium;
  • Für die Teilnehmenden ist es allenfalls schwierig, den bestehenden Anwendungsbezug des Seminars zu erkennen;
  • Allenfalls kommt ein Gefühl der Überforderung auf, da man mit viel Neuem auf einmal konfrontiert wird;
  • Es besteht die Gefahr des Lernens auf Vorrat (v.a. beim zweitägigen Seminar). 

1frühestens ein bis zwei Monate vor Lehrgangsstart 

In der Anfangsphase des Studiums

Vorteile:

  • Erste Erfahrungen mit dem Studium sind vorhanden;
  • Die Seminarinhalte können bereits im Zusammenhang mit eigenen schriftlichen Arbeiten angewendet werden;
  • Die Nachqualifikation wird relativ früh erbracht;
  • Der Kursbesuch sensibilisiert frühzeitig für Aspekte, die für das Verfassen der eigenen Abschlussarbeit wichtig sind.

Nachteile:

  • Es besteht die Gefahr des Lernens auf Vorrat (vor allem beim zweitägigen Seminar);
  • Die Teilnehmenden erkennen allenfalls den unmittelbaren Nutzen des Seminars noch nicht bei allen Seminarinhalten.

Vor Beginn der Masterphase bzw. kurz vor dem Verfassen der Abschlussarbeit

Vorteile:

  • Die Seminarinhalte können sehr gut mit der eigenen Abschlussarbeit in Verbindung gebracht werden;
  • Der Anwendungsbezug der Seminarinhalte ist sehr gut erkennbar.

Nachteile:

  • Seminarinhalte, die bereits während des Studiums beim Verfassen von schriftlichen Arbeiten hätten helfen können, werden zu einem späten Zeitpunkt erworben;
  • Ein später Besuch des Seminars kann den Teilnehmenden das Gefühl geben, etwas verpasst zu haben.

 

Kontaktperson für fachliche Fragen

Prof. Dr. Annette Bauer-Klebl, Dr.rer.pol.

ZHB Zentrum für Hochschulbildung Projektleiterin

+41 58 257 13 75 annette.bauer@ost.ch

Kontaktperson für administrative Fragen

Aurora Sangiorgio

Weiterbildung St.Gallen Studienkoordinatorin

+41 58 257 12 79 aurora.sangiorgio@ost.ch